Wolfgang Heider wurde am 14. Dezember 1558 in Wölfis geboren war Professor für Ethik und Politik und Rektor der Universität Jena.
Er war der Sohn des Bauern Salomon Heider und dessen Frau Anna (geborene Funck). Heider besuchte, nachdem er anfänglich zu einem bäuerlichen Leben bestimmt war, die Höhere Schule in Ohrdruf und wurde durch seinen Vetter Valentin Fuck drei Jahre lang in Latein und Griechisch unterrichtet. Anschließend wechselte er nach Magdeburg, wo er durch Georg Rollenhagen unterrichtet wurde und nach Hildesheim. Er begann 1580 ein Studium in Jena und erhielt 1583 die Magisterwürde. Im Herbst 1587 erfolgte die Berufung zum Professor für Dialektik und Ethik(später Moral und Politik). Dadurch entwickelte sich die Philosophie an der Jenaer Universität zu einer eigenständigen Wissenschaftsdisziplin.
Er war der wirkungsreichste philosophische Lehrer der Jenaer Universität vor den 30-jährigen Krieg
Heider war zwölfmal Dekan der Philosophischen Fakultät und im Sommersemester 1591, sowie 1607 Rektor der Alma Mater. Die Geschichte der Universität Jena weist Heider als einen der ersten Vertreter der Philosophischen Fakultät aus. Wolfgang Heider beschäftigte sich auch mit ökonomischen und pädagogischen Fragen und war über viele Jahre als Inspektor für die Stipendiaten tätig. Seine These war: „Nicht für die Schule sondern in besonderem Maße für das Leben möchte ich lehren“
Heider war dreimal verheiratet und hatte mehrere Kinder:
Wolfgang Heider starb am 16. August 1626.
Im Anbetracht seines 400. Todesjubiläums wäre ein Ehrung Wolfgang Heiders in seinem Heimatort bedenkenswert.
Titelblatt von Philosophiae Moralis Systema
Volker Hollstein
Mitglied im Heimat- und Geschichtsverein Wölfis