Bürgermeister Markus Weber während seiner Neujahrsansprache
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
werte Gäste,
es ist mir eine große Freude, Sie alle heute Abend zum Neujahrsempfang 2026 unserer Gemeinde zu begrüßen und zunächst wünsche ich Ihnen allen ein frohes Neues Jahr und hoffe, dass Sie einen guten Anfang gefunden haben.
Dieses heutige Treffen soll nicht nur ein willkommener Anlass sein, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken, sondern soll auch eine Gelegenheit sein, mit frischem Mut und Zuversicht in das neue Jahr zu schauen.
Bevor ich jedoch auf die kommunalen Perspektiven für 2026 eingehe, möchte ich zunächst ein paar Worte des Dankes an die vielen Menschen richten, die diesen Empfang heute erst möglich gemacht haben.
Mein herzlicher Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, die mit viel Engagement und Herzblut den Neujahrsempfang organisiert und vorbereitet haben.
Wie bereits in den letzten Jahren, haben es sich auch die jüngsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nehmen lassen, diesen Empfang durch Ihren persönlichen Einsatz zu unterstützen.
Auch den Musikern des „Peter Hedrich Quartetts“ (Peter Hedrich, Roman Reznic, Stefan Engelmann und Louis Pinn) möchte ich meinen besonderen Dank aussprechen. Sie werden uns heute mit ihren musikalischen Beiträgen auf wunderbare Weise weiter durch diesen Abend begleiten.
Für mich persönlich ist jedes Jahr die Visite der Sternsinger ein besonderes Highlight.
Danke, dass Ihr uns mit eurem traditionellen Neujahrssegen beehrt habt.
Es ist immer wieder berührend, wie diese Tradition auch in unserer Gemeinde lebendig bleibt und uns mit ihren guten Wünschen eine ganz besondere Botschaft von Hoffnung und Frieden übermittelt.
Ich möchte Euch ganz herzlich für euren Besuch danken – und für die guten Wünsche, die ihr uns überbracht habt.
Und in diesen Dank schließe ich auch die Damen und Herren der Orga mit ein, die sich Jahr für Jahr in den Dienst dieser guten Sache stellen.
Ich persönlich hoffe sehr, dass diese Aktion in Schwalbach fortgeführt wird und sich auch in der Zukunft viele junge Menschen finden, die einen ganzen halben Tag für diese tolle Sache investieren.
Liebe Bürgerinnen und Bürger, meine sehr geehrten Damen und Herren,
ein Jahreswechsel, ist für uns alle eine Zeit der Besinnung, des Innehaltens, aber auch des Aufbruchs.
Wir blicken auf das vergangene Jahr zurück –auf alles, was uns bewegt hat- und wir blicken zugleich hoffnungsvoll und gemeinsam in die Zukunft.
Stichwort gemeinsam: ich freue mich, heute in unserer Runde einige Damen und Herren ganz besonders begrüßen zu können und bitte Sie, erst nach der Nennung aller Ehrengäste -quasi en bloc- um Ihren geschätzten Applaus zur Begrüßung unserer Ehrengäste.
Ich begrüße sehr herzlich:
aus Schwalbach das Mitglied des saarländischen Landtages und 1. Beigeordneten David Maaß sowie aus Saarlouis Raphael Schäfer, Herrn Finanz-Staatssekretär a.D. Gerhard Wack mit Gattin, unsere ehemaligen Bürgermeister in der Reihenfolge ihrer Amtszeit Eberhard Blaß und Hans-Joachim Neumeyer jeweils mit Gattin sowie den ehemaligen Bürgermeister aus der Nachbargemeinde Ensdorf, Hartwin Faust.
Ich begrüße sehr herzlich die Vertreter aus Gemeinde- und Ortsrat, an der Spitze Dana Wernet und Peter Bonner als Beigeordnete sowie die Ortsvorsteherin von Elm, Christel Albert, den Ortsvorsteher von Hülzweiler, Sascha Hoen, von Schwalbach, Bernd Schweitzer, sowie alle Vertreter der kommunalen Beiräte des Frauen-, Senioren- und des Umweltrates.
