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Kahlaer Nachrichten
Ausgabe 2/2026
Vereine und Verbände
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Sportanglerverein Kahla e.V.

Der Landrat Andreas Heller bedankt sich bei den Lebensrettern.

Im Rahmen einer Veranstaltung unserer Jugendgruppe, im Ergebnis vielfältiger Initiativen in den Schulen und darüber hinaus hatte, war unsere Jugendgruppe 24 Kinder und Jugendliche stark, die Ehefrau unseres Sportfreundes Werner Buchwald bedankt sich persönlich bei jenen Ersthelfern welche Werner Erstversorgt haben bis zum Eintreffen der Rettungssanitäter, ihm wahrscheinlich dadurch das Leben gerettet haben.

19.01.1924

102 Jahre

Sportanglerverein Kahla e.V.1924

19.01.2026

102 Jahre

Umwelt- und Naturschutz in Kahla

Kräftige Winde nicht nur ums Vereinsgelände am „Saalewehr“

2008, in jenem Jahr fegte ein Kräftiger Sturm durch unser Saaletal, viele werden sich erinnern an die 2 Bergahorn auf der Wiese im Vereinsgelände, infolge des Sturmes einer der beiden riesigen Bäume brach, sich so in den 2. Baum verkeilte und dadurch so schädigte, dass es aus Sicherheitsgründen nicht anders schien als beide zu Fällen.

Nach den erforderlichen Behördengängen wurde ein Einsatz im Vereinsgelände organisiert um mit wirklich Sachkundigen, nicht nur im Umgang mit der Kettensäge, beide Bergahorn Fachgerecht zu Fall zu bringen.

Noch am frühen Morgen erschien dies als riesige Aufgabe für einen Samstag, das Ziel war ein möglichst „aufgeräumtes“ Vereinsgelände am Einsatztag zu verlassen.

Durch die gute Organisation durch den Heimwart, die Bereitschaft und Mitarbeit der beteiligten Sportfreunde diese Maßnahme unfallfrei zu absolvieren, war es nahezu ein Lehrbeispiel für die Ausführung solcher Arbeiten.

Es wurden Teams gebildet, welche am Ende Hand in Hand arbeiteten, zwei Sportfreunde mit der Kettensäge, welche bis hin zum Entfernen der Äste freie Arbeit hatten.

Das 2. Team war damit beschäftigt die Äste zum Verbrennen zu Häufen.

Ja, besonders begehrt war die Aufgabe des nächsten Teams darauf zu achten das angefachte Feuer, der wirklich riesige Haufen brennender Äste, nicht außer Kontrolle gerät.

Team 3 arbeitete am Spalten sowie der Lagerung der Scheite.

Und mal ehrlich, gegen 15.00 Uhr war selbst die Wiese mit dem Rechen nahezu „Besenrein“ vom Sägemehl der Kettensägen, das Feuer so weit, dass sich nur noch eine Feuerwache bis 22.00 Uhr erforderlich machte. Das war eine Klasse Leistung der beteiligten Sportfreunde!

Ja, Angeln ist wie bereits gesagt mehr als nur Fische aus dem Wasser ziehen, Angeln, und das ist leider nicht nur ein Einzelfall, Angeln kann auch Lebensbedrohlich werden!

Diese wirklich schmerzhafte Erfahrung musste leider auch ein Sportfreund des Kahlaer Sportanglervereines machen.

So geschehen am 19.09.2008 in Kahla.

Unser Sportfreund Werner Buchwald hatte diesen Tag eigentlich ein entspanntes Angeln an der „Saale“ erleben zu wollen, dies beinahe mit seinem Leben bezahlt!

Hier wird es kompliziert über jenes Ereignis zu berichten, zu viel lief seinerzeit nicht so wie erwartet, entsprechend der Ereignisse sowie Aussagen von augenscheinlichen Zeugen der Ereignisse.

Ja, es gab den Zeugen welcher auf Grund von Schussgeräuschen aus Richtung „Saale“, die Jagd mittels seines Fernglases das Geschehen vom Balkon in der Rudolstädter Straße aus bis zum Geschehen des Angriffes der Wildsau, was anschließend geschah, beobachten konnte.

Was war geschehen!?

Unser Sportfreund Werner Buchwald wollte ein entspanntes Angeln hinter dem „Saalewehr“ erfahren, nichts ahnend das eine angeschossene Wildsau, so Werner selbst aussagend, aus der „Saale“ heraus ihn unmittelbar angriff, ihn derart verletzte das er ohne schnelle Ersthilfe, auch und vor allem der Rettungskräfte, sicherlich daran verstorben wäre, so die Einschätzung des ärztlichen Gutachtens des Uniklinikum Jena.

Unbedingt zu erwähnen das Werner beim Angriff der Wildsau Geistesgegenwärtig reagierte, was sicherlich zur Rettung seiner selbst beigetragen hatte!

