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Der Leinetalbote
Ausgabe 8/2026
Örtliche Mitteilungen
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Steinbächer mit interessanten Biographien (II)

Konrad Burchard im Jahr 1904.

Von Peter Anhalt

Konrad Burchard

* 1867 in Geisleden, † in 1954 in Göttingen

II. Lehrer in Steinbach von 1888 bis 1905

Eltern:

Schmied Heinrich Leonard Burchard (1835-1908 in Geisleden, und Anna Maria Kaufhold (*1834)

Ehefrau:

Anna Maria Stöber (1869-1950) aus Silberhausen, Heirat 1893 in Silberhausen, vier Kinder wurden in Steinbach geboren

 

 

Kurzbiographie

Konrad Burchard kam aus Geisleden und wurde 1888 zweiter Lehrer in Steinbach. Er war der Nachfolger des aus Steinbach stammenden II. Lehrers Wilhelm Hartung, der nun als Hauptlehrer nach Reinholterode wechselte. Auf zwei Klassenfotos ist Burchard als kleiner Mann mit dunklem Haar zu sehen. Obwohl er streng in die Kamera schaut, muss er spaßige Bemerkungen geliebt haben. Als Pfarrer Joseph Schuchard in Erregung von der Kanzel rief: „Ihr seid gehörntes Vieh und ich schließe Euch alle in ein Bündel“, äußerte Burghard schelmisch: „Wenn er doch wenigstes mich, den 2. Lehrer ausgenommen hätte.“ In Jützenbach erzählt man sich heute noch eine lustige Geschichte über den Lehrer. Sie beschreibt seinen unfreiwilligen Ritt auf einer Ziege.

Burchard unterstütze auch die Gemeinde. Seine Unterschrift ist auf Zählisten zu finden. Er hatte in Steinbach einen Bauplatz (in der Mühle) gekauft, wurde dann aber ab 1905 Hauptlehrer und Küster in Jützenbach.

Johannes Jacob Dornieden

* 1818 in Steinbach, † 1842 in Berlin

Gardekürassier

Eltern:

Schuhmacher Johannes Christoph Dornieden (1781-1858) und Anna Maria Schneider (1786-1836) (2. Ehefrau, die erste war beim der Gebut des 5. Kindes gestorben), Heirat 1817, 7 gemeinsame Kinder.

Wohnort:

Steinbach, Lichten Nr. 58, ab 1840 Berlin

Kurzbiographie

Der Vater Christoph Dornieden, von Beruf Schuhmacher, hatte drei Frauen überlebt. Obwohl Familienvater, nahm er 1815 als Landwehrmann an Befreiungskriegen teil.

Sein ältester Sohn aus zweiter Ehe wurde ebenfalls Schuhmacher und diente ab 1840 als Gardekürassier im 1. Schwadron des königlichen Garde Kürassier Regiments in Berlin. Am 28. Februar 1842 wurde er mir Fieber in das Lazarett gebracht. Am 20. August stellte die königlichen Kommission des Lazarettes der Totenschein aus. Erst am 17. November 1842 erschien der Vater mit dem Totenschein bei Pfarrer Diezemann, der die Nachricht in das Kirchenbuch übertrug. Johannes Jakob Dornieden wurde demnach in Berlin beerdigt, dass die Eltern es wussten.

Das „Königliche Garde-Kürassier-Regiment“ in Berlin war eine Eliteeinheit der preußischen Armee - genauer gesagt ein schweres Kavallerieregiment. Es war Teil der prestigeträchtigen Garde-Truppen, also der persönlichen bzw. besonders angesehenen Einheiten des Königs. Die Uniformen waren besonders auffällig: weiße Röcke, glänzende Brustpanzer und Helme (oft mit Adler oder Raupe/Helmbusch).