Der Schüler Henri Hohlbein hilft Andreas Klotz vom Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal beim Bau eines Nistkastens.
Richtig kreativ werden konnten die Kinder beim Bemalen von Porzellanschalen.
Neue Nistkästen und ein Stationspfad zum Vogelparadies im Südeichsfeld
Von Reiner Schmalzl
Heyerode. Gerade noch rechtzeitig für eine zweite oder gar dritte Brut von Garten- oder Waldvögeln in diesem Sommer könnten die Nistkästen kommen, die während des Schulfestes in der Thüringer Gemeinschaftsschule Südeichsfeld in Heyerode gebaut worden waren. Mit einem Stand war dort nämlich ein Team vom Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal vertreten. Geschickt durften sich die Mädchen und Jungen mit Hammer und Schere beim Bau von Kinderstuben für die heimische Vogelwelt beweisen. „Wir haben über 80 Bausätze für Nistkästen, Futterstationen und Insektenhotels dabei“, sagte Andreas Klotz aus Faulungen. So gingen unter anderem Henri Hohlbein und seine Brüder Willi und Emil mutig zu Werke, um ihren gefiederten Freunden am Sengelsberg oder in Gärten neue Nistmöglichkeiten schaffen zu können.
Doch nicht nur den Drillingsjungen aus der zweiten Klasse kam das Schulfest-Motto „Wir sind Naturfreunde“ mehr als gelegen. „Das Thema passt in diesem Jahr ganz besonders gut, denn in Heyerode hat sich eine neue Gruppe engagierter Naturfreunde gegründet“, sagte Eileen Stephan, die Leiterin des Primarbereiches der Schule. Mit viel Herzblut kümmere sich die Gruppe um die Pflege und den Erhalt der Natur und Wanderwege. Die Schule sei stolz darauf, Teil dieses Projektes sein zu dürfen. So habe man jüngst auch die Patenschaft für die Hochbeete auf dem neuen Spielplatz am Bürgerhaus übernommen.
In die Obhut der professionellen Naturfreunde haben die Schulkinder ihre während der Waldjugendspiele gewonnene Zitterpappel übergeben. Diese soll einen geeigneten Platz auf dem Gelände des Hallunger Waldbades finden. Auch der Schulförderverein unterstützt die Projekte, um beispielsweise für das Vogelparadies Informationsmaterial für Wanderer bereitzustellen. Angebracht werden sollen bereits in den nächsten Tagen zwischen dem Bahneinschnitt aus Richtung Diedorf und dem Vogelparadies kleine Stationstafeln mit Informationen zum Rotkehlchen, Buntspecht, Star, Spatz und zur Amsel. Über angebrachte QR-Codes lassen sich sogar die verschiedenen Vogelstimmen anhören. Und der Stationspfad als naturpädagogisches Angebot darf sich dann „Heute geh’n wir bis zum Spatz“ nennen.
Fotos: Reiner Schmalzl