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Orlamünder Nachrichten
Ausgabe 6/2026
Nichtamtlicher Teil
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Wissenswertes aus dem Archiv

...gibt uns ein Zeitungsausschnitt von 1939, wessen die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) im Zuge der Flurnamen gesammelt hat und im Internet bereitstellt.

Das Judengrab

Ungefähr 200 Schritte von der Bohneschen Gastwirtschaft, wo links ein alter Aufstieg zur Kemenate abzweigt, befindet sich eine jüdische Grabstelle am Ufer des Hahn-Grabens.

Im Kirchenbuch steht wohl geschrieben:

“Der Jude Moses Samuel aus Illerauchheim nahe Ulm kam am 16.09.1768 mit anderen Juden hier in die Gegend und unsere Stadt. Er wurde krank und starb am 02.12.1768 in Naschhausen. Das Consistorium Altenburg genehmigte dessen Beisetzung nach jüdischer Art, so dass er am 04.12.1768 seine letzte Ruhe fand. ”

Ich habe mal die Stelle fotografiert, aber von dem Judengrab ist über die 250 Jahre nichts mehr zu sehen, was bereits 1939 auch kaum noch jemand wußte. Demnach muß sich das Judengrab unmittelbar am unterem Eingang zum Hain befunden haben. Ein Blick in die mir noch vorhandenen Flurkarten ergaben jedoch keinen Hinweis zu dem Judengrab.

Kurios ist der Ort Illerauchheim - kein Treffer bei Google und Co. Eine alte Landkarte weiste mir allerdings den Weg. Bei Illerauchheim kann es sich nur um Altenstadt handeln.

Marcel Schreiber

Archiv Orlamünde