Das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ des Bundes eröffnet Kommunen die Möglichkeit, Investitionen in ihre Sportinfrastruktur mit Fördermitteln umzusetzen. Auch für Sankt Wendel wurden entsprechende Maßnahmen beantragt. Die SPD-Stadtratsfraktion begrüßt dabei mehrere der vorgesehenen Projekte im Sportzentrum ausdrücklich.
„Wir halten es für richtig und sinnvoll, Fördermittel für die Erneuerung des Kunstrasenplatzes, die energetische Sanierung des Sportheims und den Austausch der Flutlichtanlagen durch moderne LED-Technik zu nutzen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc André Müller. Diese Maßnahmen seien nachhaltig, kämen den Vereinen zugute und stärkten insbesondere den Freizeit- und Breitensport.
Deutlich kritischer bewertet die SPD hingegen die geplante Erneuerung der Gegentribüne im St. Wendler Sportzentrum. Für dieses Teilprojekt sind Kosten in Höhe von rund 576.000 € veranschlagt. Aus Sicht der Sozialdemokraten handelt es sich dabei um eine falsche Schwerpunktsetzung. „Eine Tribünenanlage ist für den Freizeit- und Breitensport nicht notwendig. Angesichts unserer finanziellen Lage ist das ein Luxus, den sich die Stadt derzeit nicht leisten kann“, so Müller.
Sankt Wendel befinde sich in einer Haushaltsnotlage, gleichzeitig gebe es erhebliche Investitionsrückstände in anderen Bereichen der städtischen Infrastruktur. Besonders verweist die SPD auf den Sanierungsbedarf an den Grundschulen. „Gerade in schwierigen Zeiten entscheidet die richtige Priorität über gute Politik“, betont Müller.
Dass der Bürgermeister einen Antrag eingereicht habe, ohne zuvor den Stadtrat St. Wendel um die erforderliche Zustimmung zu bitten, verletze erneut die Rechte des Rates. Inzwischen sei man dieses Vorgehen aber gewöhnt.