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Der Leinetalbote
Ausgabe 8/2026
Örtliche Mitteilungen
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Die erste Wallfahrt in Etzelsbach

Bischof Ipolt bei der Predigt

Zahlreiche Priester nahmen an der Wallfahrt teil.

Bischof Ipold segnete 153 Pferde.

Fest Mariä Heimsuchung

Von Peter Anhalt

Anlässlich des Festes Mariä Heimsuchung pilgerten im Jahr 2026 rund 3.000 Gläubige nach Etzelsbach. Bei herrlichem Sonnenschein reichten die schattigen Plätze auf dem Wallfahrtsgelände längst nicht aus. Gemeinsam mit dem Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt zogen neun Priester feierlich zum Altar ein.

In seiner Predigt ermutigte Bischof Ipolt die Gläubigen, die moderne Technik gelegentlich beiseitezulegen und sich bewusst Zeit für persönliche Begegnungen zu nehmen. Es brauche Gelegenheiten zum stillen Hinhören, zum Innehalten und für die Begegnung mit Gott und den Mitmenschen.

Im Anschluss an den Wallfahrtsgottesdienst spendete der Bischof den traditionellen Tiersegen. Insgesamt segnete er 153 Pferde sowie ein Schaf und mehrere Hunde.

Bereits zum 45. Mal nahm Gerhard Kistner aus Geismar mit seinen Pferden an der Wallfahrt teil. Er erinnert sich noch an die Anfänge, als nur wenige Reiter den Weg nach Etzelsbach fanden. Bis heute gehört es für seine Familie zur Tradition, bereits am Vorabend mit den Pferden auf der Etzelsbachwiese zu übernachten.

Die große Beteiligung der Pilgerinnen und Pilger sowie die lebendige Tradition der „Pferdewallfahrt“ zeigen auch in diesem Jahr, dass Etzelsbach ein Ort gelebten Glaubens, der Gemeinschaft und der Verbundenheit mit der Schöpfung ist.