Foto: Asiatische Hornisse auf einer Feige von Lukas Tost
Foto: Asiatische Hornisse auf Trauben von Gerhard Zenner
Artikelreihe „Asiatische Hornisse“ Artikel 6 von 9, siehe auch unter:
https://kreisverband-imker-saarlouis.de/termine-und-aktuelles/
Mitte/Ende August laufen die Völker der Asiatischen Hornisse zur Höchstleistung auf. Achten Sie bei Ihrem nächsten Spaziergang, im Garten oder auf der Streuobstwiese einmal darauf: Dieses Insekt ist längst kein reines „Imkerproblem“ mehr. Die Schäden an unserer Ernte und die Belastung für die heimische Artenvielfalt sind mittlerweile für uns alle deutlich sichtbar.
Der Eingriff in Natur und Landwirtschaft im Überblick
Die folgende Übersicht zeigt, wie die Asiatische Hornisse in diesem Monat unsere Umwelt beeinflusst:
| Bereich | Beobachtung im Spätsommer | Auswirkung auf Natur & Ernte |
| Obstbau | Große, kreisrunde Einbisslöcher in Äpfeln und Birnen; Früchte werden oft bis auf die Schale ausgehöhlt. | Pilzsporen dringen in die Wunden ein; Früchte verfaulen direkt am Baum und werden unbrauchbar. |
| Weinbau | Massiver Befall von reifenden Weintrauben; oft werden ganze Traubenbündel (Gescheine) angegangen. | Hoher Ernteverlust für Winzer und gesundheitliche Gefahr bei der Ernte, verletzte Beeren ziehen Essigfliegen an, was die Fäulnis beschleunigt. |
| Vogelwelt | Deutlicher Rückgang von Fluginsekten (Wildbienen, Schwebfliegen) in der Nähe von Hornissen-Hotspots. | Proteinmangel für Spätbruten der Singvögel; die Überlebensrate der Jungvögel sinkt. |
| Gemüsebau | Hornissen jagen Bestäuber direkt an den Blüten von Kürbis, Zucchini oder späten Bohnen. | Verkümmerte Fruchtansätze und Ernteeinbußen, da die notwendige Bestäubung durch Nützlinge fehlt. |
| Artenvielfalt | Die Hornisse verdrängt heimische Fluginsekten, wie zB: Wildbienen, Wespen und Schmetterlinge von zuckerreichen Futterquellen. | Das fein abgestimmte Gleichgewicht zwischen den heimischen Arten gerät dauerhaft ins Wanken. |
Warum Ihre Mithilfe jetzt entscheidend ist?
Um den Druck auf die Artenvielfalt zu mindern, müssen wir die Standorte dieser Raubzüge kennen. Wenn Sie an Ihren Obstbäumen oder im Garten gehäuft Hornissen mit fast schwarzem Körper und gelben Beinenden sehen, ist das ein sicheres Zeichen für ein großes Sekundärnest in der unmittelbaren Umgebung.
So unterstützen Sie uns:
Jede Meldung hilft uns dabei, die Nester in den hohen Baumwipfeln zu lokalisieren, bevor im Herbst die nächste Generation an Königinnen schlüpft. Gemeinsam schützen wir unsere Ernte und bewahren den Lebensraum für unsere Tierwelt.