Noch lieg ich im Regal …, leicht eingestaubt,
mit meinen vielen, vielen unlinierten Blättern -
in steter Angst, die täglich mir den Atem raubt,
dass mich erdrücken, diese kleinkarierten Vettern ...!
Als ich noch froh, dass ich ein stolzer Buchenbaum
und jedem Sturm, egal woher er kam, hab stand gehalten …,
da träumte ich noch jenen schönen Traum,
dass grünend meine vielen Blätter sich entfalten …!
Die Säge kam …, sie fraß auch meine Buche
an einem kalten Tag mit eiseskaltem Licht;
mein Traum, er barst …, nun bin ich auf der Suche
nach einer Hoffnungssonne strahlendem Gesicht …!
Noch steh ich im Regal, … sehr deprimiert …,
da fühl ich, wie ein kleines zartes Händchen
von einem Kind, was meine Trauer wohl gespürt,
mich an sich drückt und ruft: Hier ist kein Rändchen.
Hab Dank, Mutti …, ich male einen Baum …,
sooo riesengross - mit vielen Zweigen - und viel Blätter dran
und eine Hoffnungssonne - wie im Traum …!
Sagt es und malt - und seine Strahleaugen
spiegeln die Hoffnungssonne seines Bildes wieder ...
Barbara Scherbaum