Titel Logo
Amtsblatt des Ilm-Kreises
Ausgabe 5/2026
Nichtamtlicher Teil
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Nichtamtlicher Teil

Mit einem feierlichen Spatenstich läutete Landrätin Petra Enders am 22. April 2026 gemeinsam mit Thüringens Bildungsminister Christian Tischner eines der zentralen Bildungsbauprojekte im Landkreis ein: die umfassende Innensanierung der Grundschule Holzhausen, die mit einem Erweiterungsbau verbunden ist. Der Ilm-Kreis investiert ca. 5,54 Millionen Euro. Etwa 2,7 Millionen Euro werden durch Fördermittel des Bundes und des Landes Thüringen im Rahmen des Programms „GanztagInvest II“ bereitgestellt.

„Ziel der Baumaßnahmen ist es, ein modernes Schulgebäude zu schaffen, das weit über die reine Funktion als Bildungseinrichtung hinausgeht – ein Ort des Lernens, der individuellen Entwicklung und des Wohlbefindens. Die Planung berücksichtigt gezielt die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern im Grundschulalter und schafft eine Umgebung, die vielfältige Entwicklungsphasen unterstützt und Raum zur Entfaltung bietet“, so Landrätin Petra Enders.

Um einen reibungslosen Schulbetrieb zu ermöglichen, zogen die Grundschüler bereits zum Schuljahresbeginn vorübergehend in das Gebäude der Grundschule „Ludwig Bechstein“ in Arnstadt. Die Planung der Baumaßnahmen erfolgt durch das Büro Worschech Architekten aus Erfurt. Das Bestandsgebäude wird umfassend saniert und künftig primär für den Unterricht genutzt. Hier werden insbesondere Klassenräume und Verwaltungsbereiche untergebracht. Der Erweiterungsbau vergrößert die Gesamtfläche deutlich und schafft moderne Räume für die Ganztagsbetreuung inklusive zugehöriger Neben- und Verwaltungsräume. Eine klare funktionale Trennung der Bereiche ermöglicht künftig eine effizientere Nutzung der Flächen.

Der Erweiterungsbau schafft einen neuen, großzügigen Speiseraum mit Regenerierküche und Nebenräumen, der auch multifunktional genutzt werden kann. Im 1. OG entstehen Verwaltungsräume für den Hortbereich sowie ein großer Multifunktionsraum mit Hortküche. Flurbereiche werden zusätzlich als Aufenthalts- und Sitzbereiche genutzt.

Im 2. OG sind im Bestandsgebäude ein PC-Kabinett, zwei Horträume sowie eine neue Bibliothek vorgesehen. Der Erweiterungsbau ergänzt diese Ebene um weitere multifunktionale Flächen, darunter ein Raum mit flexibler Trennwand.

Ein Aufzug ermöglicht künftig die barrierefreie Erschließung aller Etagen. Zudem werden auf jeder Etage neue Sanitäranlagen eingerichtet.

Das Gebäude wird entsprechend den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) umgesetzt. Geplant sind eine Pelletanlage, eine Photovoltaikanlage, energieeffiziente LED-Technik sowie Außenverschattungen.

Der Außenbereich wird neugestaltet. Geplant sind eine Terrasse am Speiseraum, die auch für Freizeitaktivitäten genutzt werden kann, sowie Bewegungs- und Spielflächen mit modernen Spielgeräten wie Kletterkombinationen, Balancierstrecken und einem beschatteten Sandkasten.

Als erste Arbeiten erfolgen der Abbruch des alten Heizhauses sowie Erd- und Gründungsarbeiten für den anschließenden Rohbau. Die Abbruch- und Rückbaumaßnahmen am Heizhaus bzw. im Bestandsgebäude erfolgen durch die Heinz Werner GmbH Aschara.