Am 30. Mai richtete der Ortsverband St. Wendel des Technischen Hilfswerks seinen ersten Anforderertag aus.
Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Behörden, Organisationen und Einrichtungen folgten der Einladung des THW und nutzten die Gelegenheit, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Ortsverbandes kennenzulernen.
Ziel der Veranstaltung war es, die Zusammenarbeit zwischen dem THW und potenziellen Anforderern weiter zu stärken. Denn gerade in Krisen- und Schadenslagen ist es entscheidend, bereits im Vorfeld die Ansprechpartner, Fähigkeiten und Einsatzoptionen der beteiligten Organisationen zu kennen. Unter dem Motto „In Krisen Köpfe kennen“ stand daher der persönliche Austausch ebenso im Mittelpunkt wie die Vorstellung der technischen und personellen Möglichkeiten des THW.
Zum Auftakt stellte der Fachberater des THW, Werner Roth, die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sowie deren Aufgaben im Bevölkerungsschutz vor. Dabei erläuterte er insbesondere die Möglichkeiten der Anforderung von THW-Kräften, die verschiedenen Unterstützungsleistungen sowie die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen der Zusammenarbeit. Auch Fragen zu Einsatzabläufen, Alarmierungswegen und Abrechnungsmodalitäten wurden ausführlich behandelt.
Im Anschluss wurden die Gäste in insgesamt sechs Gruppen eingeteilt, die nacheinander die verschiedenen Stationen des Ortsverbandes besuchten. Dort präsentierten die Einsatzkräfte ihre Fachgruppen, ihre Ausstattung sowie typische Einsatzszenarien aus dem Alltag.
Hierbei besuchten sie die Stationen des Zugtrupps, der Bergungsgruppe sowie der Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung, Räumen und Elektroversorgung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Arbeit des Baufachberaters. Dieser erläuterte seine Rolle bei der Beurteilung von Gebäudeschäden und Bauwerken nach Unfällen, Bränden, Unwettern oder anderen Schadensereignissen.
Während der Besichtigungen der Stationen standen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer den Gästen für Fragen zur Verfügung und berichteten aus ihrer praktischen Einsatzerfahrung. Dies führte zu zahlreichen Fachgesprächen und einem intensiven Austausch über mögliche Einsatzszenarien und Unterstützungsleistungen.