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Frankenblick Bote
Ausgabe 2/2026
Nachrichten aus dem Rathaus
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Nachrichten aus dem Rathaus

Diese häufig gestellte Frage kann durch die Gemeindeverwaltung Frankenblick ganz einfach beantwortet werden. Unabhängig davon ist wahrscheinlich nicht vielen Frankenblicklern bekannt, dass es sich bei diesem Bauwerk um ein kommunales Gebäude handelt. Und zwar ein Gebäude, welches unter Zuhilfenahme von Fördermitteln gebaut und im Jahre 2012 seiner Bestimmung übergeben worden ist. Und zwar befinden sich dort der Pistenbully zur Ski-Loipenpräparierung, ein öffentlich zugänglicher Bereich mit Toiletten und Umkleiden inkl. Schließfächern und ein kleines Konferenzzimmer, welches nur selten, doch immerhin von ortsansässigen Vereinen bei Veranstaltungen rund um die „Hämmerer Ebene“ (so der offizielle Name des Platzes) genutzt wird.

Zu Zeiten, als im OT Mengersgereuth Hämmern wie im Ortsteil Rauenstein regelmäßig Winterbreitensport betrieben worden ist bzw. betrieben werden konnte, war dort das Wettkampfbüro für Langlauf-Events verortet. Über die Schneefälle der letzten Jahre brauche ich an dieser Stelle nicht zu referieren. Der Eine oder Andere wird sich über spärlichen winterlichen Niederschlag gefreut haben, für Andere ist das Ausbleiben der Geschenke von Frau Holle sehr bedauerlich. Und ist außerdem der Grund dafür, dass in zahlreichen Jahren der PistenBully das ganze Jahr über in seiner Garage stehen geblieben ist. Es ist jedoch auch festzuhalten, dass man in unserer Gemeinde bei entsprechenden Witterungsbedingungen spontan und stetig bemüht war und ist, auch Gelegenheit zu bieten, auf gespurten Loipen Ski zu fahren.

Seit Jahren kümmern sich Mitglieder der Rauensteiner Sportvereine darum, dass zahlreiche Skiwanderwege, hauptsächlich rund um den heimatlichen Ortsteil, gespurt sind. In der Nachbarschaft wird dann aus Richtung Steinheid und Mengersgereuth-Hämmern „angegriffen“ und bestenfalls entstehen „überregionale“ Wege für die Langläufer. Technik ist in unseren Ortsteilen vorhanden, so die besagte Raupe und die vereinseigenen Spurschlitten. In Vorbereitung auf die heurige mögliche Skisaison musste allerdings die Personaldecke auf Mengersgereuther Seite neu gestrickt werden.

Wir sind sehr froh, dass sich die Spurschlittenfahrer aus Rauenstein bereit erklärt haben, auch als PistenBully-Fahrer an den Start zu gehen. Und bei bereits in der Vergangenheit geübten Absprachen mit der Nachbarstadt Steinach konnte auch ein Fahrer von dort gewonnen werden. Wir Nachbarn sind uns schnell einig geworden, dass es unbürokratisch und schnell gehen muss, wenn man die wenigen Tage mit Schneefall mit dem Ziel der Schaffung eines ortsübergreifenden Wanderwegenetzes nutzen möchte. Gerne sage ich immer: wir in Frankenblick sind ja das Tor zum Silbersattel. Bei genauerer Überlegung, wie man die Strukturen ordnen kann, sind dann doch einige Hürden zum Vorschein gekommen. So konnte man die Bürokratie aus versicherungstechnischen Bedingungen doch nicht ganz außer Acht lassen und hat einen fundierten Vertrag geschlossen.

Viel gewichtiger war allerdings der Fakt, dass kein potentieller Fahrer, unsere Männer des Bauhofs nicht ausgeschlossen, eine ebenso „fundierte“ Ausbildung am Fahrzeug hatte. In der Rückschau auf die sofort eingeleiteten Schritte der Verwaltung, dies zu ändern, sind wir sehr froh, dass es doch tatsächlich zu einem festgelegten Zeitpunkt geklappt hat, dass Schneefall und Anreise eines Ausbilders gewährleistet waren. Am 06. Februar reiste der Fahrtrainer Anthony Bowman, ein gebürtiger Australier, direkt aus den olympischen Skigebieten in Italien an. Ein bisschen Stolz konnten wir uns nicht verkneifen, darüber, dass wir sagen konnten, dass ein Profi der Firma Kässbohrer unverzüglich nach der Präparierung der Loipen von Olympia auf die Hämmerer Ebene gekommen ist. Dort erwarteten ihn Jens Blechschmidt, Daniel Ehrlicher, Tobias Hartmann, Ulrich Krauß und Mario Schuppe zur zweitägigen Fahrerschulung in Theorie und Praxis. (siehe Foto).

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal ausdrücklich für das große Engagement der Ehrenamtler und die Bereitschaft unserer Bauhofmitarbeiter bedanken, sich dieser Aufgabe zu stellen. Und mein herzlicher Dank gilt auch dafür, dass die wettertechnisch möglichen Skiloipen regelmäßig gespurt worden sind und den Wintersportbegeisterten große Freude bereitet worden ist.

Am Schneetelefon der Gemeindeverwaltung sind allerdings auch Kritiken geäußert und Fragen gestellt worden, weshalb die eine oder andere Wunschroute nicht präpariert worden ist. Dazu möchte ich sagen, dass die Loipen der jeweiligen Saison im Vorfeld mit mehreren Akteuren der Nachbarschaft und des Forstamtes abgestimmt werden (müssen) und dass die Umsetzung der Loipenpläne eben Menschen in ihrer Freizeit bzw. neben ihren Aufgaben im Straßenräumdienst obliegt.