Nun liegt das Ergebnis seit dem 05. Oktober vor. Fast 120.000 Menschen haben sich in diesem Jahr an der vierten öffentlichen Vogelwahl vom NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV), beteiligt. Rund 28 Prozent der Stimmen erhielt der sympathische „Gaukler der Lüfte“, der besonders durch den Verlust von Feuchtwiesen mittlerweile in ganz Deutschland stark gefährdet ist.
Kiebitze sind Teilzieher: Ein Teil überwintert bei milder Winterung in Deutschland, andere ziehen im Winter nach Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Großbritannien. Wenn sie wieder nach Deutschland zurückkehren, beeindrucken sie mit ihren Flugmanövern zur Balzzeit. Sie besiedeln Wiesen und Weiden, kommen aber auch auf Äckern vor. Diese werden heute mehrmals intensiv im Jahr bearbeitet, was zur Störung der Brut führt, bereits die Gelege gehen dabei verloren.
Der Wiesenbrüter gehörte einst bei uns zu den regelmäßig vorkommenden Feldvögeln, so in der Wiesentaaue, den Pörmitzer Wiesen oder im Teichgebiet Dreba- Plothen.
Jürgen Auerswald, Nabu Dreba