Und in diesem Zusammenhang sage ich auch ein herzliches Willkommen an die ehemaligen Beigeordneten, Ortsvorsteher, frühere Mandatsträger und Beiratsmitglieder sowie frühere Preisträger der Auszeichnung „Schwalbachs Beste“.
Ich freue mich, den Vorsitzenden des Aufsichtsrates des Saarländischen Schwesternverband, Herr Sebastian Hahn, willkommen heißen zu können, als Vertreter der katholischen Kirchengemeinde begrüße ich Diakon Markus Greiner mit Gattin, sowie von der evangelischen Kirchengemeinde Herrn Pfarrer Reinhard Janich.
Als ersten Vertreter der Uniformierten begrüße ich den Leiter der Polizeiinspektion Saarlouis, Polizeidirektor Stefan Schmitz, Herrn Oberkommissar Marco Tschöpe sowie die Frauenbeauftragte der saarländischen Polizei Julia Schweitzer.
Ich begrüße alle Vertreter der haupt- und ehrenamtlichen Hilfs- und Rettungsorganisationen der Feuerwehr, des DRK und des DLRG, die Vertreter aus dem wirtschaftlichen sowie des Vereinslebens, alle Mitarbeiter aus Rathaus, Bauhof, das vorschulische und schulische Personal, also die, die sich um unsere Jüngsten und Schwächsten in den ersten Jahren ihres Lebens kümmern,
die Hausleitungen unserer Senioreneinrichtungen, die Vertreter der Presse, meine Familie, Freunde und Wegbegleiter und natürlich Sie meine Damen und Herren, liebe Bürgerinnen und Bürger, zu unserem diesjährigen Neujahrstreffen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ich habe es bereits kurz ausgeführt,
der heutige Abend soll nicht nur einen Ausblick auf das Jahr 2026 geben, sondern auch ein Moment der Erinnerung; ein Moment des Dankes für das Erreichte sein.
Und damit Sie diese Momente der Erinnerung, des Dankes für das Erreichte, auch bildlich greifen können, hat mein Kulturamt eine Fotosession über besondere Ereignisse des Jahres 2025 erarbeitet, die Sie vor wenigen Minuten auf der Leinwand hinter mit verfolgen konnten.
Und falls Sie bisher diese Gelegenheit verpasst haben sollten, haben Sie ganz am Ende des Neujahrstreffens erneut Gelegenheit, sich mit diesen Bildern zu erinnern und sich über das in 2025 Erreichte zu erfreuen.
Das Jahr 2025 war von vielen bemerkenswerten Ereignissen und Entwicklungen geprägt, die uns als Gemeinde beschäftigt aber -so mein persönlicher Eindruck- auch ein Stück weit zusammengeschweißt haben.
Es war ein Jahr voller Herausforderungen aber auch eines, das uns viele Fortschritte gebracht hat.
Zu Beginn des Jahres 2025 standen wir vor der Aufgabe, nicht nur unsere Finanzen zu ordnen, sondern gleichzeitig Weichen für die Zukunft zu stellen.
Wie viele andere Kommunen im Saarland standen auch wir vor den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die uns dazu zwangen, kreativ zu denken und einen Weg in unserem Doppel-Haushalt mit zahlreichen gemeindlichen Projekten zu finden.
Doch gerade in solchen Momenten zeigt sich die Stärke einer Gemeinschaft – der Wille, trotz aller Widrigkeiten nicht aufzugeben, sondern gemeinsam Lösungen zu suchen und, wie wir es gezeigt haben, zu finden.
Und daher hoffe ich auf dieselbe Bereitschaft, wenn wir bald in die Beratung eines notwendig gewordenen Nachtragshaushaltes gehen. Später dazu mehr…
Verkehrlich sind wir denkbar schwierig gestartet, mit der Sperrung der Schwalbacher Hauptstraße. Ich habe es in meinem Jahresinterview in der Saarbrücker Zeitung ausgeführt: ich habe mich -mit vielen anderen- wirklich gefreut, als der Verkehr endlich wieder über die Hauptverkehrsstraße „Hauptstraße“ geführt werden konnte und die Geschäfte vor Ort wieder per Auto erreichbar waren.
Ein ganz besonderes Projekt, das uns auch im Jahr 2025 sehr beschäftigt hat, war die Planung und der Aufbau unserer neuen Kinderkrippe „Pusteblume“.
