Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger,
wenngleich der erste Blick auf die Titelseite der aktuellen Ausgabe ein wenig verwirrend scheint, so lohnt sich doch genaueres Betrachten der einzelnen Fotos, die wir vom Verlag zu einer Collage haben „verarbeiten“ lassen. Zu sehen sind 16 Bilder aus der Themenwelt „Wie engagierte Bürgerinnen und Bürger ihren Ort verschönern helfen“. Sowohl die Anzahl der in den vergangenen Monaten gesammelten Ablichtungen von Orten, wo man den Blick mit Freude schweifen lässt als auch Fotodokumentationen von „eigenwilligen“ Versuchen, die Mitmenschen durch Mitgebrachtes zu begeistern, ist weitaus größer als die auf dem Titelbild zu sehenden Bilder.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Akteuren, die zum Teil ganzjährig bestimmte Plätze pflegen und schmücken oder aus bestimmten Anlässen, z. Bsp. des Osterfestes, viel Zeit und Energie in die Verschönerung stecken, bedanken. Wir hatten die „Dokumente“ (Fotos) unserer Osterbrunnen in Effelder, Meng.-Hämm. und Seltendorf bereits an die Lokalpresse weitergeleitet. Insofern möchte ich an dieser Stelle die bereits erfolgten Berichterstattungen, auch über die Sponsoren und die gelungenen „Einweihungen“ durch die Kindergärten, nicht wiederholen. Doch möchte ich es nicht versäumen, im Namen der Bürgerinnen und Bürger zu bestätigen, dass sich alle Mühen der verantwortlichen Vereine wieder einmal gelohnt haben. Und als die im Rathaus, die auch um so manche Wirrung im Vorfeld weiß, sage ich: schön, dass wir zusammenhalten können, wenn es nötig ist. Unter die Titelfotos hat sich auch das Foto von Manuela Luther vom „Schmiedsgründer Brünnlä“ „geschlichen“, der leider bei unserer „Brunnenmeldung“ an die Presse gefehlt hatte. Die Gestaltung ist wohl generationsübergreifend von Christel und Fritz (Sie dürfen raten, wer der / die Ältere ist.) übernommen worden. Vielen Dank auch an diese Familie. Dieser Brunnen bzw. der Zulauf des Quellwassers versorgt übrigens den nahegelegenen Teich mit ausreichend Wasser und stellte in vergangenen Jahrhunderten, genau wie all unsere Brunnenanlagen, wichtige – lange Zeit einzigste – Trinkwasserversorgungsmöglichkeiten dar. Bei der Eröffnung des „Schnitzerbrunnens“ erklärte dies der Vorsitzende des Thüringerwald-Vereins sehr anschaulich. Aus Dankbarkeit an die Natur für diese lebenswichtigen Versorgungseinrichtungen sind die Brunnenanlagen traditionell zu Ostern von den Einwohnerinnen und Einwohnern geschmückt worden. Auch wenn oder besser, besonders weil, heute unser Wasser ständig und unkompliziert verfügbar scheint und man nur den Wasserhahn (und das Portemonnaie, ich gebe es zu) aufmachen muss, um sauberes Wasser zur Verfügung zu haben, sollten wir uns der möglichen Endlichkeit dieser natürlichen Ressource bewusst sein und versuchen, verantwortungsvoll damit umzugehen. Vielleicht finden sich im Wissen um die ursprüngliche Bedeutung der Tradition des Osterbrunnen-Schmückens und der Tiefsinnigkeit dieses dankbaren Handelns im kommenden Jahr ein paar mehr Bürgerinnen und Bürger zu den feierlichen Eröffnungsveranstaltungen ein.