Manfred Meißner, Vorsitzender des Motorsportvereines, seine Gattin wie auch der Autor haben die äußerst schweren Verletzungen durch die Wildsau gesehen, waren an jenem Tag im jeweiligen Vereinsgelände beschäftigt, ihn Hilferufend, haben sie Werner bis zum Eintreffen des Notarztes im Vereinsgelände der Kahlaer Sportangler, da niemand wusste ob sich die Wildsau noch in der Nähe des Geschehens im Maisfeld aufhielt, Erstversorgt um die wirklich extremen Blutungen aus der Vielzahl der tiefen Wunden zu stoppen, Werner immer wieder aus der Ohnmacht zu holend.

Ja, im Nachhinein war ich meinem Arbeitgeber Dankbar, dankbar dafür das ich alle 2 Jahre eine Weiterbildung als Ersthelfer durch das „Rote Kreuz“ erfahren habe, dadurch so Funktionieren konnte, um all das Geschehene zu bewältigen, selbst nach Erscheinen der Rettungssanitäter und Ärzte zum „Patienten“ geworden, dies ist aber eine andere Geschichte!

Wie kam es zu dem schrecklichen Unfall?

Unbestritten ist die Jagd 2er Jäger in der Flur Kleineutersdorf, und jetzt beginnt jenes, was selbst nach so vielen Jahren eine sachliche Darlegung über das Geschehene noch immer unmöglich scheint, es hat sich scheint es bis heute nichts geändert, was verschiedene Ereignisse betrifft …..!?

Die Jäger bejagten in der Flur Kleineutersdorf eine Wildsau, diese ob nun angeschossen oder nicht, sprang in die Saale, Stom abwärts an der Angelstelle unseres Sportfreundes Buchwald verlies die Wildsau die Saale in die Flur Kahla, verschwand nach dem Angriff auf den Angler im angrenzenden Maisfeld.

Ein solcher schwerer Unfall ist natürlich in aller Munde, in der OTZ wurde mit einer kurzen Mitteilung darüber berichtet, in der Bevölkerung darüber diskutiert und am Ende unseren Sportfreund für Verstorben erklärt an den Unfallfolgen ...

Aufklärend für die Kahlaer sollte eine Mitteilung des Vereines in den „Kahlaer Nachrichten“ erscheinen.

Vom Vereinsvorsitzende beauftragt fertigte das zuständige Mitglied des Vorstandes eine Mitteilung der Ereignisse für die Bevölkerung in Kahla für die „Kahlaer Nachrichten“.

Im Gespräch darüber waren sich beide einig, da die mutmaßlich beteiligten Jäger öffentliche Personen waren, den Entwurf der Pressemitteilung unseres Vereines für die „Kahlaer Nachrichten“ zunächst nur dem Landrat des Saale- Holzland- Kreises zur Einsicht zu geben, mit der Bitte eine Entscheidung treffend, ob und in jener Form diese offizielle Pressemitteilung des Vereines veröffentlicht werden solle, um keinen politischen Schaden anzurichten.

Nun, sicherlich hat der Landrat zur Klärung des Ereignisses entsprechende Gespräche mit den mutmaßlichen Beteiligten gesucht, so blieb der Inhalt des Entwurfes der Pressemeldung nicht mehr wie erwartet im kleinen Kreis, dem Vorsitzenden des Vereines sowie dem Landrat, wurde das Ereignis zum Politikum selbst bis in die Staatskanzlei des Freistaates Thüringen, Rechtsanwälte und das Gericht wurden beschäftigt, der Vereinsvorsitzende sowie sein Pressechef machten Bekanntschaft mit dem Paragraph188 des STGB.

Nun ja, der Zeuge wurde nicht zur Verhandlung geladen, die Wildsau wurde nicht gefunden, wer würde auch in einem Maisfeld nach einer Wildsau suchen, zumal nach Aussage des Geschädigten angeschossen …!? „Bedauerlich das Geschehene aber vergessen sie alles“, so erschien es am Ende?

Werner war seit diesem Erlebnis nicht wieder Angeln, blieb seinem Verein aus Vereinsverbundenheit jedoch Treu.

Ja, bei allem, was die Ausübung des Angelsportes an Entspannung in der Natur bringt, dem Erleben den Fisch des Lebens am Haken zu haben, auch solch Ereignisse sind leider kein Einzelfall!

Es sind derweil so viele Jahre vergangen, in der Hoffnung sachlich ohne Schuldzuweisung über dieses Ereignis berichtend, nicht nochmals mit dem Paragraf 188 beschäftigt zu werden!

Daher Sportfreunde, frönt dem Angelsport und kommt immer wieder gesund zu Euren Familien!

In diesem Sinne: „Allzeit Petri Heil!“

Bleiben Sie interessiert

Dieter Melzer, sen.

P/Ö