Die Osterferien vom 07.04.2026 bis zum 10.04.2026 standen ganz im Zeichen von Neugier, Entdecken und kreativem Ausprobieren. Unter dem Motto „Ab nach draußen - Experimentewoche“ erlebten die teilnehmenden Kinder eine abwechslungsreiche und spannende Zeit voller kleiner und großer wissenschaftlicher Abenteuer.
Bereits zu Beginn der Woche wurde deutlich, mit wie viel Begeisterung und Interesse die Kinder bei der Sache waren. Beim Herstellen von Schleim konnten sie nicht nur ihrer Kreativität freien Lauf lassen, sondern auch erste Erfahrungen mit chemischen Reaktionen sammeln. Unterschiedliche Farben, Konsistenzen und Mischverhältnisse sorgten für Staunen und viele lachende Gesichter. Ein weiteres Highlight war die Herstellung von kinetischem Sand. Hier wurde experimentiert, geknetet und gebaut und ganz nebenbei verstanden die Kinder, wie sich Materialien unter verschiedenen Bedingungen verhalten. Das freie Spielen mit dem selbst hergestellten Sand förderte zudem die Fantasie und das gemeinschaftliche Miteinander. Besonders faszinierend war das Züchten von Salzkristallen. Mit Geduld und Spannung beobachteten die Kinder über mehrere Tage hinweg, wie sich aus einer einfachen Lösung nach und nach kleine Kunstwerke bildeten. Dieses Experiment vermittelte anschaulich, wie sich Stoffe verändern und wachsen können. Auch das Anlegen eines eigenen Kräutergewächshauses war ein wichtiger Bestandteil der Woche. Die Kinder lernten dabei nicht nur verschiedene Kräuter kennen, sondern übernahmen auch Verantwortung für deren Pflege. Dieses Projekt brachte ihnen die Natur ein Stück näher und zeigte, wie wichtig Nachhaltigkeit und ein achtsamer Umgang mit Pflanzen sind.
Den krönenden Abschluss bildete ein gemeinsamer Ausflug nach Jena zur IMAGINATA. Die Anreise mit dem Zug war bereits ein Erlebnis für sich. Vor Ort konnten die Kinder an interaktiven Stationen spielerisch Naturwissenschaft und Technik entdecken, ausprobieren und verstehen. Ein besonderes Highlight war dabei eine „blinde Führung“: In Zweierteams führten sich die Kinder gegenseitig mit verbundenen Augen durch ausgewählte Bereiche. Diese Erfahrung stärkte nicht nur Vertrauen und Teamarbeit, sondern schärfte auch die Sinne und sorgte für viele eindrucksreiche Momente. Darüber hinaus wurden die Kinder auch mit der Blindenschrift vertraut gemacht und erhielten spannende Einblicke darin, wie Menschen mit Sehbeeinträchtigungen lesen und kommunizieren. Dies förderte nicht nur ihr Verständnis, sondern auch ihre Sensibilität für unterschiedliche Lebensrealitäten.
Ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs dieser Woche war die enge und engagierte Zusammenarbeit der beiden Jugendsozialarbeiterinnen der Gemeinde Drei Gleichen und der Verwaltungsgemeinschaft „Nesseaue“. Als gemeinsames Kooperationsprojekt wurde die Experimentewoche geplant, organisiert und durchgeführt. Durch den fachlichen Austausch, die gemeinsame Vorbereitung und die abgestimmte Durchführung konnte ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges Programm für die Kinder geschaffen werden. Insgesamt war die Experimentewoche eine rundum gelungene Ferienaktion. Sie bot eine gelungene Mischung aus Lernen, Spielen und gemeinschaftlichem Erleben. Die Kinder konnten Neues entdecken, eigene Ideen entwickeln und hatten dabei vor allem sehr viel Spaß. Ein besonderer Dank gilt den Eltern, die ihren Kindern die Teilnahme ermöglicht und uns ihr Vertrauen geschenkt haben.
gez. J. Kornhaas
Jugendsozialarbeiterin Gemeinde Drei Gleichen