Die VG-Vorsitzende Kathleen Mertz verabschiedet den Bauamtsleiter Mario Streit mit einem ganzjährig nutzbaren Schwibbogen (Bild: Matthias Streit)
Oettersdorf. Der 31. Juli dieses Jahres war für Mario Streit ein einschneidender Tag. Letzter Arbeitstag und Abschied in eine neue Lebensphase. Der langjährige Leiter der Bauverwaltung geht in den verdienten Ruhestand, hat jetzt viel Zeit für Haus, Hof, Garten und das Wichtigste, die Familie und den Hund.
Mario Streit war fast 35 Jahre ein sehr zuverlässiger und engagierter Leiter der Bauverwaltung.
Aus dem Baufach kommend, leitete er die bauseitigen Geschicke der Gemeinden, koordinierte, organisierte und plante Straßenbaumaßnahmen. In Sachen Baurecht war es für ihn nicht immer einfach, Bauherren davon zu überzeugen, dass es ohne Einhaltung der Vorschriften keine Genehmigung gibt.
In den großen, für Laien kaum überschaubaren Planverfahren zum Autobahnbau, der 380-KV-Starkstromtrasse und der Ferngasleitung vertrat er die Belange der Gemeinden bis hin zur Durchführung und Abnahme der Maßnahmen.
Mario Streit betreute die gemeindlichen Baustellen angefangen von der ersten Idee, der Koordinierung mit den Planungsbüros bis zur Fertigstellung.
In jedem Ort der Verwaltungsgemeinschaft hat er seine Spuren hinterlassen, er übernahm auch selbst kleinere Planungen und Ausschreibungen. Seine guten Kontakte zu Behörden, Planern, Versorgungsträgern und Baufirmen brachten einen zusätzlichen Mehrwert für die Kommunen. Die enge Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern und Gemeindevertretern hat dazu geführt, dass sehr viele Vorhaben umgesetzt werden konnten, sei es im Tiefbau oder auch in der Gestaltung der Ortsbilder.
Während seiner Zeit in der VG „Seenplatte“ standen ihm Eckbert Prätor, Diana Fleischmann, Waltraut Schöbel und bis zuletzt auch Franka Korneli als Mitarbeiter zur Seite.
Mario Streit ließ es sich nicht nehmen, seine Kolleginnen und auch die Bürgermeister der Gemeinden zu einem guten Frühstück einzuladen. Daneben lud er zum Abschied auch einige Weggefährten ein, die ihn während seiner Arbeitsjahre begleitet haben.
Neben dem Essen gab es in der Feierstunde Dankesreden, wurden lustige Erinnerungen ausgetauscht, aber auch die eine und andere Träne verdrückt.
In seinen Abschiedsworten brachte er zum Ausdruck, dass er glücklich und stolz ist, dass die Verwaltungsgemeinschaft noch immer besteht: „Sie ist das Beste was den dörflichen Gemeinden passieren kann, haltet weiter eng zusammen!“
Abschließend wünschte die VG-Vorsitzende Kathleen Mertz dem scheidenden Leiter der Bauverwaltung für die Zukunft alles Gute: „Wir werden dich vermissen - deine gelassene und erfahrene Art wird uns in unserer Runde fehlen!“.
Doch das Leben geht weiter und die Aktenberge bauen sich nicht von allein ab.
So war es wichtig, die Stelle schnellstmöglich wieder zu besetzen. Im Ergebnis der Ausschreibung konnte die Verwaltung mit Simone Igl eine sehr kompetente Nachfolgerin gewinnen die bereits am 1. Juni dieses Jahres ihren Dienst in der VG „Seenplatte“ angetreten hat und schon wertvolle Erfahrungen mitnehmen konnte.
Ihre langjährige Praxis aus der Tätigkeit in der Bauverwaltung zweier Kommunalverwaltungen sorgt dafür, dass der Übergang nahezu nahtlos erfolgte.
Text: Kathleen Mertz