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Kahlaer Nachrichten
Ausgabe 18/2026
Vereine und Verbände
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Sportanglerverein

 

Jede Chronik endet nicht in der Gegenwart - sie wird von den Sportfreunden mit Blick auf die Zukunft fortgeschrieben!

Nun ist es so weit: In insgesamt 63 Ausgaben durfte ich aus der Chronik des Kahlaer Sportanglervereins 1924 e.V. berichten.

Angefangen bei der Gründerzeit im Jahr 1924 bis hin zum großen 100. Jubiläumsjahr 2024 und darüber hinaus habe ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf diese historische Reise mitgenommen und zwischendurch immer wieder über unsere aktuellen Vereinsaktivitäten informiert.

Nun bin ich an einem Punkt angelangt, an dem Berichte über die jüngste Vergangenheit zu einer bloßen Wiederholung der letzten Ausgaben führen würden. Schließlich wurde über Meilensteine wie unsere 100-Jahr-Feier oder den Einsatz unserer „Gewässerverbesserer“ an der „Lache“ im April 2026 erst kürzlich ausführlich berichtet.

Von einer „Bierlaune“ zum 300-Gigabyte-Archiv

Wenn ich heute darauf zurückblicke, wie es überhaupt dazu kam, die mittlerweile 102-jährige Vereinsgeschichte aufzuarbeiten, war mir anfangs gar nicht bewusst, welch immense Arbeit vor mir lag. Alles begann vor unserer 75-Jahr-Feier im Jahr 2000. Damals entstand aus einer sprichwörtlichen „Bierlaune“ heraus zwischen dem damaligen Vereinsvorsitzenden, Sportfreund Udo Gudd, und seinem „Pressechef“ eine Idee: Für den „Kalender 2000 - Ansichten von Kahla“ sollten die Rückseiten genutzt werden, um aus der Vereinsgeschichte zu berichten.

Mancher eingeweihte Sportfreund mag nun denken: „Na ja, da gibt es doch seit der Gründung unzählige Akten!“ Doch genau darin lag und liegt das Problem für jeden Chronisten.

Wer Udo kannte, weiß: Er hatte für all seine Visionen die richtigen Leute, die sie am Ende in die Tat umsetzten.

 

 

Da der Platz auf den Kalenderrückseiten begrenzt war, blieb es zunächst bei einer Kurzversion - obwohl schon diese Unmengen an Zeit verschlang. Später entwickelte der Vereinsvorsitzende den Ehrgeiz, alle Vorstandsmitglieder seit der Gründung lückenlos zu erfassen, um sie im Vereinsheim zu verewigen. Nun, am Ende zählt eben das Ergebnis!

Ein digitaler Schatz für die Zukunft

Als dann unsere 100-Jahr-Feier näher rückte, waren seit der ersten Kurzversion im Jahr 2000 weitere 25 Jahre vergangen, mein eigener Ehrgeiz war geweckt, noch einmal deutlich tiefer in die Recherche einzusteigen. Dabei kam mir meine frühe Mühe nach der Wiedervereinigung zugute, alte Dokumente am PC zu digitalisieren. Unvergesslich bleiben für mich auch die persönlichen Erlebnisse und Gespräche mit den teils Gründungsmitgliedern, die in den Anfang der 1980-iger-Jahre noch lebten.

Ihre Begeisterung, mit der sie aus vergangenen Zeiten erzählten, sowie die bereitgestellten Belege, Fotos und Dokumente waren Gold wert.

Wenn ich heute auf meine Datenbank blicke, die mittlerweile fast 300 Gigabyte umfasst, kann ich auf einen wahrhaft riesigen Fundus der Vereinsgeschichte seit 1924 in Wort und Bild zugreifen. Seit 1982 führe ich dieses Archiv zudem aus eigenem Erleben fort.

Dieser Schatz hat es mir ermöglicht, die vergangenen 63 Ausgaben der Chronik möglichst lebendig zu gestalten.

Mehr als „nur Angeln“

Auch wenn die historische Serie hiermit endet: Natürlich wird es auch in Zukunft regelmäßige Veröffentlichungen über die Aktivitäten unseres Vereins geben.

Ich bedanke mich von Herzen bei allen interessierten Lesern für die vielen anregenden Gespräche und Rückfragen zu den Artikeln. Sie haben letztlich gezeigt und ins Bewusstsein gerückt, dass wir Angler eben weit mehr tun, als „nur Fischen zu gehen“.

Und all jenen, die sich vielleicht darauf spezialisiert haben, mir den einen oder anderen Rechtschreibfehler nachzuweisen, sei augenzwinkernd verziehen: Ich habe nie den Anspruch erhoben perfekt zu sein, bin einfach ein Sportfreund im Kahlaer Sportanglerverein wie jeder andere auch - mit dem kleinen Unterschied, dass ich selbst keinen Fisch aus dem Wasser ziehe.

In diesem Sinne:

„Petri Heil!“

Wir lesen uns wieder in der kommenden Ausgabe über das „Vereinefest am Saalewehr“ anlässlich unseres Stadtjubiläums.

Bleiben Sie interessiert!

Dieter Melzer sen.

P/Ö