Bald dürfen wir sie endlich eröffnen – ein stolzer Moment für uns alle.
Sie wird nicht nur 88 Kinder einen Platz bieten, sondern symbolisiert auch unseren Anspruch, zukunftsfähige und flexible Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu schaffen.
Bereits frühzeitig konnten wir -dank der guten Arbeit meiner Personalabteilung und der pädagogischen Leitung- den Personalkörper aufbauen und ich weiß, wie sehr sich das pädagogische Personal freut, wenn endlich die ersten Kinder Mitte Februar „Leben in die Bude“ bringen.
Dieses Projekt, bei dem viele Abteilungen der Gemeindeverwaltung eng und erfolgreich zusammengearbeitet haben, ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir als Gemeinde mit Weitsicht – der Bau des Gebäudes erfolgt in moderner Modulbauweise investieren;
– investieren in die Zukunft unserer Kinder und damit investieren in die Zukunft unserer Gesellschaft.
Der Hygienebereich und die Außenflächen erfahren durch die ortsansässige Firma Nanopool, deren Seniorchef Dieter Schwindt sowie die Geschäftsführerin Saskia Lokermans-Schwindt als Vertreter ihrer Firma aber auch als frühere Preisträger von „Schwalbachs Beste“ unter uns sind, eine nanotechnische Oberflächenveredelung.
Und es zeigt die Besonderheit dieser innovativen Maßnahme, dass noch Ende 2025 der Minister für Inneres, Bauen und Sport Reinhold Jost eine 100% Kostenübernahme dieser Maßnahme zugesagt hat.
Und wenn ich heute das eine Bauprojekt im pädagogischen Bereich „Pusteblume“ erwähne, darf ich die vielen weiteren Baumaßnahmen an KiTa Griesborn, KiTa Tausendfüßler und Kindervilla Albero sowie an unseren Grundschulen in Elm, Hülzweiler und Schwalbach natürlich heute nicht gänzlich unerwähnt lassen.
Ich habe es im letzten Jahr -mit Zahlen unterfüttert- bereits ausgeführt:
auch wenn uns diese Maßnahmen an KiTa`s, FGTS und Schulen, deren Notwendigkeit an übergeordneter Stelle entschieden und den Gemeinden als Aufgabe, -quasi von oben und ohne entsprechende finanzielle Konnexität- zugewiesen werden, viel Geld kosten, ist dieses Geld gut angelegt und ein wichtiger Invest in die Zukunft unserer Gemeinde und in unsere Jüngsten.
Ein weiterer Invest ist für unsere Infrastruktur permanent erforderlich und ebenso wichtig:
in unsere Straßen, Kanäle und in unsere gemeindeeigenen Gebäude, wobei ich bei der Thematik „Invest in unserer Infrastruktur“ auch die geplante Sanierung der Feuerwehrgerätehäuser und die notwendigen Anschaffungen für unser Rettungswesen mit einschließe.
Diese vielen Baumaßnahmen „über das Jahr“ fallen aus meiner Sicht bei der Bautätigkeit im Hochbau, besonders bei den markanten Neubauvorhaben, „leider immer etwas hinten runter“ aber sie sind für unsere Infrastruktur wahrhaft existentiell und von daher möchte ich sie heute auch besonders erwähnt haben.
Aber auch daneben gab und gibt es zahllose Projekte, die mein Team der Gemeinde in 2025 geräuschlos umgesetzt hat und dafür -so ist das leider in dem täglichen Leben der Verwaltung- viel zu selten mal ein Lob von draußen zu hören bekommt.
Daher möchte ich heute lediglich zwei kleine Beispiele ausführen.
Bei der vorgenannten Sanierung der gemeindeeigenen Gebäude denkt man natürlich zunächst an große Arbeiten, umfangreiche Sanierungen, energetische Maßnahmen am Gebäudekörper u.ä.
Was aber viel zu oft übersehen wird, sind die vielen Kleinigkeiten, wie z.B. Ersatz der nicht mehr zeitgemäßen technischen Infrastruktur in den älteren Gebäuden, wie der Heizung, Lüftungsanlagen, defekte Fenster, Türen, Schlösser usw.
