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Amtsblatt des Ilm-Kreises
Ausgabe 8/2026
Nichtamtlicher Teil
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Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis

Fremdstoffe gehören nicht in die Biotonne

Seit 1994 wird der Bioabfall im Ilm-Kreis über die Biotonne erfasst und in der kreiseigenen Kompostieranlage Am Eich bei Langewiesen zu hochwertigem Kompost verarbeitet. Aufgrund der sehr guten Qualität des Kompostes bekommt der Ilm-Kreis jährlich das RAL-Gütezeichen Kompost durch die Bundesgütegemeinschaft Kompost e. V. verliehen.

Damit das auch so bleibt, appelliert der Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis an alle Nutzer der Biotonnen: Es gehören ausschließlich organische Abfälle in die Biotonne, keine Plastiktüten oder andere Materialien aus Kunststoff. Das gilt natürlich auch für die Abgabe von Grünabfällen.

Steine oder Gegenstände aus Kunststoff bzw. Metall dürfen nicht enthalten sein.

Jedoch werden immer wieder Fremdstoffe im Bioabfall festgestellt. Fremdstoffe in der Biotonne werden hauptsächlich durch Fehlwürfe eingetragen. Diese Fehlwürfe stören den Verrottungsprozess in der Kompostieranlage und müssen deshalb aus dem Bioabfall aussortiert werden.

Doch was sind sogenannte Fremdstoffe?

Materialien wie Plastik, Glas, Metall oder auch Restabfall gehören nicht in die Biotonne und zählen als Fremdstoffe. Insbesondere Kunststoffverpackungen stellen einen hohen Anteil unter den Fremdstoffen dar und haben in der Biotonne nichts zu suchen. Plastiktüten, in denen der Bioabfall in die Biotonne gegeben wird, sind ebenfalls nicht für die Biotonne geeignet.

Auch sogenannte kompostierbare Plastiktüten dürfen im Ilm-Kreis nicht in die Biotonne gegeben werden, auch dann nicht, wenn sie mit dem Keimlingslogo gekennzeichnet sind. Der Zersetzungsprozess dieser vermeintlich kompostierbaren Tüten dauert in der Kompostieranlage viel zu lang. Zudem sind nach dem Abladen des Bioabfalls aus dem Müllfahrzeug die kompostierbaren Tüten nicht von normalen Plastiktüten zu unterscheiden. Beide Arten von Tüten müssen deshalb aufwändig aus dem Bioabfall heraussortiert werden.

Wie kann ich Fremdstoffe vermeiden?

Der Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis empfiehlt, Bioabfälle vor der Eingabe in die Biotonne in Zeitungspapier oder Küchenpapier einzuwickeln. Wer möchte, kann auch im Handel geeignete Papiertüten für diesen Zweck kaufen. Werden verdorbene Lebensmittel in die Biotonne gegeben, so sind diese vor der Entsorgung von der Verpackung zu trennen.

Welche Folgen haben Fremdstoffe in meiner Biotonne?

Das Entsorgungsunternehmen führt Stichproben vor der Leerung der Bioabfallbehälter durch.

Fallen dabei Fremdstoffe auf, wird der Behälter nicht geleert und zusätzlich mit einem Aufkleber mit dem Hinweis versehen, dass der Behälter von der Abfuhr ausgeschlossene Abfälle enthält.

Der Inhalt ist dann durch den Grundstückseigentümer nachzusortieren.

Zudem kann ein Bußgeld drohen, wenn nach § 31 Abs. 15 der Abfallwirtschaftssatzung des Ilm-Kreises dem Landkreis andere als die zugelassenen Abfälle über die Biotonne überlassen werden.

Bitte helfen Sie mit, Fremdstoffe in der Biotonne zu vermeiden. Sie leisten somit einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Umwelt.

Bei Fragen zur Biotonne wenden Sie sich bitte an die Abfallberatung im Abfallwirtschaftsbetrieb Ilm-Kreis unter Telefon 03628 738-921.

 

 

„Es gibt ein Zurück!“- auch für Batterien und Einweg-E-Zigaretten!

