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Blickpunkt St Wendel
Ausgabe 4/2026
Aus unserer Stadt
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SPD bringt neuen Grundschulstandort ins Spiel

SPD St. Wendel fordert realistische Perspektiven für marode Grundschulen

Beim Neujahrsempfang der SPD St. Wendel hat der Fraktionsvorsitzende Marc André Müller deutliche Worte zum Zustand mehrerer Grundschulstandorte in St. Wendel gefunden. Besonders kritisch äußerte er sich zur Situation in Oberlinxweiler.

„Das komplette Kellergeschoss ist wegen gesundheitsgefährdendem Schimmel gesperrt. Gleichzeitig käme der Ausfall der Heizungssteuerung faktisch einer Schulschließung gleich, weil sie nicht mehr repariert werden kann“, so Müller, der fordert: „Dieser Schulstandort braucht dringend eine realistische Perspektive!“

Auch die Nikolaus-Obertreis-Grundschule wurde thematisiert. Bereits seit 7 Jahren sei der Stadtrat sich einig, dass der derzeitige Standort keine Zukunft habe. „Trotzdem ist bis heute keine Lösung in Sicht. Das ist schwer vermittelbar“, kritisiert Müller.

Die SPD bekräftigte erneut ihre bevorzugte Lösung eines Neubaus auf dem alten Bosenbachgelände, um einen echten Bildungscampus zu schaffen. Da Vorschlag im Rat aber seit Jahren blockiert werde, bringe die SPD nun zusätzlich das ehemalige Sportplatzgelände im Pappelweg in Alsfassen ins Spiel. Ursprünglich sei dort ein Neubaugebiet geplant gewesen, für das sich mangels Nachfrage - der Markt an Neubaugebieten in St. Wendel ist durch den Abendstall und den Lanzenberg mehr als gesättigt - jedoch keine Investoren gefunden hätten.

„Diese Überlegungen kommen nicht aus dem luftleeren Raum“, betonte Marc André Müller. Sie seien Ergebnis der Zukunftswerkstatt, die die SPD-Fraktion im Dezember gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt habe. „Dabei wurde sehr deutlich: Investitionen in Bildung haben für die Menschen in unserer Stadt oberste Priorität, denn alle wünschen sich modern ausgestattete Schulen, in denen unseren Kindern das Lernen Spaß macht.“ Durch die 12,8 Millionen Euro Sondervermögen, das der Bund zur Verfügung stelle, seien neue finanzielle Spielräume entstanden.

Mit überschaubaren Infrastrukturmaßnahmen könne dort eine Grundschule entstehen, ohne Anwohner durch den Verkehr übermäßig zu belasten. „Unsere Kinder verdienen eine modern ausgestattete und zukunftsfeste Schule, in der sie gut und gerne lernen können. Diese wichtige Aufgabe darf nicht weiter in die Zukunft verschoben werden“, so Müller.