Nach rund fünf Monaten Umbauzeit ist in Kaulsdorf die neue Rettungswache feierlich ihrer Bestimmung übergeben worden. Mit einer kleinen Feierstunde wurde das Projekt offiziell abgeschlossen, das aus dem früheren Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr entstanden ist.
Bürgermeisterin Kerstin Barczus und Vorstandsvorsitzender Matthias Schmidt begrüßten die Gäste und erinnerten in ihren Festreden daran, dass bereits 2019 im Zuge der Planungen für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses über die Nachnutzung der bisherigen Räume nachgedacht wurde. Schon damals sei klar gewesen, dass die Bedingungen für die Rettungswache im alten Gebäude nicht optimal gewesen seien. Eine separate Garage sowie eine Wohnung im Dachgeschoss hätten die Abläufe erschwert und die Einsatzzeiten verlängert. Deshalb sei frühzeitig gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) über eine zukunftsfähige Lösung gesprochen worden.
Mit dem Umzug der Feuerwehr im Jahr 2024 wurde aus dieser Idee ein konkretes Vorhaben. Der Gemeinderat fasste 2025 den Umbau-Beschluss, anschließend wurden die Planungen vorangetrieben und die Ausschreibung vorbereitet. Ein besonderer Glücksfall ergab sich nach Angaben der Bürgermeisterin im Sommer 2025, als sich durch einen kurzfristigen LEADER-Projektaufruf noch zusätzliche Fördermittel beantragen ließen. Die Förderzusage über rund 130.000 Euro habe das Vorhaben maßgeblich ermöglicht. Die nachhaltige Nutzung der freigewordenen Immobilie und die deutliche Verbesserung der Arbeits- und Einsatzbedingungen für die Mitarbeiter sind für unsere Gemeinde ein großer Zugewinn.
Barczus dankte in ihrer Rede allen am Bau beteiligten Firmen für die zügige und zuverlässige Arbeit. Genannt wurden unter anderem die WWF Bau GmbH, die Firma Infum für Heizung und Sanitär, Puchert & Streitberger für die Elektroarbeiten sowie der Malerhof für Boden- und Malerarbeiten. Auch dem Planungsbüro INS sprach sie ihren Dank aus. Insgesamt seien rund 220.000 Euro investiert worden - gut angelegtes Geld, wie sie betonte.
Mit der neuen Rettungswache seien für die Einsatzkräfte nun moderne und funktionale Arbeitsbedingungen geschaffen worden. Zugleich werde der Standort langfristig für die Notfallversorgung in Kaulsdorf und Umgebung gesichert. Der Vorstandvorsitzende und Geschäftsführer des DRK, Hr. Matthias Schmidt und die Bürgermeisterin Kerstin Barczus wünschten allen Mitarbeitenden der Rettungswache stets eine sichere Rückkehr von ihren Einsätzen und würdigten die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverwaltung und dem DRK.
Weitere Grußworte überbrachten Maik Kowalleck (CDU) in Vertretung für den Landrat Marko Wolfram (SPD) und von der Polizei Inspektionsdienstleiter Stefan Erbse. Die Kaulsdorfer Pastorin Ina Winter sprach zum Abschluss ihren Segen für die Rettungswache und die Einsatzkräfte. Die neue Wache bietet neben Büro- und Aufenthaltsräumen auch Ruheräume, sanitäre Einrichtungen und einen Schulungsraum. Sie ist rund um die Uhr besetzt und dient künftig auch als Lehr- und Ausbildungswache.