 

Jeder nutzt sie täglich: Batterien und Akkus sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken - ob in Spielzeug, Fernbedienungen, Werkzeugen oder Haushaltsgeräten. Auch Einweg-E-Zigaretten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Doch noch immer landen viele dieser sogenannten Vapes unbedacht im Restmüll.

Damit ist jetzt Schluss: Seit dem 1. Juli 2026 gilt die gesetzliche Rücknahmepflicht auch für Einweg-Vapes mit fest verbauten Lithium-Batterien. Sie können nun kostenlos an allen Verkaufsstellen, beispielsweise in Kiosken, Tankstellen, Tabakläden oder Supermärkten, zurückgegeben werden. So werden die enthaltenen Lithium-Batterien fachgerecht recycelt und die wertvollen Rohstoffe dem Kreislauf wieder zugeführt.

Bereits seit 2022 informiert die Kampagne „Batterie-zurück“ über aktuelle Gesetzesänderungen und die sachgerechte Entsorgung von Altbatterien und Akkus - mit Erfolg. Auch im Jahr 2025 konnte ein Anstieg der Sammelmenge verzeichnet werden. Immer mehr Altbatterien und Akkus werden korrekt über Sammelstellen im Handel, an Recycling- und Wertstoffhöfen sowie an freiwilligen Sammelstellen abgegeben. So lag die Sammelquote für Batterien und Akkus im Jahr 2024 bei 53,8 Prozent (Quelle: www.batterie-zurueck.de). Im Jahr 2025 stieg sie bereits auf 56,3 Prozent.

Dennoch besteht weiterhin Potenzial zur Verbesserung - helfen Sie mit, die Sammelquote weiter zu erhöhen!

Noch immer liegen viele alte Batterien ungenutzt in Schubladen oder landen fälschlicherweise im Hausmüll und stellen dadurch ein erhebliches Risiko dar. Bereits das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne zeigt jedoch, dass Batterien und Akkus nicht in den Restmüll gehören. Unterstützen Sie das Ziel der EU-Batterieverordnung, die Sammelquote bis Ende 2027 von derzeit 50 Prozent auf 63 Prozent zu steigern.

Aber wohin mit den kleinen Energiespeichern, wenn sie leer oder defekt sind?

Alte Batterien und Akkus können überall dort zurückgegeben werden, wo auch neue Batterien verkauft werden - beispielsweise im Supermarkt, Baumarkt oder Elektrofachgeschäft. Dort befinden sich meist Sammelboxen mit dem roten Batterierücknahme-Logo im Ein- und Ausgangsbereich oder an den Stellen, an denen auch andere Abfälle abgegeben werden können.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Abgabe an den beiden Wertstoffhöfen in Arnstadt und Ilmenau, sowie an der Verbandsdeponie Rehestädt und der Müllumladestation Wolfsberg.

Aus alten Elektrogeräten müssen Batterien und Akkus vor der Abgabe entfernt

werden. Erst danach dürfen die Altgeräte getrennt von Batterien und Akkus auf den Anlagen persönlich abgegeben werden.

Vorsicht bei Lithium-Batterien und -Akkus!

Fast jede Woche verursacht in Deutschland eine nicht ordnungsgemäß entsorgte Batterie Kurzschlüsse und Feuer in Entsorgungsfahrzeugen, Mülltonnen oder in Sortieranlagen. Helfen Sie mit, dies künftig zu verhindern!

 

 

Durch die Rückgabe der Batterien schonen wir nicht nur die Ressourcen und schützen die Umwelt, sondern sorgen auch für Sicherheit im Alltag. Insbesondere Lithium-Batterien und -Akkus besitzen ein hohes Risiko für Brände, da das enthaltene Lithium sehr reaktionsfreudig und leicht brennbar ist.

Verhindern sie bei der Lagerung und dem Transport mechanische Beschädigungen, Quetschungen und Überhitzungen.

Geben Sie regelmäßig ihre alten Lithium-Batterien und -Akkus an den oben genannten Stellen ab und sorgen somit für mehr Sicherheit!

Mehr Informationen finden Sie unter: www.batterie-zurueck.de.