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Kahlaer Nachrichten
Ausgabe 12/2026
Vereine und Verbände
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Nachlese zur 1150-Jahr-Feier der Stadt Kahla vom Partnerschaftsverein

Erlebnisreiche Tage während der Festwoche liegen hinter uns. Es war ein gelungener Höhepunkt im Festjahr 2026, der durch den Einsatz vieler Mitstreiter zu diesem wurde. Ich glaube, so ein Fest hat Kahla lange nicht erlebt, wenn denn überhaupt.

Wir, als Partnerschaftsverein, hatten Gäste aus den Partnerstädten Schorndorf und Castelnovo ne monti und deren Partnerstadt Voreppe, die wir als gute Freunde in Italien kennengelernt hatten. Insgesamt waren fast 60 Personen als Gäste der Festwoche in Kahla.

Unser Verein übernahm im Wesentlichen die Betreuung während der Festtage. Ein besonderer Dank geht an das Vereinsmitglied, Herrn Gauer, der mehrere Stadtführungen, ob in Jena, Weimar oder Kahla, mit den Gästen unternahm.

Die Aktivitäten des Vereins waren während der Festtage im Museum, wo wir an einem Stand Produkte der Partnerstädte anboten (leider konnten die Italiener aus organisatorischen Gründen nichts mitbringen). Außerdem gab es leichte alkoholische Getränke in Form verschiedener Bowlen.

Alles wurde von den Gästen im Museumshof gut angenommen. Hier gilt ein besonderer Dank an die Vereinsmitglieder, die bis zum Abend mit der Vorbereitung und dem Verkauf zu tun hatten.

Unbestrittener Höhepunkt war der Umzug am Sonntag. Hier lief eine Gruppe aller befreundeten Städte unter dem Namen „Partnerschaftsvereine“ mit. Leider waren die Kahlaer Mitglieder oft mehrfach engagiert, so dass nur ein kleiner Teil dabei war, die Gäste das aber wettmachten. Auf dem Bild ist die Gruppe vor der „heiligen Margarethe“ vor dem Bahnhof zu sehen.

 

 

Die Schorndorfer hatten ihre Trachtengruppe „Schorndorfer Weiber“ mitgebracht. Mit dieser hat es eine besondere Bewandtnis, geht es doch in der Historie auf das Jahr 1688 zurück. Damals zogen die Franzosen zu Beginn des Pfälzischen Krieges nach Württemberg, das ziemlich hilflos war. Sie zogen gewalttätig durchs Land und brannten sogar Städte nieder. So wurde auch die Feste Schorndorf bedroht. Jedoch die Schorndorfer waren nicht bereit, sich zu kapitulieren. Besonders eine Frau, Barbara Künkelin, tat sich damals hervor, indem sie alle Frauen Schorndorfs zusammen rief. Bewaffnet mit Mistgabeln, Messern, Hellebarden und Sicheln stürmten sie unter Barbara Künkelin mit den Worten „Tod den Verrätern“ das Rathaus. Nun gaben die Weiber in Schorndorf den Ton an. Als am 17. Dez. 1688 die Franzosen aufmarschierten, warteten sie vergebens auf die Übergabe. Da ihnen die schweren Geschütze fehlten, mussten sie abziehen, Schorndorf war durch den Mut der Frauen gerettet.

Soviel ein kurzer Einblick in die Geschichte unserer Partnerstadt und zum Begriff „Schorndorfer Weiber“. Auf dem Bild sind die „Schorndorfer Weiber“ in ihren Kostümen zu sehen.

 

 

Außerdem wäre noch anzumerken, dass wir den Schorndorfer OB, Herrn B. Hornickel, und den italienischen Bürgermeister, Herrn Emanuelle Ferrari, sowie den ehem. Bürgermeister von Voreppe, Herrn Luc Remond, begrüßen konnten. Alle zeigten sich sehr angetan von der gastfreundlichen Atmosphäre in Kahla und ihren aufgeschlossenen Bürgern.

Ich denke, wir alle haben damit für unser Kahla eine sehr gute Außenwirkung erreicht. Nochmals vielen Dank an alle Helfer und Mitstreiter sowie die Verantwortlichen der Stadtverwaltung Kahla im Namen des Partnerschaftsvereins Kahla e.V.

1. Vorsitzender Dieter Stops