Anlässlich der Einweihung des Effelder Osterbrunnens bin ich auch auf das Thema „Markplatz“ angesprochen worden. Als durchfahrende Verkehrsteilnehmerin, Einwohnerin des Nachbarortsteils wagte ich bisher keinen Vorstoß in die Richtung, in welche die Bitten einiger Effelder „Urgesteine“ zielen. Wobei ich sagen muss, dass im Jahre 2024 auf meinem „Fragezettel“ an die Bürgerinnen und Bürger zur Einwohnerversammlung das Thema „Marktplatz oder Parkplatz“ notiert gewesen war. Einzig hat sich vor einem Jahr lediglich nur eine Einwohnerin auf den Weg ins Kulturhaus gemacht und so ist die Fragestellung, wie sich denn die Bürgerinnen und Bürger aus Effelder die Nutzung ihres zentralen Platzes künftig vorstellen, undiskutiert geblieben. Somit starte ich hier einen neuerlichen Versuch und rufe zur Meinungsäußerung diesbezüglich auf. Der Konflikt besteht darin, dass mit der Nutzung als öffentliche Parkfläche ohne Einschränkungen zwar den Dauerparkern oder Pendlern, von denen nach Aussage von Anwohnern der Platz tagsüber genutzt wird, gedient ist, das Areal letztlich jedoch nicht als „Marktplatz“ erkennbar ist und auch nur mit erhöhtem Aufwand als solcher genutzt werden kann. Wir erleben dies wiederholend vor Veranstaltungen wie der Kirchweih oder dem neu etablierten „Gänsebrunnenfest“. Selbst das kleine Plätzchen vor der Brunnenanlage, die bekanntermaßen selbst auch einer Sanierung bedarf, welches aus optischen Gründen nicht mit einer „professionellen Absperreinrichtung“ sondern mittels „Bankbarriere“ abgegrenzt wird, wird ignorant zugeparkt. Lösungsansätze wären die Einrichtung von einer „Kurzparkzone“, die es Besuchern des Gasthauses, der Verkaufseinrichtungen, des Friedhofs, von Gottesdiensten, des Rathauses etc. möglich macht, sich keinen weiter entfernten Parkplatz am Straßenrand suchen zu müssen. Die Anordnung eines generellen Parkverbotes für den Platz als Lösung halte ich persönlich für überzogen, auch wenn damit das Problem, zumindest theoretisch, „ein für alle Mal“ gelöst wäre. (Praktisch würden sich dann dort wahrscheinlich Falschparker und Polizei ein Katz und Maus Spiel liefern.- doch das ist nur eine Randbemerkung) Was verwaltungsrechtlich nicht möglich ist, ist die vorgeschlagene pauschale Untersagung des Parkens für einzelne Verkehrsteilnehmer bzw. Anwohner. Soll heißen, dass Jeder ein oder mehrere Fahrzeug(e) abstellen darf, solange es sich nicht um festgelegte Mietstellflächen, die dann auch gekennzeichnet und kostenpflichtig gemacht werden können, handelt. Das Nutzungsrecht für entsprechend dann Nutzungsberechtigte müsste, wie gesagt, verwaltungstechnisch möglich gemacht werden und ist nach meiner Meinung, besonders in Hinblick auf die dennoch zeitweise erforderliche Untersagung der Nutzung bei öffentlichen Veranstaltungen, keine gute Problemlösung. Nun genug zu diesem Thema. Die Gemeindeverwaltung nimmt gerne Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger entgegen. Sollte es keinerlei bzw. keine praktikablen Ideen geben, werden wir gerne eine schriftliche Befragung starten bzw. eine solche bei der Abwägung von Einzelvorschlägen initiieren.
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, ich hatte das Thema Einwohnerversammlungen angerissen… Geplant waren diese auch in diesem Jahr für das Frühjahr. Ich bitte um Entschuldigung, dass die neun zu organisierenden Veranstaltungen sich in die Mitte des Jahres verschieben werden. Die Organisation und Durchführung der Wahlen und das immer noch nicht besetzte Hauptamt sowie die unbesetzte Stelle im Ordnungsamt der Gemeindeverwaltung bedeuteten und bedeuten für die Mitarbeiter die Übernahme zahlreicher zusätzlicher Aufgaben. Und auch ich hatte lange Zeit und habe immer noch das Fehlen eines Vollzeit-Beamten zu kompensieren. Die erfreuliche Nachricht, dass ab 1. Juni 2025 Herr Michael Morgenroth das Amt des Geschäftsleitenden Beamten antritt, haben die aufmerksamen Leserinnen und Leser der Lokalpresse bei der Berichterstattung aus der letzten Gemeinderatssitzung vielleicht zur Kenntnis genommen. Nun also auf diesem Wege und für alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Frankenblick zur Kenntnis: Der vorgenannte Amtsantritt ist in der Sitzung am 09.04.2025 mit der Übergabe der Ernennungsurkunde sozusagen besiegelt worden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, egal ob sie kurz oder lang sein wird und wünsche dem neu ernannten Gemeindeoberamtsrat bei seinem Wirken für seine Heimatgemeinde ganz viel Freude und Erfolg und ein gutes Händchen und Gespür für die alltäglichen Probleme der sogenannten kleinen Leute aber auch eine zielführende Weitsicht bei der Lenkung der Geschicke von Frankenblick.
Ich verabschiede mich an dieser Stelle für die aktuelle Ausgabe mit besten Wünschen für die nächsten Wochen. Nutzen Sie das (in der Regel) herzerwärmende Frühjahr und die bereits frühzeitig in der Saison gebotenen Veranstaltungen in unserer Gemeinde, um Kraft zu danken, mit Freunden und Bekannten, Nachbarn ins Gespräch zu kommen oder um einfach Lebensfreude zu verspüren.
Ute Müller-Gothe
Bürgermeisterin