(v.l.n.r.) Jörg Wilhelmy (Bürgermeister Gde. Ensdorf), Carsten Leinenbach (Komm. Wärmeplaner der drei Gemeinden), Stefan Louis (Bürgermeister Gde. Bous), Dr. Florian Nigbur (TÜV Rheinland Consulting GmbH), Markus Weber (Bürgermeister Gde. Schwalbach)
Viele interessierte waren zur Auftaktveranstaltung gekommen
Wie heizen wir in Zukunft? Zu diesem aktuellen Thema luden die Gemeinden Bous, Ensdorf und Schwalbach am 09.03.26 zur Informationsveranstaltung ein. Etwa 80 Interessierte hatten den Weg in den Gemeindesaalbau gefunden, weitere 40 Teilnehmer hatten sich über das Online Meeting zugeschaltet. Im Fokus standen die Zwischenergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung, die vom beauftragten Dienstleister TÜV Rheinland Consulting GmbH vorgestellt wurden.
Globale Ziele – Lokales Handeln
Der Abend startete mit aktuellen Daten und Faken zum Klimawandel und einer Einordnung der nationalen Klimaziele: Bis 2045 soll Deutschland treibhausgasneutral heizen. Da die Wärmeversorgung vor Ort den größten Hebel für den Klimaschutz darstellt, ist die kommunale Planung das Fundament für zukünftige Entscheidungen. Wichtig dabei: Die Planung ist ein strategisches Instrument und für den einzelnen Gebäudeeigentümer rechtlich unverbindlich.
Analyse des Gebäudebestands
Die Betrachtung der Baualtersklassen, Heizungsarten und Energieträger zeigte, dass ein Großteil der Emissionen noch durch fossile Brennstoffe verursacht wird. Neben der Auswertung der überwiegend dezentralen Heizungen wurden auch bereits bestehende Nah- und Fernwärmenetze aufgezeigt.
Vorhandene Potenziale vor Ort
Die gute Nachricht: Unsere Gemeinden verfügen über erhebliche Ressourcen zur regenerativen Wärmeerzeugung. Im Vordergrund der Betrachtung standen dabei die Nutzung von Umweltwärme aus Grubenwasser, der Saar und Abwasser sowie der weitere Ausbau von Photovoltaik. Auch weitere Potenziale im Gemeindegebiet wurden identifiziert und bewertet.
Anschlussvortrag der Verbraucherzentrale
Nach der Vorstellung zum aktuellen Stand der KWP stellte ein Energieberater der Verbraucherzentrale Möglichkeiten zur energetischen Sanierung in den eigenen vier Wänden vor und es wurden die gängigsten Heizsysteme erläutertet. Im Anschluss konnten bei Bedarf Termine zur individuellen Energieberatung vereinbart werden.
Ausblick
Wichtig zu erwähnen ist, dass es keine individuellen Lösungen zur eigenen Heizung geben kann. Hierzu kann gerne auf das Beratungsangebot der Verbraucherzentrale oder freien Energieberatern zurückgegriffen werden. In der nächsten Phase der Wärmeplanung wird nun ein konkretes Zielszenario entwickelt, das als Fahrplan für eine sichere und klimafreundliche Wärmeversorgung dient. Eine Betrachtung von möglichen Eignungsgebieten für weitere Nahwärmelösungen wird hierbei ebenfalls erfolgen. Die Ergebnisse der finalen Wärmepläne werden in den nächsten Monaten in separaten Infoveranstaltungen der jeweiligen Gemeinde vorgestellt.