Doch gerade diese Arbeiten kosten Kompetenz, Geld und Zeit, was dann natürlich irgendwo anders auch fehlt.
Stichwort „Ersatz der nicht mehr zeitgemäßen technischen Infrastruktur und Heizung“:
es freut mich als Verwaltungsschef und es spricht für das gute Miteinander zwischen Rat und Verwaltung, wenn ein guter Vorschlag bzw. eine gute Idee aus der Verwaltung, nämlich die Erweiterung der Elmer Nahwärmeinsel um die Rote und Weiße Schule sowie des FFW-Gerätehauses Elm, auch die Unterstützung der kommunalen Politik durch entsprechende Beschlüsse erfährt.
Ich habe es immer gesagt: es geht nur gemeinsam.
2. Beispiel:
Ich durfte am 16. Dezember des vergangenen Jahres hier an gleicher Stelle bei der diesjährigen Personalversammlung zum Personal der Gemeinde Schwalbach sprechen.
Bei einem Personalkörper von rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durfte ich 78 davon, als neue Mitarbeiter willkommen heißen. Das entspricht exakt 23,56 %. Also rund ein Viertel der aktuellen Mitarbeiter wurde in 2025 neu eingestellt. Dies erfordert Stellenausschreibungsprozesse, Vorstellungsgespräche, Entscheidungen auf verwaltungs- oder politischer Ebene. Dies alles kostet -bei aller Berechtigung- natürlich aber auch Zeit und bindet Ressourcen. Dies sollte man bei evtl. Kritik über Verfahrensdauern dann bitte auch immer vor Auge haben.
Nach über 35 Jahren Dienst für unsere Gemeinde erlaube ich mir heute eine persönliche Wertung und sage es heute genau so, wie ich es auch in der vorgenannten Personalversammlung formuliert habe:
Ich weiß um die gute Qualität der Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und baue auch in 2026 auf mein starkes Team im Rathaus, Bauhof, in den pädagogischen Einrichtungen und überall dort, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde ihren Dienst für die, für Ihre Gemeinde Schwalbach tun.
Und, oder besser, aber: als Verwaltungschef sage ich es heute genauso glasklar: wer gut ist, kann immer noch besser werden und auch daran arbeitet mein Team täglich!
Meine sehr geehrten Zuhörerinnen und Zuhörer,
die Herausforderungen des Jahres 2025 waren jedoch nicht nur wirtschaftlicher oder infrastruktureller Natur.
Wir mussten uns auch immer wieder mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen, die uns alle betreffen. Dabei zeigte sich, wie stark das Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Gemeinde ist.
In Diskussionen mit unseren Bürgerinnen und Bürger, spüre ich den starken Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft.
Einer gemeinsamen Zukunft, in die wir z.B. mit der Auftragsvergabe zur Kommunalen Wärmeplanung -gemeinsam mit unseren Nachbargemeinden Bous und Ensdorf- oder aber auch mit dem Startschuss für das Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept, bereits richtungsweisend gestartet sind.
Ich freue mich darauf, wenn nach Fertigstellung dieser Konzepte dann auch konkrete Maßnahmen hieraus abgeleitet werden können.
2025 war ein Jahr, in dem wir als Gemeinde zweifellos viel geschafft haben. Aber wie das so ist – die Arbeit ist nie zu Ende, und die kommenden Herausforderungen lassen nicht auf sich warten.
2026 steht nicht mehr vor, sondern schon 9 Tage in der Tür, und wir blicken auf ein Jahr voller wichtiger Entscheidungen, die über die Richtung bestimmen werden, in die wir als Gemeinde gehen.
Lassen Sie mich an dieser Stelle noch einmal betonen, wie wichtig die Mitwirkung und das Engagement jedes Einzelnen von Ihnen ist.
Wir haben es in der Vergangenheit gemeinsam immer wieder geschafft, durch Zusammenarbeit, Transparenz und Offenheit sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, große Dinge zu erreichen.
So werden wir auch in Zukunft gut vorankommen!
Ich bin fest davon überzeugt -und habe es in meinem Neujahrsgruß auf Social Media ja auch ausgeführt-, dass wir gemeinsam, Hand in Hand, die kommenden Aufgaben meistern können, meistern werden.
