nachdem mit den Planungen eines Marktes im Ortsteil Seltendorf die Emotionen bei Gegnern und Befürwortern seit Wochen hochkochen, bewegt nun das Thema der Nahversorgung die Gemüter in Mengersgereuth-Hämmern und Umgebung. Seit Bekanntwerden des Verkaufs von „tegut“ ist immer wieder die Frage nach dem weiteren Bestand der Einkaufsmöglichkeit in der Hofwiesenstraße in den Raum gestellt worden. Seit kurzer Zeit haben wir nun die Gewissheit, dass sich ein Unternehmen für die Übernahme des Marktstandortes beworben hat. „Tante Enso“ möchte den Laden entsprechend der Unternehmensphilosophie in eine genossenschaftliche Form überführen und den Markt in einem sogenannten 24/7 Betrieb dauerhaft etablieren. Sie finden im Amtsblatt eine Einladung, die ich an dieser Stelle noch einmal bekräftige. Am 02. Juli 2026 werden ab 19:00 Uhr in der Meng-Hämm-Arena Vertreter von „Tante Enso“ in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung das Konzept und die Kampagne, welche mit diesem Tag zur Gewinnung von Teilhabern für die Genossenschaft offiziell startet, vorstellen. Die Überführung in der angedachten Form wird nicht ohne Hilfe der Bürgerschaft funktionieren und so bitte ich nachdrücklich um zahlreiche Teilnahme. Es erfolgten bereits Vorstellungen im Gemeinderat und eine Schulung von sogenannten Tante Enso Paten aus Frankenblick. Diese werden zur Veranstaltung am 02. Juli auch anwesend sein und im Prozess der Kampagne für nähere Auskünfte, Beantwortung von Fragen und vor allem mit Hilfestellung bei der Anmeldung zur Verfügung stehen. Details vermitteln sehr gerne auch vorher schon die Mitarbeiterinnen des „tegut“ Marktes in Meng.-Hämm. Scheuen Sie sich nicht, sich zu informieren und auch nicht Werbung bei Nachbarn und Bekannten für die Veranstaltung und den Erhalt des Marktes zu machen.
Und noch ein weiteres Thema ist aktuell „Dorfgespräch“, vornehmlich auch im Ortsteil Mengersgereuth-Hämmern. Seit Bekanntwerden (Veröffentlichung) des 2. Planungsentwurfs der Regionalplanung Südwestthüringen, in der es auch um die Festschreibung von „Windvorranggebieten“ für das Planungsgebiet geht, ist man „in heller Aufregung“. Mit der geplanten Festschreibung des sogenannten WVG W-34 wäre theoretisch der Weg für Investoren und Betreiber von Windkraftanlagen frei, auf dem geplanten Gebiet Anlagen zu errichten. Ohne die Situation verharmlosen zu wollen, habe ich bewusst das Wort „theoretisch“ verwandt. Ich kann und möchte an dieser Stelle diesbezüglich keine weiteren Ausführungen machen, um nicht Verwirrung zu stiften. Die Thematik ist äußerst komplex und nicht mit wenigen Sätzen und ohne die Möglichkeit von Nachfragen zu erklären und zu verstehen. Ich habe mich deshalb zusammen mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern entschlossen, eine Informationsveranstaltung zu organisieren. Diese ist für den 29.Juni 2026 in der Meng-Hämm-Arena geplant. Wir starten um 19:00 Uhr. Ziel dieser Veranstaltung ist es, soweit wie möglich, Fragen zu beantworten. Vor Allem geht es mir jedoch darum, Anregungen aus der Bürgerschaft mitzunehmen, welche in die Stellungnahme der Gemeinde Frankenblick zum Planungsentwurf einfließen werden. Diese Stellungnahme wird bis zum 20. Juli 2026 fertiggestellt und versandt sein müssen. Seitens der Verwaltung sind zur Erarbeitung einer sachlichen und fundierten Erarbeitung bereits Gespräche mit entsprechenden Institutionen geführt worden bzw. noch geplant. Ich möchte es nicht versäumen, darauf aufmerksam zu machen, dass es jedem Bürger, jeder Bürgerin im Übrigen freisteht, ebenfalls eine Stellungnahme abzugeben. Ich denke, dass zur „Bekräftigung“ unseres Willens, unserer Meinung zum geplanten Bau von Windkraftanlagen in „unserem“ Wald und in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung eine zahlreiche Beteiligung nicht schaden werden. Zu Bedenken gebe ich diesbezüglich, dass die Meinungsäußerungen jedoch mit fundierten Argumenten und in sachlicher Form formuliert sein sollten. Denn nur dann werden sie in die Abwägung der Interessen im weiteren Verlauf der Regionalplanung in die Waagschale und nicht in den Papierkorb geworfen werden.
Abschließend möchte ich noch eine erfreuliche „Nachricht“ aus dem Rathaus vermelden. Die seit langer Zeit ersehnten neuen Biertischgarnituren, die für die Ausstattung der gemeindlichen Veranstaltungen dringend benötigt werden, sind eingetroffen und werden nun bei Bedarf zum Einsatz kommen. Sie können durch Vereine, aber auch Privatpersonen (kostenpflichtig) ausgeliehen werden und ersetzen die vorhandenen, größtenteils verschlissenen Teile. „In der Lieferkette“ befinden sich nun noch die neuen Verkaufsstände, welche über dieselbe Fördermaßnahme angeschafft werden können.
Einen kleinen Bogen zu einem unserer zahlreichen Vereine möchte ich noch schlagen. Wenngleich der Schwimmbadverein nur selten Biertischgarnituren für geselliges Beisammensein ausleiht, so steht das Kioskteam des Vereins doch für Jenes während der Öffnung des Freibades für die Besucherinnen und Besucher mit vielen Angeboten bereit. Bis dato hielten sich aufgrund des Wetters die Möglichkeiten, sich im schönen Dornthal zu treffen, leider in Grenzen, doch hoffen wir, auch heuer wieder eine schöne und erfolgreiche „Schwimmbadsaison“ zu erleben. Es sind im Vorfeld wieder umfangreiche Bauarbeiten gelaufen und die Akteure warten nun auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Auch möchte ich an dieser Stelle auf die Möglichkeit hinweisen, die Kegelbahn im ehemaligen „Urmel“ nutzen zu können. Egal ob für Vereinsveranstaltungen oder für private Veranstaltungen, melden Sie sich bei Interesse gerne beim Schwimmbadverein Frankenblick. Dieser hat in kurzer Zeit, aber mit viel Liebe zum Detail die Räumlichkeiten der Kegelbahn auf Vordermann gebracht, damit sie für unsere Dorfgemeinschaft wieder zur Verfügung stehen. Mein herzlichster Dank dafür!
Ich verbleibe mit besten Grüßen aus dem Rathaus.
Ute Müller-Gothe
Bürgermeisterin