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Amtsblatt der Gemeinde Südeichsfeld
Ausgabe 3/2025
Aus den Ortschaften
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Veranstaltungen

Der Saal der Festhalle in Wendehausen war zur Grenzöffnungsfeier gut gefüllt.

Erinnerungsbild mit den Politikern aus Thüringen und Hessen.

Freudig und nachdenklich stimmender Anlass gebührend gewürdigt

Von Reiner Schmalzl

Wendehausen. Mit rund 200 Gästen aus dem Unstrut-Hainich-, Werra-Meißner-, Wartburg- und Eichsfeldkreis haben die Wendehäuser und Heldraer die Grenzöffnung zwischen ihren getrennten Orten in Thüringen und Hessen gefeiert. „Man kannte die Grenze und dürfe sie auch nicht vergessen“, sagte Wendehausens Ortschaftsbürgermeister Bertram Müller zur Eröffnung des Feier in Erinnerung an den 35. Jahrestag der Grenzöffnung am 11. März 1990.

Solche Zusammenkünfte der Menschen hier in unmittelbarer Nachbarschaft seien viel wichtiger gegenüber gewissen Vorgängen in der großen Weltpolitik, erklärte Südeichsfeld-Bürgermeister Andreas Henning. Auch das gemeinsam mit den Städten Treffurt und Wanfried auf den Weg gebrachte Radwegprojekt würde die Menschen weiter zusammenführen. Zudem wolle man mit der am 4. April vorgesehenen Eröffnung des Info-Pavillons am Grenzblick in Katharinenberg das Grüne Band und die ehemalige innerdeutsche Grenze insbesondere für die nachfolgenden Generationen stärker in den Fokus rücken. „Lasst uns die vor 35 Jahren errungene Einheit, Freiheit und den Frieden jedes Jahr aufs Neue feiern“, appellierte Henning.

„In immer schwieriger werdenden Zeiten und globaler Unsicherheiten, in denen Krieg und Autokratien immer mehr zunehmen würden, kommt es auf uns an. Wir müssen Europa stärken“, erklärte Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Da sei die Verbindung zwischen Wendehausen und Heldra schon etwas Besonderes. Deshalb dankte er den Einwohnern und Vereinen beider Orte sowie seinen Amtskollegen in Treffurt, im Südeichsfeld, Geismar und Weißenborn für die gelebte Zusammenarbeit. „Wir haben uns von Länder- und Zeitungsgrenzen nicht abhalten lassen, die Einheit zu gestalten“, erklärte der neu gewählte Abgeordnete des Bundestages. Er habe die Hoffnung, dass die jetzt handelnden Akteure in Berlin wissen würden, was die Stunde geschlagen habe. „Ich werde die Vernunft von unten mit nach Berlin nehmen.“ Er wolle neben seinem Wahlkreis Werra-Meißner - Hersfeld-Rotenburg auch die Freunde in Thüringen mit einschließen und deren Interessen vertreten.

Der Thüringer Landtagsabgeordnete Jonas Urbach und Treffurts Bürgermeister Michael Reinz richteten ebenfalls Grußworte an die Teilnehmer der Grenzöffnungsfeier, die von den Heuberg-Musikanten sowie vom Carnevals- und Sportverein Wendehausen umrahmt wurden. Nachdenklich stimmte wiederum eine Bilddokumentation von Ulrike Thon (Wendehausen) und Jürgen Katzer (Wanfried).