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Frankenblick Bote
Ausgabe 12/2024
Nachrichten aus dem Rathaus
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Nachrichten aus dem Rathaus

sehr geehrte Leserinnen und Leser unseres Amtsblattes,

die letzte Ausgabe des Amtsblattes der Gemeinde Frankenblick des Jahres 2024 ist zum Druck gebracht worden.

Hinter der Gemeinde Frankenblick liegt ein Jahr, in welchem einige Projekte, die bereits seit Jahren geplant worden sind, endlich zum Abschluss gebracht werden konnten, aber auch Projekte, die kurzfristig begonnen und abgeschlossen werden mussten. Uns, in der Verwaltung ist dies noch einmal eindrucksvoll im Monat Dezember vor Augen geführt worden, in dem Mittelabrufe der bewilligten Fördermittel getätigt und sogenannte Verwendungsnachweise vorgelegt werden mussten.

So konnte hinter das Vorhaben Gerätehaus für den Löschzug Süd der FFW ein Haken gesetzt werden. Über dieses Vorhaben ist bereits vielfach berichtet worden. Ich möchte es an dieser Stelle nur noch einmal aufgrund einer „Randbemerkung“ aufgreifen. Das Projekt stand im örtlichen Zusammenhang mit einem anderen, nämlich des Rückbaus der Turnhalle in Effelder. Und aufgrund dieses „Verlustes“ ist u.a. der „Identitätsverlust im Dorf“ diskutiert worden. Ich bin mir der Tragweite der Entscheidung für den Rückbau bewusst. Doch spiegelt der „Verlust“ das scheidende Kalenderjahr und ich behaupte, dass mit der neu geschaffenen Gemeinschaft von Vereinen und Feuerwehr an dieser Adresse auch neue Wege gegangen werden können, die identitätsstiftend sein können. So, wie mit jedem Neuen Jahr immer wieder von uns Menschen „die Rechnung neu aufgemacht“ wird und wir es mit der Hoffnung auf neue Möglichkeiten verbinden, so sollte die Chance genutzt werden, näher zusammen zu rücken, die Synergien zu nutzen, Kräfte zu bündeln.

Identität stiftend, das sind in unserer modernen schnelllebigen Zeit und unter den Bedingungen des ländlichen Raums letztendlich eigentlich die Vereine und die Feuerwehren. Sie sorgen für Gemeinschaftsgefühle bei den Mitgliedern selbst, aber auch bei den Bürgerinnen und Bürgern, die die vielen kulturellen und sportlichen Angebote nutzen, die uns die Ehrenamtler bieten. Ich danke an dieser Stelle von ganzem Herzen für die zahlreichen Großveranstaltungen und auch für die vermeintlich kleineren Feste sowie die Konzerte, für die Ausrichtung von sportlichen Wettbewerben und Ausstellungen, für die Absicherung von Veranstaltungen wie für die vielfältigen Einsätze. Bei all der Kritik, dass hier und da dem Einem oder Anderen die Musik und das Martinshorn zu laut sind, man den Zeitpunkt und den Ort als unpassend empfindet und, und, und, möchte ich sagen, sehr schön waren sie, die „Events“, die in 2024 in der Gemeinde Frankenblick geboten waren. Geboten durch Engagement, dass nicht selbstverständlich ist und das jedem Dörfler gut zu Gesicht stehen kann.

Kurz zurück zum Bürgerhaus in Effelder, der Identitätsstiftung und zu neuen Ideen, die in die Veranstaltungsrunde geworfen worden sind. Der Hof der „Feuerwehrleute“ ist bereits kurz nach Fertigstellung zum Veranstaltungsort geworden, es sind durch Vereine in mehreren Ortsteilen neue Angebote eröffnet worden, so z. B. das Gänsebrunnenfest und das Bürgercafe.

Exemplarisch, weil thematisch herausragend, möchte ich in Rückblick auf das Jahr 2024 den Abschluss der Gestaltung des „Gedenkortes Korberoth“ nennen. Uns ist es unter Verwendung von Fördermitteln gelungen, unserem geschleiften Ortsteil ein neues Erinnerungsbild zu geben. Schon lange geplant war das Projekt, jährlich wieder wird seit vielen Jahren am Ort dem Unrecht gedacht… doch dass die Mahnung dieses Ortes mit jedem Jahr greifbarer wird, war nicht absehbar und ist aus meiner Sicht beängstigend.

Ja, liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, es sollen die Grüße aus dem Rathaus zum Jahresabschluss die Botschaft der Hoffnung, des Friedens in die Gemeinde tragen. Die Botschaft der Hoffnung, die in ein Neugeborenes gesetzt worden ist, an die Christen und auch Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften glauben, wird an Weihnachten in unseren Kirchen verkündet. Die Botschaft eines friedlichen Festes, das den Frieden in Familien genau wie den Waffenfrieden zwischen verfeindeten Parteien abbildet, kann auch durch weltliche Vertreter wie einen Bürgermeister in die Gemeinschaft getragen werden. Allein liegt es an uns allen, jeden Einzelnen in der kleinsten Keimzelle der Gesellschaft wie auch in der Verantwortung für die gesamte Gesellschaft, wie friedlich und lebenswert das Zuhause, die Heimat sind und bleiben. Ich wünsche Ihnen allen Energie, Vorfreude und Erfolg für die Vorhaben, die das „prächtigste“ Fest des Jahres begleiten. Ebensolche, dass längerfristige Vorhaben von Erfolg gekrönt sind.

Ich wünsche Allen, die das Glück haben, das Fest in Frohsinn, im trauten Heim, im Kreise einer Familie zu verleben, ganz viel Freude zu Weihnachten. Jenen, die für den Frohsinn tief in ihren Erinnerungen kramen müssen, die alleine, in Krankheit und ohne viel Hoffnung dem Fest entgegensehen, wünsche ich, dass tief in den Herzen Menschen zu spüren sind, die ohne gegenwärtig zu sein, da sind und wenigstens ein kleines Licht brennen lassen am Weihnachtsfest.

Und ja, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, nicht Alles liegt in unserer Verantwortung, in unserem Machtkreis. Die Möglichkeit, auch in kommenden Jahren eine friedliche Weihnacht zu erleben, ist von Kräften abhängig, die unberechenbar, nicht begreifbar und schwer beeinflussbar sind, sodass an dieser Stelle auch die Hoffnung nicht vergessen werden darf.

Zum Ende meiner Zeilen möchte ich all denen danken, die das zu Ende gehende Jahr 2024 in der Gemeinde Frankenblick zu einem erfolgreichen, interessanten und abwechslungsreichen gemacht haben, sei es in Kindergärten, Schulen, durch Vereins- und Verbandsarbeit, über ehrenamtliches Engagement, durch Industrie, Handwerk und Gewerbetreibende, in unseren Kirchgemeinden… Und auch den in meinem unmittelbaren Wirkungskreis tätigen Bauhofmitarbeitern, Kolleginnen und Kollegen in der Kernverwaltung, Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sowie den Gemeinderäten möchte ich einen großen Dank, verbunden mit dem Wunsch auf weitere gute Zusammenarbeit, aussprechen.

Mit den besten Wünschen grüße ich Sie aus dem Rathaus

Ute Müller-Gothe

Bürgermeisterin