zum Zeitpunkt des Verfassens des Textes für das Amtsblatt war ich wie alle Mitstreiter in der „Kampagne Tante Enso“ voller Erwartung der Anmeldezahlen. Von dieser Kampagne, über die in den betreffenden Orten (Marktstandorten von tegut) das Ziel gesetzt wird, dass 700 Personen Genossenschaftsanteile erwerben, um den „Weiterbetrieb“ des Marktes in Meng.-Hämm. sichern zu können, müssten eigentlich alle Frankenblicker schon gehört bzw. gelesen haben. Die fleißigen Helfer, sogenannte Paten, Mitarbeiter des tegut-Marktes und in der Hauptsache Gemeinderatsmitglieder hatten Informations- Flyer in die Haushalte unserer Gemeinde gebracht. Nach Redaktionsschluss, jedoch noch vor der Druckfreigabe des Amtsblattes erreichte uns die Nachricht: „Ihr habt´s geschafft!“.
Heißt, der tegut-Markt wird im September zu einem Tante Enso Markt.
Nach meiner Information werden alle Mitarbeiterinnen übernommen und ich hoffe, dass auch für die beliebte „Fleisch- und Backwaren-Theke“ der Bestand gesichert werden kann.
An dieser Stelle wollte ich für die eventuell erforderliche Kampagnen-Verlängerung noch einmal aufrufen, sich einen Genossenschaftsanteil zu sichern, damit die erforderliche Anzahl erreicht werden kann. Nun konnte schon gejubelt werden. Wir können sehr stolz auf die Leistung sein.
Ich sage stellvertretend für das Tante Enso Team in Bremen (das mir diesen Dank nach Bekanntwerden der erreichten Teilhaberzahlen ausdrücklich aufgetragen hat), die Gemeindeverwaltung, den Gemeinderat allen sogenannten berufenen „Paten“ und auch denen, die es sich nicht nehmen ließen, auch ohne Berufung Patenaufgaben zu übernehmen, allen anderen Unterstützern und allen frisch gebackenen Teilhabern von Tante Enso ganz herzlichen Dank! Es war eine unglaubliche Dynamik, ein starker Zusammenhalt zu spüren, was das Ergebnis letztendlich möglich gemacht hat.
Es liegt nun auch zukünftig an uns, wie wir den Tante Enso in Meng.-Hämm. gestalten und ob er sich zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickelt. Und wie ich es bereits im „Flyer aus dem Rathaus“ erläutert hatte, keimt die Hoffnung, dass wir vielleicht ein Tante Enso-Konzept für die ganze Gemeinde schreiben und umsetzen können ...
So komme ich denn auch unwillkürlich zu unserem zweitgrößten Ortsteil Rauenstein. Mit Schließung der Bäckerei in der Burggartenstraße zum 01.August bricht eine weitere Einrichtung der Lebensmittel-Nahversorgung weg. Aus der Bäckerei Lobenstein konnte man nicht nur Beutel, Tüten mit leckeren Backwaren tragen. Sie war auch ein Treffpunkt im Ortskern. Egal ob im Geschäft oder davor… ein Plausch mit den Nachbarn oder der Kundschaft, die sich aus entfernteren Orten nach Rauenstein begeben hatte, musste erstmal sein. Auch beschränkte sich das Angebot nicht nur auf Backwaren; man war gern gesehener Gast im Mini-Cafe, konnte sich über Veranstaltungen in der Region informieren und hat an diesem Ort das Gefühl der dörflichen Geborgenheit spüren können.
Voller Stolz habe ich die Gebäckstücke kredenzt, wenn sich im Neuen Schloß Rauenstein Besuch angekündigt hatte. Die „Städter“ aus Erfurt, Weimar, Gera,… griffen gerne zu und konnten gar nicht glauben, welch köstliche Vielfalt in einer Dorfbäckerei aufgeboten wird. Ja, nun können wir Frankenblicker es kaum glauben, dass das Kapitel „Cafe / Bäckerei Lobenstein“ zu Ende geht …
Ich möchte mich im Namen der Gemeinde für die Handwerkskunst, die Kontinuität der Qualität, … dafür, dass wir um die Ecke einkaufen konnten, bei der Familie Lobenstein und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich bedanken. Der Meister war ja nicht nur Bäcker, er lenkte viele Jahre als Gemeinderat auch sozusagen die Geschicke der Gemeinde mit und war auch in den letzten Jahren der Gemeindeverwaltung mit Hilfe und Rat verbunden. Auch dafür ein Danke.
Wir wünschen der Familie und den Mitarbeitenden für den Ruhestand und den weiteren beruflichen Weg viel Glück, Freude und Erfolg.
