Zur Unterzeichnung waren neben den Vertretern der Vertragsparteien auch die Projektbeteiligten der Unternehmen und der Gemeinde Drei Gleichen vor Ort. v. l. n. r.: J. Pilz (Projektleiter KWP Drei Gleichen TEAG), T. Winter (Projektleitung KWP Gemeinde Drei Gleichen), Hr. M. Fischer (Geschäftsführer Ohra Energie GmbH), Hr. J. Leffler (Bürgermeister,Gemeinde Drei Gleichen), Hr. S. Reindl (Vorstandsvorsitzender TEAG), S. Voigt (Bereichsleiter Kommunale Zusammenarbeit TEAG), Hr. V. Braune (Projektleitung KWP Ohra Energie GmbH)
Am 16. Januar 2026 fiel der Startschuss in der Gemeinde Drei Gleichen, Ortsteil Günthersleben, für die Erstellung einer regionalen, treibhausgasneutralen Wärmeplanung. Bürgermeister, Jens Leffler unterzeichnete gemeinsam mit Michael Fischer, Geschäftsführer der Ohra Energie GmbH und Stefan Reindl, Vorstandsvorsitzender der TEAG Thüringer Energie AG den Vertrag zur Umsetzung dieses Projektes.
Die kommunale Wärmeplanung ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe, die bis spätestens 30. Juni 2028 für alle Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern abgeschlossen sein muss. Für die Gemeinde Drei Gleichen und die Gemeinde Schwabhausen bedeutet dies eine große Chance, nachhaltige und energieeffiziente Lösungen für die Wärmeversorgung zu entwickeln, die sowohl den gesetzlichen Änderungen entsprechen als auch den Bedürfnissen der Bürger gerecht werden.
Im Rahmen der Planung werden verschiedene potenzielle Wärmequellen untersucht. Ein zentraler Aspekt ist dabei das Abwärmepotenzial der Biogasanlage im Ortsteil Grabsleben. Diese Anlage produziert bereits durch eine Kombination aus Blockheizkraftwerk und Biogasaufbereitung Strom, Wärme und Biomethan und das auf besonders umweltfreundliche Weise. Jährlich werden so rund 6.500 Tonnen CO2-Emissionen vermieden.
Neben der Biogasanlage wird auch die Holzhackschnitzelanlage im Ortsteil Mühlberg in die Planungen einbezogen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Wärmeplanung ist die Nutzung von Abwärme aus örtlichen Wirtschaftsunternehmen, wie etwa der Altglasrecyclinganlage im Ortsteil Wandersleben. Auch die Reduzierung des Energieverbrauchs in kommunalen Gebäuden wird eine wichtige Rolle spielen.
„Ziel ist es für die Gemeinden Drei Gleichen und Schwabhausen, dass bis zum geforderten Stichtag für unseren ländlichen Raum passende, regionale Wärmelösungen entwickelt werden. Die Wärmeplanung muss einmal den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und auf jeden Fall Akzeptanz bei unseren Einwohnern haben“, so Bürgermeister Jens Leffler. „Für diese energetische Herausforderung lag es auf der Hand, dass wir mit unseren regionalen und vor allem kommunalen Netzbetreibern und Energieversorgern zusammenarbeiten. Die Gemeinde Drei Gleichen als Planungsträger kann diese Fachplanung nicht selbst erstellen, deswegen sind wir sehr zufrieden, dass wir dafür die Ohra Energie GmbH aus Fröttstädt und die TEAG Thüringer Engergie AG an Bord haben“.
Besonderer Wert wird auf die Beteiligung der Bürger gelegt. Die Einwohner werden aktiv in den Planungsprozess eingebunden, um ihre Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen und die Akzeptanz für die geplanten Maßnahmen zu fördern.
gez. J. Leffler
Bürgermeister