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Orlamünder Nachrichten
Ausgabe 7/2018
Nichtamtlicher Teil
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„Drohnen“, „Multicopter“ - interessante „Spielgeräte“!?

In letzter Zeit erreichen das Ordnungsamt immer mehr Fragen zur Verwendung von „Drohnen“.

Dabei geht es weniger um die im professionellen Einsatz unter anderem bei Polizei, Feuerwehr, Rettungseinheiten, im Forst eingesetzten Fluggeräten.

Bedingt dadurch, dass Geräte im Billigbereich schon unter 100.- € erworben werden können, steigt die Anzahl der durch Privatpersonen betriebenen und in der Luft zu beobachtenden Propellerflieger relativ schnell an.

Wie bereits mit der vermehrten Installation von Überwachungskameras im privaten Bereich, kommt es durch diese Geräte ebenfalls zu Konflikten hinsichtlich der Achtung der Privatsphäre von Nachbarn und/oder anderen Grundstückseigentümern.

Durch das Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales wurden per Verordnung entsprechende Vorgaben zum Betrieb solcher Geräte (Drohnenverordnung) festgeschrieben, die seit dem 01.10.2017 in kraft sind.

Darin ist festgeschrieben:

Ein Betriebsverbot gilt für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme mit einer Startmasse bis zu 5 kg, wenn diese außerhalb der Sichtweite des Steuernden betrieben werden. Dies ist der Fall, wenn der Steuernde das Flugmodell oder unbemannte Luftfahrtsystem ohne besondere optische Hilfsmittel nicht mehr sehen oder seine Fluglage nicht mehr eindeutig erkennen kann.

Ein Betriebsverbot gilt vorbehaltlich einer ausdrücklichen Zustimmung beispielsweise über und in einem seitlichen Abstand von 100 m zu sensiblen Bereichen, wie z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäusern, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Bundesfern- und Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen.

Ein Betriebsverbot über Wohngrundstücken besteht vorbehaltlich einer ausdrücklichen Zustimmung auch dann, wenn das Flugmodell oder unbemannte Luftfahrtsystem oder seine Ausrüstung optische, akustische oder Funksignale empfangen, übertragen oder aufzeichnen kann.

Was bedeutet das in Kurzform?

Ist eine Drohne mit einer Kamera bestückt, darf das Gerät nur auf dem eigenen Grundstück betrieben werden oder es gibt das Einverständnis eines Grundstückseigentümers (Beispiel: Auftrag zum Zwecke von Luftbildaufnahmen).

Jeder Drohnenlenker sollte sich die Frage stellen, wie würde ich mich fühlen, wenn über mir ein fremdes Flugobjekt ohne mein Einverständnis augenscheinlich Aufnahmen von mir oder meinem Eigentum fertigt???!!!

In diesem Sinne eine schöne Sommerzeit!

Ihr Ordnungsamt