wenngleich bereits fast ein Monat des Jahres 2026 hinter uns liegt, möchte ich es dennoch nicht versäumen, Ihnen für dieses junge Jahr noch alle guten Wünsche mit auf den Weg / für den Verlauf mitzuschicken. Ich habe schon des Öfteren über den Sinn und die Bedeutung des kalendarischen Jahreswechsels geschrieben… Wenngleich wir Menschen wissen, dass der Monatswechsel vom Dezember auf den Januar eigentlich nichts anderes ist als jeder andere Monatswechsel auch, so verbinden wir doch mit einem Jahreswechsel meist besondere Hoffnungen und Wünsche. Uns fällt es zu diesem Zeitpunkt leichter, „abzuschließen“, loszulassen vom Vergangenen und wir fühlen uns kräftiger und motivierter für neue Vorhaben. Man erlaubt sich auch im Privaten, Bilanz zu ziehen und die Rechnung neu auf zu machen.
Es ist die Zeit gekommen, in der die Vogelstimmen in freudiger Erwartung des Frühlings vernommen werden, in der wir ganz aufmerksam das kleinste Grün mit der Vorfreude auf die Aktivitäten der kommenden „Freiluftsaison“ verbinden. Doch zunächst hat uns in diesem Jahr der Januar mit einem für unsere Gegend in früheren Zeiten üblichem Niederschlag beschenkt. Wir hätten ihn uns gerne zur Weihnachtszeit gewünscht. Nicht nur, weil die Meisten mehr Zeit zum Schneeschippen gehabt hätten. Die weiße Decke hat trotz des gelegentlichen Ärgers aufgrund der Auswirkungen auf den Straßenverkehr etwas Beruhigendes, fast Feierliches. Ich tauschte mich schon mit vielen Mitmenschen darüber aus, welch entspannende Wirkung so ein abendlicher Spaziergang durch das verschneite Dorf hat. Ganz abgesehen von der Pracht, die einem geschenkt wird, wenn man unsere schöne Natur durchstreift und sich fühlt wie beim „Besuch im Märchenwald“. Bei aller Vorfreude auf das erwähnte Grün und die wärmeren Jahreszeiten, springt das Herz entzückt, wenn die Eiskristalle in der Wintersonne glitzern.
Soweit nun die vermeintlich verklärten Betrachtungen „verschneiter Landschaften“. Als Bürgermeister habe ich es, ehrlich gesagt, fast „verlernt“, mich an diesem faszinierenden Niederschlag zu freuen. Wir sind zu meiner Kinder- und Jugendzeit als eine Wintersportgegend bekannt gewesen und aus den Reihen der Sportvereine ist so mancher, international erfolgreicher Kader hervorgegangen. Zu dieser Zeit hatte man scheinbar noch eine andere Einstellung zu den witterungstechnischen Voraussetzungen für Wintersport. Heute schaue ich frühmorgens mit ängstlichem Blick aus dem Fenster und hoffe, dass das „Schneetelefon“ im Rathaus nicht allzu häufig schrillt. Die Mitarbeiter unseres Bauhofs sind bei entsprechender Witterung (Eisglätte, Schnee) bereits seit 4 Uhr morgens in unseren Fahrzeugen unterwegs und stundenlang bemüht, eine gefahrlose Straßennutzung zu gewährleisten. Ich gebe zu, manchmal wird ein Weg vergessen, meist, wenn eine Umbesetzung im Team erforderlich war. Ich gebe zu, dass eine gewisse priorisierte Reihenfolge der Schneeräumung und Salzstreuung eingehalten wird. Doch dürfte doch verständlich sein, dass nicht jederzeit und allerorten optimale Verhältnisse geschaffen werden können. Ich bitte an dieser Stelle um Verständnis und darum, das Wetter als das zu sehen, was es ist. Ein unabänderlicher Lebensumstand, welcher uns keinesfalls gefährden sollte, dem wir uns jedoch auch anpassen müssen.
