Titel Logo
Frankenblick Bote
Ausgabe 10/2023
Nachrichten aus dem Rathaus
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger,

es scheint, dass es das Sommerloch gibt. Wie im vergangenen Jahr um diese Zeit sitze ich vor dem hübschen weißen Papier vor meiner Nase und bin mir nicht so recht schlüssig, von was ich Ihnen berichten soll. Nun ist es wahrlich nicht so, dass es in Frankenblick keinerlei Aktivitäten gäbe. Doch stecken wir bei vielen Vorhaben einfach nur „mittendrin“. Also gibt es Nichts von neuen Projekten und Planungen zu berichten und ebenso Wenig von abgeschlossenen.

Unsere „größte“ Baustelle an der alten Schule in Effelder hat derzeit hinsichtlich Fertigstellung und auch in Hinblick auf die verfügbaren Haushaltsmittel oberste Priorität. Einerseits ist eine Fertigstellung in diesem Jahr aufgrund der Abrufung von Fördermitteln erforderlich, andrerseits versuchen wir im Eilschritt den immer rasanter steigenden Baupreisen davonzulaufen. Dies ist, wie Sie sich vorstellen können, lediglich marginal gelungen, so dass sich bei gleichbleibender Höhe der Fördersumme die Summe der Bau- und Planungskosten in Bezug auf die ursprüngliche Kostenplanung vervielfacht hat. Letztendlich ist und bleibt das Projekt ein lange aufgeschobenes, dringend erforderliches und eines, auf dessen Fertigstellung mit Freude hingearbeitet wird.

Im Zusammenhang mit dem Abriss der alten Turnhalle in Effelder sind zwei weiteres Förderprojekte in Angriff genommen worden, welche ebenso im Jahre 2023 abgerechnet werden müssen. Dabei handelt es sich um den Umbau bzw. die Umgestaltung des ehemaligen Speisesaals der alten Schule zum „Bewegungsraum“ und die Herstellung von Parkflächen für die Bewohner und Nutzer des Bürgerhauses. Beide Projekte werden dankenswerterweise über Mittel der Städtebauförderung mitfinanziert. Die Schaffung einer als Bewegungsraum bezeichneten Räumlichkeit ist einmal aufgrund des Wegfalls der Turnhalle geplant worden, zum anderen wächst das Erfordernis wegen der „Kündigung“ der Nutzungsmöglichkeiten der Turnhalle an der Grundschule in Hämmern. Nachdem sich Landkreis und Schule einig geworden sind, den Schulteil der TGS Schalkau vorzeitig „vom Netz zu nehmen“ - was schlimm genug ist, müssen nun auch für die dort etablierten Sport- und Kulturvereine neue Domizile gesucht und vor allem gefunden werden. Die Hoffnung, dass zumindest einige Sportgruppen in Effelder Möglichkeiten für ihr Training erhalten, besteht jedenfalls. Außerdem wird es sicherlich erforderlich, dass „man“ in der Meng-Häm-Arena nun noch ein wenig „enger zusammenrücken“ muss. Aus diesem Grund soll alsbald ein Treffen der Nutzer stattfinden, um in großer Runde sinnbringende Pläne aufzustellen.

In Mengersgereuth-Hämmern wird es demnächst den Baustart an der Flussmauer in Kohläschig geben. Auch bei dieser Baumaßnahme musste auf die Bewilligung von lange beantragten Fördermitteln gewartet werden. Nunmehr bleibt ein sinkender Wasserstand (welcher heuer für die Jahreszeit außergewöhnlich hoch ist) in der Effelder abzuwarten, damit die beauftragte Baufirma loslegen kann. Die betroffenen Anwohner werden über die verkehrstechnischen Einschränkungen während der Bauzeit durch Gemeindeverwaltung und die bauausführende Firma bzw. Ingenieurbüro informiert werden. Ich bitte jedoch auch bereits hiermit um Verständnis dafür, dass diese Baumaßnahme nicht ohne zeitweise Vollsperrung realisiert werden kann; dies eben auch in Hinblick auf einen erforderlichen schnellen Baufortschritt.

Eine weitere Baumaßnahme, konkret eine waldwegebauliche, steht an der Oberschaar in den Startlöchern. Leider sind nicht alle beantragten Maßnahmen, die zur Ertüchtigung von Wald- und Feldwegen vorgesehen waren, positiv mit Fördermitteln beschieden worden, sodass die genannte Instandsetzung in diesem Jahr wohl die einzigste dieser Art bleiben muss.

Das leidige Thema Straßen- und Wegebau wird uns in den nächsten Jahren beschäftigen. Wir, das sind die Gemeinderäte und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, die sich der Notwendigkeit der Verbesserung der Zustände bewusst sind, aber auch wissen, dass die Finanzmittel dafür nicht zur Verfügung stehen. Wir, das sind aber auch Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, die die „Zustände“ zu tragen und ertragen haben und sich immer wieder mit Bitten und Forderungen an uns wenden. Leider bleibt meist nur das Stopfen von Löchern und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Und auch diesbezüglich bin ich mir der nicht zufriedenstellenden derzeitigen Situation bewusst. Die Gemeinde Frankenblick muss bemüht sein, viele Instandsetzungsmaßnahmen kostengünstig über den Bauhof zu realisieren. Allein es bleibt die Erkenntnis, dass die Mitarbeiter immer nur eine Arbeit erledigen können und die Aufgaben vielschichtig sind. Obwohl wir uns Unterstützung durch geringfügig Beschäftigte, fleißige Mitarbeiter geholt haben, rennen wir den Bau- bzw. „Mäh“-stellen hinterher. An dieser Stelle möchte ich nur einige ausgewählte Baustellen aufzählen, mit denen der Bauhof neben den täglich, wöchentlich und monatlich wiederkehrenden Tätigkeiten beschäftigt ist. So werden z.B. an mehreren Orten Fundamente für Projekte des Wanderwegenetzes gefertigt, Instandhaltungsmaßnahmen in Friedhöfen, Teichen und Brunnen durchgeführt. Ein größeres Projekt und mir wichtiges Anliegen sind die Erdbauarbeiten und das Aufstellen der Spielgeräte am Spielplatz in der Bahnhofsallee. Wenngleich hier schon Fortschritte zu sehen sind, so werden sich die Maßnahmen an dieser Stelle aufgrund der Vielschichtigkeit ganz sicher noch hinziehen. Auch hier möchte ich es nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass wir uns aufgrund der hohen Kosten keine Baufirma „einkaufen“ können. Ich bin sehr froh und stolz, dass die Mitarbeiter des Bauhofs diese Aufgaben mit großer Professionalität erledigen. Allerdings müssen somit andere Arbeiten verschoben werden. Wichtig und erforderlich ist auch die Mithilfe der Bauhofmitarbeiter in der Vor- und Nachbereitung der erfreulicherweise zahlreichen Feste, die von unseren Vereinen organisiert werden.

Alles in allem gibt es bis zur Wintersaison noch viele Projekte, wie die Dacheindeckung der Rückerswinder Feuerwehr, den Wegebau im Friedhof Mengersgereuth und eben das Stopfen der Schlaglöcher umzusetzen. Das „Schreib“-Sommerloch wäre zumindest erstmal verfüllt.

Somit verbleibe ich mit besten Grüßen, vor allem an die Schulanfänger unserer Grundschule, denen ich wie auch den älteren Schulkameraden viel Freude und Erfolg für das begonnene Schuljahr wünsche, aus dem Rathaus Frankenblick.

Ute Müller-Gothe

Bürgermeisterin