Am 23. April 2026 nahm Bürgermeister Patrick Hammerschmidt an einer Pressekonferenz auf Schloss Weitersroda teil, bei der neue, bedeutende Erkenntnisse zur Geschichte der Schlossanlage vorgestellt wurden.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Präsentation einer außergewöhnlichen archäologischen und historischen Entdeckung: Der Thüringer Burgenforscher Udo Hopf hatte im Archiv von Schloss Friedenstein in Gotha bislang nicht zugeordnete Baupläne identifiziert. Dabei handelt es sich um originale Architektenzeichnungen der Schlossanlage Weitersroda aus dem Jahr 1696, die von den späteren Baumeistern des Hildburghäuser Schlosses erstellt wurden.
Die vollständig erhaltenen Pläne geben erstmals ein detailliertes Bild der ursprünglichen Anlage preis. Demnach handelte es sich um ein deutlich größeres Schlossensemble als bislang angenommen - mit vier Flügeln und insgesamt fünf Türmen. Dank umfangreicher Beschreibungen lassen sich nun auch einzelne Nutzungen, wie etwa ein Gefängnisturm oder die Raumaufteilungen innerhalb des Gebäudes, nachvollziehen.
Ergänzt werden diese Erkenntnisse durch weitere Archivfunde zum herzoglichen Bauprojekt „Henriettenthal“ aus den Jahren 1690/1691. Zusammen ermöglichen die Entdeckungen ein präziseres Verständnis der historischen Bedeutung Weitersrodas als Adelszentrum im ausgehenden 17. Jahrhundert.
Im Rahmen der Veranstaltung, an der neben Udo Hopf auch der Schlossherr Florian Kirner (Prinz Chaos II.) sowie weitere Beteiligte mitwirkten, wurden nicht nur die Funde vorgestellt, sondern auch Einblicke in deren Entdeckung und die künftigen Pläne zum Wiederaufbau und zur Entwicklung der Anlage gegeben. Ein Rundgang über das Schlossgelände veranschaulichte zudem die historischen Dimensionen und die mögliche Gestalt der Anlage in ihrer Blütezeit.
Der Bürgermeister zeigte sich beeindruckt von der wissenschaftlichen Arbeit und dem Engagement vor Ort. Die neuen Erkenntnisse sind ein bedeutender Beitrag zur regionalen Geschichte und bieten zugleich großes Potenzial für die kulturelle Entwicklung und touristische Attraktivität der Region.