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Orlamünder Nachrichten
Ausgabe 4/2020
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Der Förderverein “Mahn- und Gedenkstätte Walpersberg“ e.V., Sitz Kahla informiert

Hermann Göring um 1918

Göring als Reichsmarshall

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Hermann Göring, Namensgeber der „REIMAHG“

In der Region kennen alle die Bezeichnung „REIMAHG“, wofür steht aber dieses Synonym? In zwei Artikeln wollen wir auf dieses Synonym, den Namensgeber des Werkes, Reichsmarschall Hermann Göring eingehen.

Hermann Wilhelm Göring (* 12. Januar 1893 in Rosenheim; † 15. Oktober 1946 in Nürnberg) war ein führender deutscher nationalsozialistischer Politiker und ab Mai 1935 Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Er erlangte als Jagdflieger im Ersten Weltkrieg Bekanntheit und Ansehen wofür er mit dem Orden „Pour le Mérite“ ausgezeichnet wurde.

Im November 1923 nahm er in München am Hitlerputsch teil und trug hier maßgeblich zum Aufstieg der NSDAP bei. 1932 wählte man ihn zum Reichstagspräsidenten. Hitler ernannte ihn später, am Tag seiner Machtergreifung zum Reichsminister ohne Geschäftsbereich, sowie zum Reichskommissar für Luftverkehr und zum Reichskommissar für das preußische Innenministerium. Ab 1933 wurde Göring auch Ministerpräsident Preußens. In den beiden letzten Positionen war er maßgeblich an der Gleichschaltung und der Verfolgung der Opposition beteiligt, die er mit äußerster Brutalität betreiben ließ.

In seinem Verantwortungsbereich fiel auch die Gründung der Gestapo sowie die Einrichtung der ersten Konzentrationslager ab 1933. Als Beauftragter für den Vierjahresplan betrieb er die weitere Aufrüstung der Wehrmacht zur Vorbereitung eines Angriffskrieges.

Er leitete im März 1938 Maßnahmen, im Zusammenhang mit dem Anschluss Österreichs, mit österreichischen und deutschen Nationalsozialisten, die die Eingliederung des Bundesstaates Österreich in den NS-Staat veranlassten. Auf Grund seiner telefonischen Drohungen und noch vor dem Einmarsch deutscher Einheiten, lösten in der Nacht auf den 12. März 1938 österreichische Nationalsozialisten das austrofaschistische Ständestaatsregime ab.

Er organisierte systematisch Wirtschaftssanktionen gegen von den Nationalsozialisten als Juden diskriminierte Menschen und erließ am 12. November 1938 die Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben.

Im Juli 1940 – nach dem schnellen Ende des Westfeldzuges – ernannte ihn Hitler zum Reichsmarschall.

In der Öffentlichkeit des In- und Auslands galt Göring bis zum Kriegsende als einer der einflussreichsten NS-Politiker. Tatsächlich aber verlor er vor und während des Krieges trotz einer Häufung von Ämtern und Titeln, Schlüsselbefugnisse an konkurrierende NS-Funktionäre wie Heinrich Himmler und Joseph Goebbels. Als Chef der Luftwaffe geriet Göring wegen der Niederlage in der Luftschlacht um England (1940/41), der beginnenden verheerenden Bombardierung des Reichsgebiets durch die Alliierten und des Scheiterns einer Luftbrücke bei der Schlacht von Stalingrad (Ende 1942) in Misskredit.

Im nachfolgenden Artikel gehen wir auf die Rolle von Göring und Sauckel in Bezug auf die „REIMAHG“ und das Kriegsende ein.

Förderverein “Mahn- und Gedenkstätte Walpersberg” e.V.,

Sitz Kahla

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