Melden Sie bitte Gefahrenstellen, vergessene bzw. verzögerte Beräumungen. Berechtigte Hinweise und Kritik werden gerne entgegengenommen und die Mitarbeiter des Bauhofs sind bestrebt, missliche Zustände zeitnah abzustellen. Doch hinterfragen Sie bitte unsachliche und lautstarke Äußerungen bevor der Empfänger sie erreicht und unterlassen Sie Bedrohungen unserer Mitarbeiter. Auch möchte ich an dieser Stelle daran erinnern, dass nicht nur „die Gemäh“ für die Schneeräumung und Vermeidung von Eisglätte auf Verkehrswegen verantwortlich ist, sondern auch wir Hausbesitzer. Die meisten Frankenblickler erledigen die Pflicht oder schaffen es, die Erledigung zu organisieren. Doch muss auch festgestellt werden, dass es notorische Verweigerer gibt, die für Unmut bei ihren Mitmenschen sorgen und die mit ordnungsrechtlichen Konsequenzen durch das Amt zu rechnen haben.
Ebensolche haben übrigens auch „Falschparker“ zu erwarten. Ich denke dabei insbesondere an diejenigen Fahrzeugführer, die regelmäßig in dem extra für den Linienbusverkehr eingerichteten Bereich am Schaumberger Platz dafür sorgen, dass die Haltestelle durch die OVG nicht mehr bedient wird. Dies hat Auswirkungen auf unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die auf den ohnehin schon spärlichen öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Suchen Sie sich einen geeigneteren Parkplatz und unterlassen Sie das Abstellen im Halteverbotsbereich!
Auch wenn ich diese Rubrik in unserem Amtsblatt nicht für persönliche Angelegenheiten nutzen sollte und möchte, so erlaube ich mir heute dennoch einen Hinweis, der sich auf eine solche bezieht. Anregungen, Hinweise, Kritik, Anfragen usw., die die Gemeindeverwaltung oder mich als Bürgermeister erreichen sollen, schreiben Sie doch bitte ins Rathaus. Wir sind über die bekannte e-mail- Adresse zu erreichen, haben im Rahmen der Bürger-App ein entsprechendes „Konto“ eingerichtet. Alle eingehenden Hinweise, Bitten, Beschwerden werden von dort an die zuständigen Ämter bzw. mich weitergeleitet. Meine FACEbook-Seiten sind nicht dafür gedacht und vor allem kein Garant, dass die Angelegenheiten adäquat erledigt werden. Häufig erreicht mich eine Nachricht erst verspätet oder gar nicht, weil sie in der Vielzahl untergegangen ist. Ich bin mir meiner Verantwortung als Bürgermeister bewusst, sehr kommunikativ und stehe jederzeit im Rahmen meines Verantwortungsbereiches (manchmal darüber hinaus) allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Eine verbindliche Vereinbarung eines Gesprächs, die Bitte um Erledigung eines Anliegens, ein sicheres Erreichen einer Kritik usw. können jedoch nur über eine zuverlässige Adresse erfolgen. Ich bitte hiermit, dies zu beachten.
Abschließend möchte ich noch kurz ein aktuelles Thema der Gemeinde aufgreifen. In einigen Ortsteilen soll in den kommenden Monaten der Glasfaserausbau vorangetrieben werden. Wir haben bereits mehrfach darüber berichtet und zusammen mit der ausbauenden Firma entsprechende Info- Möglichkeiten geschaffen. Da zum Zeitpunkt des Erscheinens des Amtsblattes die meisten Informationsveranstaltungen bereits Geschichte sind, möchte ich Sie ermuntern, gerne mit Unklarheiten auf uns zuzugehen. Die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung werden nicht alle Fragen selbst beantworten können, werden Sie jedoch beraten, an wen Sie sich gerne wenden können und vermitteln. Ich möchte vermeiden, dass fehlende Informationen zum geplanten Ausbau oder Zurückhaltung seitens unserer Bürgerinnen und Bürger dazu führen, dass ihnen im Nachhinein (gemeint: nach abgeschlossenem Ausbau) möglicherweise Nachteile gereichen.
Ich verbleibe mit besten Grüßen und mit dem Wunsch, dass viele unter uns dem Winterwetter doch die eine oder andere Freude abgewinnen können, bis zur nächsten Ausgabe des Amtsblattes oder zur persönlichen Begegnung aus dem Rathaus
Ute Müller-Gothe
Bürgermeisterin