Wendehausens Organist Karl-Josef Montag an der Orgel der Johanniskirche in Heldra.
Auftritt des Gebärdenchores „Singende Hände" aus Eschwege.
Von Reiner Schmalzl
Heldra/Wendehausen. Zum 36. Mal jährte sich im März die Öffnung der innerdeutschen Grenze zwischen Wendehausen im damaligen Kreis Mühlhausen und Heldra im hessischen Werra-Meißner-Kreis. Traditionell wurde der Jahrestag mit einer Gedenkveranstaltung diesmal in Heldra begangen. Zunächst wurde zu einer musikalischen Führung in die Johanniskirche eingeladen, die Ute Walter (Flöte) aus Heldra und Karl-Josef-Montag (Orgel) aus Wendehausen musikalisch umrahmten. Der Heimatverein hatte unter Regie von Jascha Eckern das kleine Dorfmuseum geöffnet.
Im Heldraer Bürgerhaus schloss sich die Grenzöffnungsfeier mit Kaffeetafel und einem Auftritt des Gebärdenchores „Singende Hände" aus Eschwege an. Heldras Ortsbeirat und die Vereine hießen dazu wieder alle Gäste aus Wendehausen und Umgebung herzlich willkommen. Als bisheriger Ortsvorsteher bedauerte Heldras Ortsvorsteher Stefan Schein, dass während seiner Schulzeit zu wenig von der DDR-Geschichte vermittelt worden sei.
„Wir wollen gemeinsam der Grenzöffnung gedenken und dass die Menschen der DDR 1989 nicht umsonst auf die Straße gegangen sind", sagte Südeichsfeld-Bürgermeister Andreas Henning. Gleichzeitig würdigte er das Engagement des Heimatvereins Wendehausen, im Mahnmal Grenzturm die Schicksale nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Dies geschehe auch im neu gestalteten Informationszentrum „Grenzblick Katharinenberg". Weitere Grußworte richteten Wendehausens Ortschaftsbürgermeister Bertram Müller sowie Wanfrieds Bürgermeister Thilo Vogt an die Gäste der Grenzöffnungsfeier.