Und ich freue mich darauf, diesen Weg weiterhin gemeinsam mit Ihnen zu gehen.
Und gerade deshalb, baue ich z.B. auch in den im Frühjahr anstehenden Workshops zur kommunalen Wärmeplanung und zum Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept auf Sie persönlich!
Was erwartet uns aber in 2026?
Gerne nenne ich einige konkrete Projekte:
In Kürze erfolgt der Abriss des markanten und ortsbildprägenden Gasthauses „Hiery“ nebst Nachbargebäude.
Nachdem ich in den letzten Wochen wiederholt in dieser Sache angesprochen worden bin, möchte ich heute auch klarstellen: zunächst werden lediglich diese beiden Gebäude abgerissen und erst dann schaut sich der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mit der Gemeinde die verkehrliche Situation vor Ort in der gebotenen Sorgfalt an.
Denn: die Verkehrszahlen und der Verkehrsfluß sagen klar aus, dass ein Kreisel hier nicht sinnvoll, nicht förderlich und damit nicht möglich ist.
Und wenn ich mir eine persönliche Einschätzung erlauben darf: bereits mit einer separaten Links -und Rechtsabbiegerspur aus der Elmer Straße kommend, wäre hier schon ein großer Fortschritt zu erzielen.
Aber wie gesagt, das wird erst in der Zukunft geprüft und beraten werden können.
in den anstehenden Sitzungsrunden werde ich bald notwendiger Weise die Beratung eines Nachtragshaushaltes aufrufen.
Rahmenbedingungen, auf die die Gemeinde keinen Einfluss hat, wie z.B. geringere externe Zuweisungen oder Steigerungen der Kreisumlage, sowie die Tatsache, dass immer noch Aufgaben und Kosten gemäß unserem föderalen System auf die Gemeinde als unterste Ebene „herunterpurzeln“, machen eine Neuberatung des Haushaltes 2026 unabdingbar.
Und es sei mir erlaubt, dass ich gerade vor diesem bald anstehenden Schritt der Beratung des Nachtragshaushaltes heute ganz bewusst und in aller Konsequenz auf die Nennung von HH-Ansätzen, Maßnahmenkosten usw. verzichte.
Und ich hoffe, dass ich mit dem Weglassen dieser zweifellos wichtigen und interessanten Zahlen auch Ihre persönliche Meinung treffe.
Die Faasend mit zahlreichen Veranstaltungen steht schon in den Startlöchern und ich freue mich sehr auf den Rathaussturm sowie die Fassendumzüge in Elm und Schwalbach und dabei ganz besonders, wenn ich zu meinem ersten Mal beim Rosenmontagsumzug auf der Linie 2, aufgebaut auf dem erst kürzlich neu angeschafften Anhänger, mitfahren kann.
Nach der Faasend müssen wir noch einmal im Schwalbacher Ortszentrum „ran“ und einen vom Zuschussgeber gewünschten Wartebereich im Bereich der Bushaltestelle Alberoschule schaffen.
Die Ausführung erfolgt voraussichtlich ab Aschermittwoch und bei halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung, so dass ich hoffe, dass die verkehrliche Beeinträchtigung während der 1-2 wöchigen Arbeiten nicht zu groß ist.
Auch, wenn durch die folgende nächste größere Baumaßnahme des LfS für einige wenige Tage eine parallele Baustelle auf Hauptverkehrsstraßen in der Gemeinde ansteht.
Denn: voraussichtlich ab 23.02. wird für die Dauer von 8 Monaten, die Sanierung der Ortsdurchfahrt Hülzweiler vom oberen Kreisel über die Saarwellinger und Hülzweiler Straße bis in die Schwalbacher Hauptstraße, bis ca. Einmündungsbereich Bierstraße, in geplanten 13 Bauabschnitten erfolgen.
Ich bin froh und dankbar, dass der Landesbetrieb für Straßenbau die drohende Überschneidung dieser Baumaßnahme mit dem geplanten Bau des Elmer Kreisverkehrsplatzes, des Kreisels, anerkannt hat und den Kreisel erst im Anschluss an die vorgenannte Sanierung (also zum Jahreswechsel 2026/ 27) durchführen wird.