Aus dem Rathaus ist zu berichten, dass man kürzlich mit Vertretern der Fa. Telekom und der bauausführenden Fa. Störmer Bau zusammensaß, um den Beginn des Glasfaser-Ausbaus zu besprechen. Die ersten Bauanlaufberatungen vor Ort haben bereits stattgefunden. Nach derzeitigem Stand wird der Startschuss im Ortsteil Grümpen gegeben werden, anschließend wird man sich in Richtung Seltendorf, Effelder oder Rauenstein (im wahrsten Sinnen des Wortes) vorarbeiten. Das letzte Ausbaugebiet der Gemeinde Frankenblick wird laut der Planer der OT Meng.-Häm sein. Die Baumaßnahmen sollen in den Jahren 2026 und 2027 umgesetzt werden. Bis zum Abschluss der letzten Bauarbeiten haben wir auch noch längstens die Gelegenheit, einen Vertrag zu buchen, der uns einen kostenlosen Anschluss „im Haus“ garantiert. In den sogenannten Ausbaugebieten wird das Glasfaserkabel auf jeden Fall bis vor das Grundstück abgelegt werden, was auch einen späteren Anschluss, eine Versorgung mit glasfasergeführtem Internet garantieren wird. Ich möchte aber darauf aufmerksam machen, dass die Kosten für den Anschluss im Haus nur entfallen, wenn die entsprechenden Verträge geschlossen worden sind/geschlossen werden. Ansprechpartner hierfür sind bereits zu Beginn dieser Kampagne bekannt gegeben worden. (Amtsblatt 12/2025)
Selbstverständlich erhalten Sie Informationen dazu auch durch die Gemeindeverwaltung bzw. können Sie sich gerne mit Fragen an die Deutsche Telekom wenden. Ich gehe auch davon aus, dass während des jeweiligen Ausbaus Mitarbeiter vor Ort sein werden, die Ihnen bei Bedarf weiterhelfen. Sollten Sie Probleme baulicher Art sehen, wenden Sie sich gerne an das Bauamt. Bei allem Bemühen und den Absprachen während der regelmäßigen Bauberatungen wird es uns nicht möglich sein, die „Augen überall zu haben“. Wir sind dankbar für Hinweise, die uns Allen möglichen nachträglichen Ärger vermeiden lassen.
Aktuellen Ärger gibt es vermehrt auf unseren Friedhöfen mit vierbeinigen Besuchern. Mir ist aus eigener Erfahrung bekannt, dass es sich Gäste aus Wald und Flur gerne auf den Friedhöfen gemütlich machen oder die Grabbepflanzung der Nahrung dient. Dieses Problem zumindest einzudämmen, sind wir bestrebt, jedoch lassen sich die zumeist nächtlichen Besuche nicht ganz vermeiden. Und hier muss auch gesagt werden, dass sich Wildtiere Ihres Tuns und des Ärgers der Grabpflegenden nicht bewusst sein können. Jedoch könnten die menschlichen Besucherinnen und Besucher der Friedhöfe sich der Sinnhaftigkeit des Verbots des Mitführens von Hunden bewusst sein. Bei allem Verständnis für „den besten Freund des Menschen“ und auch dafür, dass man diesen Freund gerne bei der Andacht für unsere verstorbenen Mitmenschen an der Seite hätte, so überwiegt doch diesbezüglich der Gedanke der Ordnung und Sicherheit für die Allgemeinheit. Bitte unterlassen sie das Mitführen von Hunden auf Friedhofsgelände.
Abschließend möchte ich noch einmal im Namen des Ordnungsamtes auf das Rückschneiden von Hecken, Bäumen, Büschen etc. aufmerksam machen, die nahe an Straßen bzw. Straßenbegleitflächen (z.B. Gehwegen) stehen und ja derzeit üppig wachsen. Lassen Sie es doch bitte nicht darauf ankommen, einen (ersten) netten oder (folgend) fordernden Brief aus dem Rathaus zu erhalten. Den Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes macht es keine Freude und es erzeugt Kosten, immer wieder darauf aufmerksam machen zu müssen, dass Autos oder Passanten von Pflanzenteilen gestört oder gar beeinträchtigt werden können und dies zu vermeiden ist. Jedem Grundstückseigentümer ist es doch zuzumuten, von Zeit zu Zeit zu kontrollieren, ob sich das Wachstum in eine unerwünschte Dimension und Richtung bewegt hat und dementsprechend Abhilfe zu schaffen. Aus Erfahrung kann ich berichten, dass der Ärger mit dem Amt dann noch größer wird, wenn man eine Aufforderung zum Rückschnitt erhält, die zum Eingehen der Pflanze führen könnte, nur weil man das Wachstum in den öffentlichen Raum zu lange toleriert hatte.
Liebe Mitbürgerinnen und liebe Mitbürger, in der nächsten Ausgabe des Amtsblattes werde ich auf den zwischenzeitlich beschlossenen kommunalen Haushalt für das Jahr 2026 eingehen. Gerne können Sie sich bei diesbezüglichen Fragen aber auch jederzeit an mich wenden. Auch möchte ich an dieser Stelle noch auf die gesondert beworbene Informationsveranstaltung zum Trinkwasser-Schutzgebiet Effelder-Seltendorf am 18.08.2026 im Kulturhaus aufmerksam machen. Es gab bereits in der Vergangenheit viele Fragen, die dann aber hoffentlich durch das zuständige Landesamt beantwortet werden können.
Ich verbleibe mit besten Grüßen aus dem Rathaus,
Ute Müller-Gothe, Bürgermeisterin