Orgelspieltisch St. Michael und Teilnehmer der Orgelfahrt
Der Förderverein der Kirchenmusik an der Wendelinusbasilika lud zu einer Orgelerkundungsfahrt zu drei ausgesuchten Orgeln im Nahetal ein. Erste Station war St. Walburga in Idar-Oberstein, ein Sakralbau aus den 1960er Jahren mit frisch restaurierter Orgel. Charlotte Janson, Dekanatskantorin, stellte das Instrument mit seinen 1214 Pfeifen vor. Stefan Klemm, Kantor der Wendelinusbasilika, spielte musikalische Impulse zu den verschiedenen Orgelteilen, zunächst als Organo pleno, gefolgt von den Prinzipalstimmen, den Flötenpfeifen, Streicher- und Zungenstimmen und den Aliquoten.
Nächste Station war St. Pankratius in Kirn. Die dortige Stumm-Orgel aus dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde 2024 durch die Firma Raab & Planz aus Bad Kreuznach restauriert. Sie umfasst 33 Register und 3 Manuale. Kirchenmusiker Peter Janson gab interessante Einblicke und Details rund um die Orgel preis. Stefan Klemm präsentierte die Orgelvielfalt vom Imitat einer Nachtigall (Komponist Paglietti) bis zum Rondo a la Celtica von Stamm.
Nach einem Picknick direkt an der Nahe bei Hochstetten-Dhaun und dem Besuch des Kurparks in Bad Kreuznach stand der Besuch der dritten Orgel in Hochstetten-Dhaun, St. Michael, an. Die Kirche aus dem Jahr 1965 beherbergt eine restaurierte Stumm-Orgel mit 33 Registern und 2512 Pfeifen. Die Bezeichnung Hybridorgel rührt aus der Besonderheit, dass neben den herkömmlichen Registern auch auf ein elektronisches Register zugegriffen werden kann. Als musikalischen Impuls zur Darstellung der Orgelbestandteile wählte Klemm mit den Streicherstimmen „Der Mond ist aufgegangen“, Improvisationen zu „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ (Aliquoten) und zum Schluss „Bolero – Nun danket alle Gott“.
In Hackenheim wurde die Orgelkundefahrt mit einem geselligen Beisammensein beendet. Der Förderverein dankt Stefan Klemm für die Vorbereitung, das Aussuchen der musikalischen Beiträge und das Erklären und Spielen vor Ort. Es war eine gelungene Veranstaltung.