Zwischenzeitlich erfolgt dankenswerter Weise auch eine Überprüfung der Ausbauform dieses Kreisels, der dann eher ein Oval werden dürfte.
Ebenfalls im Frühjahr starten wir mit der Gestaltung eines naturnahen Außenspielgeländes an der Kindervilla Albero. Freuen Sie sich mit mir und den dort bald tobenden Kindern bereits heute auf diese tolle und ökologische Spielstätte.
Die Arbeiten und Workshops zur kommunalen Wärmeplanung und zum Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept habe ich bereits erwähnt.
Im Mai dürfen wir unsere Freunde aus Vern-sur-Seiche anlässlich des 35-jährigen Jubiläums unserer Städtepartnerschaft in unserer Gemeinde begrüßen.
Ich freue mich sehr über den Besuch und den freundschaftlichen Austausch, denn ich bin nach wie vor tief beeindruckt, von der Gedenkveranstaltung im Mai des vergangenen Jahres in Vern anlässlich des 80-jährigen Endes des 2. Weltkrieges, bei der ich die Gedenkrede in der Landessprache unserer französischen Freunde halten durfte.
Im Sommer ist eine umfassende Sanierung der sog. Roten Schule in Elm geplant, was eine anderweitige Unterbringung der Sozialstation über die Sommerferien von Nöten macht.
Zum Schulbeginn 26/ 27 soll auch das obere Gebäude der Hülzweiler Laurentiusschule zur Freiwilligen Ganztagsschule fertiggestellt sein. Nach Umzug aus der provisorischen Unterbringung Turnhalle in das neue Gebäude steht dann auch bald wieder die Schulturnhalle für Schul- und Vereinssport sowie das Haus für Kultur und Sport für seine eigentlichen Zwecke zur Verfügung.
Natürlich drückt uns -damit meine ich alle politischen Entscheidungsträger- weiterhin die Nahversorgungssituation in Hülzweiler und Schwalbach, aber auch dies habe ich in meinem Jahresinterview ausgeführt:
hoffnungsvolle Ansätze zeichnen sich ab und werden natürlich -wo immer möglich- positiv begleitet.
Gleichwohl hat die Kommune die finale Lösung aber eben nicht in den eigenen Händen, wenn man ehrlich zu sich und den Bürgerinnen und Bürgern ist oder sein möchte.
Ich bleibe mit meinem Team aber in der Sache dran und am Ball.
Erfreulich ist, dass es endlich auch einen Fortgang zum Windpark Hülzweiler gibt. Nachdem sich hier u.a. durch den Ukraine-Krieg die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wesentlich verändert haben konnte gegen Jahresende ein richtungsweisender Beschluss gefasst werden, dass dieses Projekt nun endlich in die Umsetzung kommt.
Die Arbeiten laufen Ende dieses Jahres an; eine Inbetriebnahme ist im IV. Quartal 2027 geplant.
Endlich ist Ende 25 auch eine finale Entscheidung im Normenkontrollverfahren gegen unser wichtiges Projekt „Servicewohnen am Lochbach“ vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ergangen.
Wie erwartet, gibt auch dieses Gericht der Gemeinde inhaltlich Recht.
Ich hoffe sehr, dass der Maßnahmeträger trotz dieser zweijährigen Verzögerung weiter zu seinen, besser unseren, Absichten steht und sich durch die Verzögerungen mit den zwischenzeitlichen Preissteigerungen, das Projekt und somit auch die zu erhebende Miete nicht zu sehr erhöht haben.
Gerade für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in Hülzweiler wäre dieses Projekt für unsere Senioren im Ort ein wichtiger Fingerzeig -gerade nach der Schließung des DRK-Gästehauses.
Und deshalb freue ich mich wirklich sehr und empfinde es als einen guttuenden Fingerzeig, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrates dieses Maßnahmeträgers, des saarländischen Schwesternverbandes, Herr Sebastian Hahn, uns heute mit seiner Anwesenheit beehrt.
Meine Damen und Herren,
mein Ausblick auf 2026 beinhaltet lediglich die größeren Maßnahmen des Bauamtes.
