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Frankenblick Bote
Ausgabe 9/2024
Senioren
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Senioren

Martinas und Gertrud D.s Kuchen standen bereit zum Zugreifen, als trotz der sagenhaften Hitze alle Gäste im AWO-Treff im Bürgerhaus Effelder pünktlich ankamen. Beate Meißner hatte für ihre Stippvisite ihren Senf- wörtlich und in echt, Vergißmeinnichtsamen und Kuli mitgebracht. Bevor sie zum nächsten Termin musste, half sie schnell noch Kaffee auszuschenken.

„Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die schönen Stunden nur!“

Diesen Rat von ihr nehmen wir gern an.

Gustav Luthardt hatte seine Frau, Gschichtla, Liedla, Gedichtla und die Mundharmonika dabei. A Begrüßungsständela muss sei, aa beim Kaffeetrinken meinte er. Nun setzten sich alle zurecht und Gustav begann mit seinem Programm. Die Gedanken sänn frei, es Bauernhueflied und Gedanken über die Altersstufen des Menschen bis ganz nauf stimmten uns ein. Dass es manchmal ganz gut ist, wenn man nicht mehr alles mitkriegt fand unsere ungeteilte Zustimmung. Van A-Z, Zeug gibt’s, dös gibt’s goar net ließ uns staunen. Und auf die Geschichte mit den Bazillen, Bakterien und Viren kann auch nur ein Gustav kommen!

Natürlich durfte dös Gückelhahlied nicht fehlen und wirklich alle Anwesenden krähten nach jedem Vers fröhlich mit. Eigentlich gibt’s nach so einem Programm mindestens ein Schnäpschen! Martina schenkte halt wenigstens ein Gläschen Eierlikör für dan Gückelhah ein. Auslecken durfte es seine Gute!

Christel las Hildegards Brief an uns vor. Leider konnten sie und Horst das Angebot ihrer Tochter sie zu fahren nicht annehmen. Wir bedanken uns für die Spende! Vielleicht können sie sich ja doch noch einmal aufraffen zu einem Besuch. Wir würden uns alle freuen.

Ralf hatte pünktlich Ardepfelszelout und Kacks geliefert und bald waren die vollen Teller serviert. Sicher wegen Gustavs Auftritt konnten wir auch Gisela und Bernhard neu begrüßen. Sogar aus Neustadt kam Ursel mit ihrer Freundin zu uns gefahren. „Suan guttn Zelout gibt’s bei uns net“, meinten sie. Ich hab ihr Lob Ralf ausgerichtet.

„Es is fei schöö bei euch“ stellten die „Neuen“ fest. „Mir kumma garn widder.“ Wir würden uns freuen, unsere Tür steht für jeden offen.

Vor lauter Freude über den großen Zuspruch stimmte ich „Auf Wiedersehn, auf Wiedersehn…“ an und mit „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ verabschiedeten wir uns bis zum nächsten Mal am Mittwoch, dem 11.09. um 14.00 Uhr im AWO-Treff Effelder. Dann wird uns Almut Beck erzählen, was sie über Aberglauben in alter Zeit erfahren hat.

Neugierig geworden? Einfach kommen und ein freundliches Gesicht mitbringen!! Kaffee und Kuchen ist wieder garantiert.

Elisabeth Göhring