die aktuelle Ausgabe des Amtsblattes steht „unter dem Zeichen" des Osterfestes 2026. Das kirchliche Fest der Trauer, aber auch der Hoffnung müssen wir auch in diesem Jahr zu Zeiten außerpolitischer Unruhen und zunehmender Kriegsangst begehen. Hat man im vorigen Jahr noch Hoffnung geschöpft, dass der Krieg zwischen den östlichen Nachbarn zu einem Ende kommt, so müssen wir stattdessen mit bangen Gedanken auf weitere Kriegsschauplätze blicken. Unser Heimatland ist Gott sei Dank noch nicht zwischen die Mühlen von Kriegstreibern, Ideologen… geraten und die Geschehnisse, das Leid, die Zerstörung sind fern. Doch die täglichen Berichte über den Kriegstod von Soldaten und Zivilisten, über sich zuspitzende Konflikte und immer mehr Kriegsparteien lassen auch unsere Gedanken und Herzen nicht los.
Das Osterfest erinnert an die Kreuzigung Jesu Christi; aber vor allem wird es gefeiert als Fest der Hoffnung auf Auferstehung, welche den Sieg des Lebens über den Tod symbolisiert. Es soll ein Fest des Lichtes, der Farben und der Freude über das Leben sein. Und auch vorchristliche Frühlingsfeste stellten die Erneuerung der Natur, Neubeginn, das Leben und Wachstum in den Mittelpunkt. Viele Symbole, wie das Osterfeuer, Ostereier, Osterhasen sind auch heute noch Teil unserer Osterkultur. So schmücken unzählige bunte Ostereier die Vorgärten… und Osterhasen begegnen uns in schier unendlicher „Form". Neben den leckeren Schokohasen, die sich in den Supermarktregalen zur „Wachablösung" für Schokoweihnachtsmänner entwickelt haben, bringen uns die niedlichen Tiere auch optisches Vergnügen. Selbst „im tiefen Wald" unserer Heimatgemeinde kann man ihnen begegnen. Wir haben einen Schnappschuss der sogenannten „Isaak-Wichtel", auf dem eines der entzückenden Werke der „Ortsverschönerer" zu bewundern ist, als Titelbild gewählt. Und lassen dieses gerne ohne Kommentierung auf die Leserinnen und Leser des Amtsblattes wirken.
Einzig die Botschaft „Frohe Ostern" kann man vernehmen. Und dieser schließe ich mich an. Ich wünsche Ihnen auch frohe Ostern. Und dieser schlicht verpackte Wunsch beinhaltet die Hoffnung darauf, dass das Leben, die Erneuerung, das Wachstum siegen. Und zwar nicht nur über den vermeintlichen Stillstand in der Natur während der Wintermonate, sondern über das Böse, welches scheinbar krakenartig versucht, unsere Welt einzunehmen. „Frohe Ostern"- das ist eine Botschaft, der Wunsch, der nicht darauf reduziert ist, ein paar frohe Tage damit zu verbringen, Leckereien, wie Schokoosterhasen zu verspeisen. Er zielt darauf, dass man die Buntheit unserer Welt, das Streben der Natur, die wärmenden Sonnenstrahlen als Kraftspender dafür nutzt, einerseits die Hoffnung und die Freude am Leben nicht zu verlieren. Andrerseits auch dafür, selbst bereit zu werden, seinen Beitrag zu leisten, dass unsere Welt die Chance bekommt, eine lebenswerte zu sein. Und wenn die Kraft „nur" dazu reicht, dankbar dafür zu sein, dass zu unserer Normalität noch Sicherheit und Ordnung, Frieden und relativer Wohlstand gehören.
An dieser Stelle möchte ich den Bogen zu einem anderen Thema spannen. Diejenigen, die für den Wohlstand in unserm Land mitverantwortlich zeichnen, gehören zu einer Generation, die als „Senioren" bezeichnet wird. Und in der Diskussion der jüngeren Generationen um steigende Steuern und Staatsausgaben geraten sie oft leichtfertig und ungerechtfertigt in die Schusslinien. Doch darum soll es hier und heute nicht gehen. Der Gemeinderatsausschuss für Kultur, Sport und Soziales beschäftigt sich wiederholend und auch aktuell mit den Möglichkeiten der Gemeinde für eine Unterstützung der „Seniorenarbeit". Bereits im vergangenen Haushaltsjahr hatte man eine Haushaltsstelle mit finanziellen Mitteln unterlegt, um Aktionen, Veranstaltungen etc., die weitgehend die Zielgruppe Ü60 in den Focus stellen, zu unterstützen. Da wir uns derzeit erst in der Phase der Aufstellung eines Haushaltsbeschlusses befinden, kann über die Höhe dieser Finanzmittel bzw. ob sie auch in diesem Jahr bereitgestellt werden können, keine Aussage gemacht werden. Um jedoch grundsätzlich die Belange unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger berücksichtigen zu können und andrerseits sozusagen aus erster Hand zu erfahren, wo es Probleme gibt bzw. Themenfelder durch den Ausschuss bzw. den Gemeinderat zu bearbeiten wären, hat man auf meine Anregung hin die Etablierung eines Seniorenbeirates in Erwägung gezogen. Gerne würden die Gemeinderatsmitglieder einen solchen in die Gremienarbeit mit einbeziehen und sehen ihn sozusagen als Bindeglied zwischen Gemeinde und den Seniorinnen und Senioren. Das Ziel ist jedoch nicht, nur um die Existenz eines Rates diesen aus dem Boden zu stampfen. Mitglieder sollten sich als aktiv tätige Adressaten und Multiplikatoren der Belange der Zielgruppe sehen und entsprechend agieren und vermitteln. Um es auf den Punkt zu bringen: Der Seniorenbeirat kann und soll kein Kunstprodukt um des Namens willen sein, sondern sich aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern zusammensetzen. In der letzten Sitzung des Kulturausschusses bin ich beauftragt worden, einen entsprechenden Aufruf zu starten, welchen ich hiermit sehr gerne formuliere. Sollten Sie sich angesprochen fühlen und gerne im Seniorenbeirat der Gemeinde Frankenblick mitwirken wollen, kommen Sie unverbindlich auf die Gemeindeverwaltung bzw. mich zu. Wir werden zunächst auf Rückmeldungen warten, um im nächsten Schritt „in eine Runde" einzuladen. Die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Sport und Soziales freuen sich auf erste Begegnungen und eine hoffentlich konstruktive Zusammenarbeit. Um sich über die Arbeitsweise von Seniorenbeiräten Übersicht zu verschaffen bzw. sich Anregungen und Impulse zu holen, stehen die Beiräte unserer Nachbarkommune Sonneberg gerne zur Verfügung.
In Vorfreude auf das bevorstehende Osterfest und in Erwartung von interessierten Seniorinnen und Senioren verbleibe ich mit besten Grüßen bis zur nächsten Ausgabe des Amtsblattes der Gemeinde Frankenblick.
Ute Müller-Gothe
Bürgermeisterin