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Königseer Zeitung
Ausgabe 13/2020
Gestaltung Seite 2
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Grußwort des Bürgermeisters

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Königsee und ihrer Ortsteile, liebe Königseer!

Vor uns liegt die Weihnachtszeit, die sich überall mit stimmungsvoll leuchtenden Lichtern und Adventsschmuck ankündigt.

Weihnachten 2020 wird wohl etwas Besonderes und nicht wie gewohnt. Nicht nur, weil es ein ungewöhnliches und anstrengendes Jahr für alle war und Erholung im Kreise der Familie, wenn auch eingeschränkt, einen besonderen Stellenwert hat. Sondern auch weil viele direkte Begegnungen im Berufs- und Privatleben nicht stattgefunden haben oder nur virtuell bzw. online erfolgt sind.

Dieses Jahr hat uns allen viel abverlangt und uns vor ungekannte Herausforderungen gestellt. Das COVID-19-Virus, welches den ganzen Planeten beschäftigt. Ein Virus, dass die Welt wie wir sie kennen völlig aus dem Gleichgewicht bringt. Die Kinder sind all zu oft Zuhause, stellen auch Fragen nach dem warum, worauf keiner wirklich eine Antwort kennt.

Im Moment läuft die Wirtschaft in unseren Breiten zum Glück noch recht stabil. Aber wie lange kann das noch so gehalten werden? Werden die vielen kleinen Firmen und Selbständigen, vor allem in den besonders betroffenen Bereichen wie Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungsbranche, diese Krise überstehen? Wer zahlt am Ende die Zeche?

Wir können uns nicht mit Gedanken an den nächsten Urlaub positiv stimmen – denn keiner weiß, ob, wann und wie der nächste Urlaub überhaupt stattfinden kann. Selbst der Gedanke an Weihnachten stimmt nicht wirklich hoffnungsvoll, da man sich in diesem Jahr entscheiden soll, mit wem man feiert und mit wem nicht. Denken Sie bitte besonders zu Weihnachten mit kleinen Gesten und Telefonaten an einsame Menschen in ihrer Umgebung. Großeltern, die in diesem Jahr zum Jahreswechsel ihre Enkel nicht sehen dürfen und deshalb sehr traurig sind.

Aus meiner Sicht ist es ebenfalls sehr wichtig, dass das Vereinsleben nicht gänzlich zum erliegen kommt. Verlieren Sie bitte nicht die nötige Motivation und die Hoffnung, dass es auch ein Vereinsleben nach dieser Zeit der Einschränkungen geben wird und auch geben muss. Der Schaden wäre vor allem für unseren ländlichen Raum, der von Vereinen und deren Arbeit geprägt ist, immens. Die Gemeinschaft lebt zum Großteil vom Ehrenamt, also von all jenen, die Ihren Beitrag für ein lebenswertes Miteinander leisten ohne auf die Uhr zu schauen oder private Interessen in den Vordergrund zu rücken. Verlieren Sie bitte nicht den eigenen Ansporn und bleiben Sie aktiv.

In unserer Stadt ist dennoch einiges passiert im nun endenden Jahr 2020.

Es wurde in Königsee und den Ortsteilen viel gebaut. So konnten endlich die Sanierung der städtischen Wohnhäuser in der Lindenstraße und viele Verbesserungen im Waldseebad in Angriff genommen werden. Die Ortsstraße um die Kirche in Unterschöbling, die Turnhalle am Waldhaus, die Buswendeschleife in Thälendorf, der Abriss der Brache in Lichta seien bespielhaft genannte Projekte, wie auch der Weiterbau in und am Barigauer Turm sowie die Sanierung einzelner Wege, Straßen und Plätze in Königsee und den Ortsteilen. In den Ortsteilen gab es zusätzlich wieder zahlreiche Initiativen der Einwohner, die sich sehen lassen können und das Gesamtbild unserer Orte weiter verschönern. Dafür möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofes, den Ortsteilbürgermeistern und Ortsteilräten, den örtlichen Vereinen sowie allen ehrenamtlichen Helfern meinen herzlichen Dank aussprechen. Einen Jahresrückblick können Sie sich im Infokanal oder auf www.koenigsee.de ansehen.

Ich denke, dass wir auch im Stadtrat und den Ausschüssen auf einem sehr guten Weg sind, eine zielführende Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu erhalten und zu pflegen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

lassen Sie sich nicht von den Sorgen durch das Corona-Virus das frohe Fest verderben. Schauen Sie optimistisch in die Zukunft. Lassen Sie uns diese Zeit nutzen, um zum eigentlichen Sinn der Weihnacht zurückzufinden. Nutzen wir die verordneten Einschränkungen als Chance, die seit langem vorherrschende Lebensweise des übertriebenen Konsums und des übermäßigen Verbrauchens zu überdenken.

Ein besinnliches Zusammensein mit der Familie braucht nicht viel, kann uns aber sehr viel geben. Die Familie gibt uns Kraft, bringt uns Trost, Ermutigung und Orientierung in diesen schwierigen Zeiten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein friedvolles Weihnachtsfest, und ein besseres, vor allem gesundes Jahr 2021.

Ihr Bürgermeister Marco Waschkowski