Bitte sehen Sie es mir nach, dass ich die weiteren Projekte aus dem Baubereich, sowie die Projekte aus den weiteren Fachbereichen, die für uns und unsere Gemeinde ebenso wichtig und spannend sind, heute angesichts der Rededauer nicht auch noch ausführen möchte.
Es wären schlichtweg zu viele.
Gleichwohl hoffe ich, dass Ihnen bewusst ist bzw. ich es Ihnen verdeutlichen konnte, wie umfassend die Aufgaben und die Arbeit in unserer Gemeinde ist und in welch fordernder Zeit wir unseren Beitrag für Sie bringen dürfen.
Was erwartet uns aber von außerhalb? Von den eben bereits erwähnten externen Rahmenbedingungen, auf die wir keinen Einfluß haben?
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sehe ich neue Chancen für mehr kommunale Investitionen, vor allem durch das „Sondervermögen Infrastruktur“ des Bundes.
Hier gilt es nach meinem Dafürhalten, weiterhin keine Luftschlösser zu bauen, sondern dieses Geld sinnvoll für anstehende kommunale Maßnahmen wie z.B. im HallenFreibad zu verwenden.
Denn es gilt weiterhin -und die Dachverbände der Kommunen weisen zu Recht -und zurecht auch permanent- auf die bedrückende, strukturelle Finanznot unserer Kommunen hin.
Und leider ist die Finanzlage der Städte und Gemeinden mittlerweile sogar bundesweit dramatisch, so dass ich in dieser Frage auch auf die Unterstützung der Kommunen aus den sog. reichen Ländern hoffe.
Ein Hauptgrund hierfür sind nach meiner Meinung die nahezu galoppierenden Sozialkosten, die bei uns vor allem über die rasant steigenden Kreisumlagen abgebildet werden, werden müssen.
Hier brauchen wir bundesweit eine Umkehr.
Aus gesellschaftlicher Sicht ist nach meiner persönlichen Überzeugung auch eine Umkehr
erforderlich in unserer heutigen gesellschaftlichen Ideologie:
der zunehmenden Abkehr vom Leistungsprinzip und, ich nenne sie heute mal frech, der Vollkaskomentalität.
Manches, aus finanziell rosigeren Zeiten ist uns lieb und teuer -aus heutiger Sicht vielleicht zu teuer- geworden.
Daher muss es doch, wie wir es im Privaten ja auch tun, erlaubt sein, Ausgaben auch mal kritisch zu hinterfragen, ohne sich gleich dem Vorwurf ausgesetzt zu sehen, den Sozialstaat infrage zu stellen.
Aus persönlicher Sicht drückt mich, nach dem anschlagsbedingten Stromausfall in Berlin,
der Schutz unserer kritischen Infrastruktur,
besser, das schnellstmögliche Hochfahren des über jahrzehnte vernachlässigten Schutzes unserer kritischen Infrastruktur; ausgelöst durch kritiklos akzeptierte niedrigere Standards und weggedrängter Probleme.
Ohne Panik verbreiten zu wollen: der Bevölkerungsschutz muss massiv und schnellstmöglich durch die verantwortlichen Ebenen, nämlich Bund und Land, hochgefahren werden.
Aber ich bin mal gespannt, wann es wieder mal heißt: die Gemeinden sollten sich kümmern.
Woran fehlt es weiter?
Für unser Saarland brauchen wir endlich einen neuen kommunalen Finanzausgleich, der
die Kommunen entsprechend ihrer Aufgaben und Bedarfe angemessen ausstattet.
Ich bin guter Dinge, dass in der ersten Jahreshälfte das beauftragte Gutachten vorgelegt und noch in 2026 ein neues Kommunal-Finanz-Ausgleichs-Gesetz beschlossen wird, da bereits im Frühjahr 2027 mit der Wahl zum saarländischen Landtag die nächste Wahl ansteht.
Ich habe große Erwartungen in diesen neuen kommunalen Finanz-Ausgleich und hoffe, dass er auch seinem Namen gerecht wird,
Ich baue auf eine sachlich und fachlich fundierte Prüfung der Materie und eine konsequente Umsetzung.
Nämlich in der Form, wie ich es bereits im letzten Jahr formuliert habe: in horizontaler und vertikaler Ebene, denn eine lebendige kommunale Selbstverwaltung ist in diesen Zeiten ein wichtiges Fundament für unsere Demokratie.
