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Vogtei-Echo - Amtsblatt der Gemeinde "Vogtei"
Ausgabe 16/2026
Gemeinde Vogtei
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Information zum Stand Mühlhäuser Straße, OT Oberdorla

04.08.2026

Seit einer Vielzahl von Jahren wird nach Lösungen für das Verkehrsproblem in der Mühlhäuser Straße gesucht. Über 2.500 Fahrzeuge passieren die Straße täglich.

Fußwege sind kaum vorhanden oder werden bei Begegnungsverkehr als Straßenverbreiterung genutzt. Fußgänger sind ständig Gefahren ausgesetzt, Schäden an Fassaden und Dachrinnen sind auf der Tagesordnung.

Die Installation einer Ampelanlage konnte nicht umgesetzt werden, da aufgrund der geringen Straßenbreite kein Aufstellraum für die wartenden Fahrzeuge ausgewiesen werden kann.

Eine vom TLBV angedachte Variante, ein Einbahnstraßensystem, ortseinwärts Mühlhäuser Straße, ortsauswärts Bahnhofstraße, wurde seitens der Gemeinde abgelehnt, da dann über 1.000 Fahrzeuge zusätzlich die Bahnhofstraße durchfahren würden. Die Verbesserung in der Mühlhäuser Straße würde zu einer wesentlichen Mehrbelastung der Bahnhofstraße führen. Das entstehende Einbahnstraßensystem hätte sehr große Umwege zur Folge, das Feuerwehrgebäude wäre nur bedingt erreichbar und sichere Fußwege sind ebenfalls nicht vorhanden.

Nachdem in letzter Zeit über 400.000 € in die provisorische Reparatur des Trinkwassernetzes geflossen sind, besteht akuter Handlungsbedarf. Abwasser, Telekommunikation und Elektroversorgungsanlagen sind ebenfalls unbedingt erneuerungsbedürftig. Die Versorgungsträger drängen auf eine Lösung in der Mühlhäuser Straße.

Seitens des Landes waren für die nächsten Jahre keine umfangreichen Instandsetzungen geplant. Das heißt, wenn z.B. Trinkwasser erneuert wird, werden auch die alten „Fußwege„ nur wieder notdürftig repariert.

Neue Rahmenbedingungen:

Aufgrund der für eine Landesstraße zu geringen Verkehrsbelastung wird die gesamte Straße vom Ortseingang Oberdorla bis zum Grenzhaus von einer Landesstraße (L2104) zur Gemeindestraße abgestuft. Die Gemeinde kann (muss) selbst über Baumaßnahmen entscheiden.

Für grundhafte Sanierungsarbeiten können innerhalb von 5 Jahren Fördermittel beantragt werden. Die Anmeldung wurde fristgemäß im März 2026 eingereicht.

Ein Ausbau der Mühlhäuser Straße mit einseitig sicherem Fußweg und Fahrbahn mit Gegenverkehr ist nicht möglich. Hierzu wird eine Mindestbreite von über 8,5 m benötigt.

Vorhanden sind meist noch nicht einmal 7 Meter.

In mehreren Gesprächen mit dem TLBV und der Fördermittelstelle wird folgende Variante als umsetzbar erachtet:

Für die Bauzeit wird eine Umfahrung erforderlich. Diese soll nach der Baumaßnahme weiter als Richtungsfahrbahn nach Heyerode genutzt werden.

Verkehr in Richtung Heyerode:

von der Mühlhäuser Straße abbiegend in die Gartenstraße „Höhle“, von da zum Weidenseer Weg und durch das ehemalige LPG-Gelände nach Heyerode

Verkehr in Richtung Mühlhausen:

von Heyerode kommend, ortseinwärts Richtung Kreuzgasse, dann zum Anger und durch die Mühlhäuser Straße in Richtung Gunzelhof.

Für Kinder, Fußgänger, Rad- und Rollatorfahrer wird die Mühlhäuser Straße dann eine sichere und bequeme Verbindung zwischen Holzgasse und Anger werden.

Nachteil:

Ein Autofahrer aus dem unteren Bereich der Mühlhäuser Straße („Zipfel“) muss ca. 150 Meter mehr bis zum Angerzentrum in Kauf nehmen. Nur schön geht leider nicht.

Die Heyeröder Straße verliert ebenfalls ihren Status als Landestraße.

Die Einbahnstraßenregelungen in der oberen Kreuzstraße und der oberen Heyeröder Straße könnten dann teilweise aufgehoben werden.

Am 03.08.2026 wurde die Gemeinde über die Aufnahme in das Hauptprogramm informiert.

Die Antragsunterlagen sind bis zum 31.12.2026 einzureichen.

Eine Informationsveranstaltung werden wir in Kürze durchführen.

Thomas Golebniak

Anlage:

Entwurf Verkehrsführung