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Hildburghäuser Stadtanzeiger
Ausgabe 3/2024
Nichtamtliche Bekanntmachungen der Stadt Hildburghausen (NaB)
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Hildburghausen unter dem Motto „700 Jahre Stadtrecht“

Hildburghausen unter dem Motto

„700 Jahre Stadtrecht“

„Im Jahr 2024 wird in Hildburghausen unter dem Motto „700 Jahre Stadtrecht“ groß gefeiert! Ein ganz besonderer Anlass, der es verdient mit besonderen Veranstaltungen das Stadtbild zu beleben“, so Bürgermeister Patrick Hammerschmidt in seiner Begrüßungsrede. 300 Gäste aus Politik, den Unternehmen und Dienstleistungen sowie den Vereinen und Organisationen folgten der Einladung zur Festveranstaltung am 2.2.24 in unser Stadttheater. Zu den wohl weit gereisten Gästen gehörten Amtskollege Roger Nießen aus Würselen und die Vertreter der Freundschaftsgesellschaft Würselen-Hildburghausen.

„Ein kommunales Gemeinwesen benötigt auch die Betrachtung und Anerkennung seiner historischen Wurzel und Traditionen, um eine bürgerschaftliche Identität und ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln zu können, so die Worte des Bürgermeisters.

„Ich bin froh, erfahren zu dürfen, dass man auch mit wenig finanziellen Mitteln aber mit offener Kommunikation, Tatkraft und gegenseitiger Unterstützung die Bürgerinnen und Bürger dazu bewegen kann, etwas Gemeinsames zu schaffen“, so Hammerschmidt.

Der Schirmherr Henry Worm, Vizepräsident des Thüringer Landtages, bezeichnete in seinem Grußwort das Stadtrecht als Symbol für die Gemeinschaft, die gewachsen ist und wünscht der Stadt für dieses Festjahr, dass die Feierlichkeiten den Zusammenhalt stärken. Eine finanzielle Zuwendung für die Stadt hatte er im Gepäck.

“Für mich ist Hildburghausen Heimat, in der ich seit 30 Jahren arbeite und Hildburghausen somit auch hier meine Wurzeln sind.“, so begann der Landrat sein Grußwort an die Anwesenden. Die „700 Jahre Stadtrecht ist ein Jubiläum, auf das man stolz sein kann. Weiterhin betonte er, dass die Kreisstadt Hildburghausen das Aushängeschild für den Landkreis Hildburghausen ist und „das soll so bleiben“.

Die Festrede zu diesem Anlass hielt der Museumsleiter Michael Römhild und er führte die Gäste auf eine historische Zeitreise in die Vergangenheit, eine geschichtliche Reise durch mehrere Jahrhunderte und beginnt mit dem 1. Februar 1324, als „der Weise“ bezeichnete Graf Berthold der VII. von Henneberg- Schleusingen zusammen mit seinem Sohn dem Wald „Buch“ nordwestlichen von Hildburghausen verschenkt- an die Stadt- und erlaubt, Stadtbefestigungen zu bauen. Das ist das Datum, an dem der Stadtgeburtstag gefeiert wird. Aber erst seit 200 Jahren - sprich seit 1824 - feiert man das Jubiläum Stadtrecht. Aus heutiger Sicht bescheiden, mit Gesang, festlicher Kleidung und mit Blumengeschenken zogen die Bürger damals singend durch die Stadt. Die neue Ausstellung im Stadtmuseum zeigt detailliert die Geschichte unserer Stadt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Der Höhepunkt des Abends war die festliche Verleihung der Ehrenbürgerschaft an den Heimatforscher, Historiker und Genealoge Karl-Heinz Roß, der sich seit Jahrzehnten im besonderen Maße für unsere Stadt und Einwohner eingebracht hat. Die Laudatio hielt der Beigeordneten Burkhard Knittel. Er würdigte Karl-Heinz Roß als „Vorbild dafür, dass man Ehrenbürger werden kann, ohne ein Politiker oder Unternehmer sein zu müssen“. Den Schlusssatz von Herrn Knittel „Alle Bedeutung des Lebens liegt im Handeln für die Gemeinschaft“ hatte er bewusst ausgewählt. Für den Ehrenbürger gab es großen Applaus.

Mit dem „Josef Meyer Preis“ wurde die Buchhändlerin Frau Alexandra Messerschmidt an diesem Abend geehrt. Seit 15 Jahren ist sie nicht nur Buchhändlerin mit bundesweiter Auszeichnung zur “ besonders hervorragender Buchhandlung“, sondern eine Frau, die das Thema Lesen zu ihrem Lebenselixier gemacht hat. Die Laudatio für Frau Messerschmidt, die für ihr unermüdliches Wirken in den vergangenen Jahren ein positives Image für unsere Stadt gebracht hat, hielt Frau Dorothea Allmeritter die Leiterin der Stadt- und Kreisbibliothek. Sie lobte die Arbeit von Alexandra Messerschmidt rund um die Bücher und das Lesen mit Kindern und Jugendlichen mit den Worten „Leseförderung, weil sie an das Buch glaubt“.

Den musikalischen Höhepunkt an diesem Abend gestaltete die „BIG-HIB-BAND“ der Kreismusikschule Hildburghausen, mit den Titeln „I feel good“, „Don‘t know why“, „The Pink Panther“, „Watermelon Man“ sowie „Hit the Road Jack“.

Doch einen besonderen Show Akt an diesem Abend begeisterte die Zuschauer. Der Künstler Jo Herz brachte mit seiner „Aktion Hand Painting“, malen mit den Fingern und Händen die Stadtgeschichte, „700 Jahre Stadtrecht Hildburghausen“ auf eine große Leinwand. Dieses einzigartige Bild können Sie mit ersteigern, die ersten Angebote wurden an diesem Abend abgegeben. Wenn diese Aktion endet, die noch über das gesamte Festjahr geplant ist, werden wir Sie informieren. Aktuell können Sie dieses Kunstwerk im Theater bestaunen.

Bevor der Bürgermeister Patrick Hammerschmidt ins Foyer des Theaters einlud, bedankte er sich beim Publikum, allen Festrednern, bei seinen Mitarbeitenden, allen helfenden und unterstützenden Händen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben.

Ein großes Dankeschön ging an alle Sponsoren, welche die Stadt mit einer Spende unterstützt haben, um das Jubiläum gebührend begehen und unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen besondere kulturelle Glanzpunkte anbieten zu können. Diese enorme Spendenbereitschaft zeigt deutlich auf, dass ein Stück Wir-Gefühl zurückgekehrt ist. Vielen, Vielen Dank im Namen aller Bürgerinnen und Bürger.

Aufmerksam machte der Bürgermeister auf das Buch, das anlässlich des „700-jährigen Stadtrechtes“ von Michael Römhild geschrieben wurde und die Sonderprägung von Silber-und Kupfer Medallien, die Sie in der Touristinformation und dem Stadtmuseum käuflich erwerben können.