Gerade hierfür brauchen wir aber Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort und die entschiedene Unterstützung der Politik auf Bundes- und Landesebene.
Und ich hoffe wirklich sehr, dass in diesen besonderen Zeiten, diesen politischen Akteuren sehr bewusst ist, wie elementar wichtig das Zutrauen der Menschen vor Ort in die Leistungsfähigkeit des Staates, und damit unserer Gemeinschaft, ist, damit die Menschen vor Ort -wir- weiterhin auf dem richtigen Weg verbleiben.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
wir haben heute aber nicht nur die Gelegenheit, Rückblick und Vorschau in das gemeindliche Leben zu halten, sondern auch besondere Menschen aus unserer Gemeinde besonders zu ehren.
So werden gleich, nach den letzten Worten meines Grußwortes und den anschließenden beiden Musikstücken des Peter Hedrich Quartetts, die Ortsvorsteher das Wort übernehmen.
Sie werden das Wort übernehmen, um „Schwalbachs Beste“ auszuzeichnen.
Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise um das Wohl unserer Gemeinde verdient gemacht haben.
Ich freue mich sehr, dass wir diese Auszeichnungen vergeben können, denn sie sind ein Zeichen dafür, dass Engagement und Einsatz nie unbeachtet bleiben.
Es sind diese Menschen, die sich mit Herzblut für unsere Gemeinschaft einsetzen, die den Charakter unserer Gemeinde prägen.
Und es sind diese Menschen, die wir heute feiern.
Und ich persönlich danke diesen Menschen bereits jetzt für Ihre unermüdliche Arbeit und Ihre Hingabe.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
neben den vielen eben genannten oder angesichts der Fülle eben nicht genannten Maßnahmen
und, wie es Herr Peterson in der Saarbrücker Zeitung formuliert hat, „mit Sicherheit kommt noch die eine oder andere Überraschung“,
wird 2026 aus meiner Sicht ein Jahr der Entscheidungen, aber auch ein Jahr des Zusammenhalts.
Es stehen wichtige Themen für unsere Gemeinschaft und unsere Gemeinde an, die wir auch nur gemeinsam angehen können und angehen sollten.
Ohne jetzt weiter en detail auf diese Projekte eingehen zu wollen, möchte ich heute dennoch Ihre Vorfreude hierauf und auf das Jahr 2026 wecken.
So schaue ich persönlich z.B. mit großem Interesse dem Fortgang unserer städtebaulichen Projekte entgegen.
Ich möchte heute auch klar unterstreichen, dass wir als Team, in enger Zusammenarbeit mit Bürgerschaft, dem Gemeinderat, allen politischen Kräften und natürlich meinem Team im Rathaus, Bauhof, KiTa`s, Schule und und und
stets die Zukunft unserer Gemeinde im Blick haben.
Dabei sollten und werden wir uns weiterhin nach besten Kräften dafür einsetzen, dass Schwalbach nicht nur heute, sondern auch in den kommenden Jahren eine starke und lebenswerte Gemeinde bleibt für Sie, für uns, für unsere gemeinsame Zukunft!
Heute -bei dieser Gelegenheit- möchte ich mich aber auch bei Ihnen bedanken:
für Ihr Vertrauen, für Ihr Engagement und für Ihre Bereitschaft, in vielfältiger Funktion für unsere Gemeinde und an der Zukunft von Schwalbach zu arbeiten.
Und in diesen Dank schließe ich natürlich auch alle ein, die aus persönlichen Gründen leider heute nicht hier sein können und ich bitte Sie, meinen Dank und meine Wünsche auch an diese Damen und Herren mitzunehmen.
Lassen Sie uns auch im Jahr 2026 zusammenstehen, uns gegenseitig unterstützen und uns weiterhin für das Wohl unserer Gemeinde gemeinsam einsetzen!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026. Möge es ein Jahr des Miteinanders, des Fortschritts und der vielen kleinen, aber bedeutsamen Schritte sein, die uns gemeinsam weiterbringen.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich darauf, mit Ihnen gemeinsam ein erfolgreiches Jahr 2026 zu gestalten!
Vielen Dank und Glück Auf!
(es gilt das gesprochene Wort)