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Blickpunkt Schwalbach
Ausgabe 25/2026
Seite 6
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Bewegende Führung über die Kriegsgräberstätte Elm-Sprengen

 

Vergangenen Freitag fand eine öffentliche Führung auf der Kriegsgräberstätte Elm-Sprengen statt. Das Gräberfeld im Wald ist mit über 1.000 Kriegstoten eine der größten Kriegsgräberstätten im Saarland.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Saar, veranstaltete diese Führung in Kooperation mit dem Landesamt für Soziales, dem Förderverein für Denkmalpflege und Heimatkunde Schwalbach e. V. und der Bürgerinitiative Stolpersteine Erinnerungsarbeit Püttlingen.

Die rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörer zeigten sich sehr berührt von den Einzelschicksalen, von denen berichtet wurde.

Prof Dr. Folz von der Bürgerinitiative Stolpersteine Erinnerungsarbeit Püttlingen erzählte beispielsweise von Wilhelm Küpper und Helmut Langer, zwei 19-Jährigen, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs standrechtlich von einem Erschießungskommando der Wehrmacht erschossen wurden. Die beiden Freunde waren nach einem verlorenen Angriff der Amerikaner auf den Spicherer Höhen allein zurück zu ihrem Quartier in Köllerbach gelaufen und wurden dabei fälschlicherweise für Fahnenflüchtige gehalten. Die Offiziere entschieden, dass sie erschossen werden sollten. Zuvor mussten die jungen Soldaten ihre Gräber selbst ausheben. All das geschah am 03.03.1945, kurz vor Kriegsende, und war ein Akt der Willkür fanatischer und enttäuschter Nazi-Offiziere. Heute ruhen Langer und Küpper Kopf an Kopf auf der Kriegsgräberstätte Elm.