Gemeinsam auf dem Weg zur RoboNight 2026: Die beiden Teams der Gemeinschaftsschule Schule am Warndtwald Überherrn beim ersten Vorbereitungsworkshop an der htw saar in Saarbrücken.
Am Samstag, dem 29. August, machten sich fünf Mitglieder der Robotik-AG der Gemeinschaftsschule Schule am Warndtwald Überherrn gemeinsam mit Schulleiter Christian Powilleit auf den Weg zur htw saar - Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes - nach Saarbrücken. Dort fand der erste Vorbereitungsworkshop zur RoboNight 2026 statt.
Zum Auftakt begrüßte Mario Korherr, Projektleiter „Robotik in Schulen“ an der htw saar, die Schülerinnen und Schüler sowie deren Begleitpersonen. Zum Workshop waren Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 bis 9 aus verschiedenen Schulen zusammengekommen, überwiegend von Gymnasien. Anschließend stellten Studierende der htw saar die Aufgaben vor, an denen die jungen Robotiker an diesem Vormittag arbeiten konnten. Danach ging es direkt ans Konstruieren, Programmieren und Ausprobieren.
Florian Schäfer (Klasse 7.3), Marlon Steuer (6.2) und Tayler Breit (7.3) bildeten Team „Apfel“. Ihre Aufgabe bestand darin, einen Rettungsroboter zu programmieren, der möglichst schnell zu einem Patienten gelangen sollte. Auf dem Weg dorthin musste er allerdings einen Bahnübergang sicher passieren: An einer gelben Markierung sollte der Roboter seine Geschwindigkeit reduzieren, an einer roten Markierung vor dem Bahnübergang stoppen, nach rechts und links „schauen“ und erst anschließend seine Fahrt fortsetzen.
Im Laufe des Vormittags ergab sich beim gemeinsamen Anstehen und im Gespräch mit anderen Teilnehmenden eine schöne Entwicklung: Oliver Boßlet (6e) vom Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken war als Einzelteilnehmer zum Workshop gekommen. Da eine Teilnahme am späteren Vorentscheid allein nicht möglich ist, stellte sich die Frage, ob er sich einem bestehenden Team anschließen könnte. Team „Apfel“ war offen für ein weiteres Mitglied - und schnell zeigte sich, dass Oliver gut in die Gruppe passte. So wurde aus dem Dreierteam noch am selben Vormittag ein Viererteam. Besonders mit seinen Ideen bei der Programmierung konnte Oliver die Gruppe direkt unterstützen.
Bis der Rettungsroboter seine Aufgabe zuverlässig erledigte, war allerdings einiges an Tüftelei notwendig. Vor allem die Erkennung der Markierungen bereitete zunächst Probleme. Die vier Schüler mussten sich intensiv mit dem Lichtsensor auseinandersetzen, Messwerte überprüfen, die Programmierung verändern und immer wieder neu testen. Schließlich war die Lösung gefunden und der Roboter bewältigte die gestellte Aufgabe.
Eine ganz andere Herausforderung hatten Janosch Hewer (7.3) und Levin Cossutta (6.1) mit Team „Banane“ gewählt. Sie entwickelten einen autonomen Müllwagen. Dieser musste zunächst selbstständig einer vorgegebenen Straße folgen. Anschließend sollte er verschiedene Müllsammelstellen unterscheiden, an den für das Team vorgesehenen Stellen stoppen und andere passieren. Zusätzlich galt es, Zebrastreifen zu erkennen und dort zuverlässig anzuhalten.
Während Levin zunächst vor allem am Bau des Fahrzeugs arbeitete, widmete sich Janosch der Programmierung. Danach wurde gemeinsam weiterentwickelt. Erst funktionierte der Linienfolger, dann das Anhalten an den richtigen Stellen. Schließlich musste der Roboter auch noch erfassen, wie viele der entsprechenden Müllsammelstellen er angefahren hatte. Bis zum Ende des Workshops wurde programmiert, ausprobiert und verbessert - und schließlich funktionierte auch diese Aufgabe vollständig.
Für die Schüler wurde an diesem Vormittag unmittelbar erfahrbar, wie eng Programmieren mit Versuch und Irrtum verbunden ist. Ein Fehler bedeutet dabei nicht das Ende eines Versuchs, sondern liefert neue Informationen: beobachten, die Ursache suchen, etwas verändern und erneut testen. So wurden die Lösungen Schritt für Schritt immer weiter optimiert.
Um 12.30 Uhr machten wir uns schließlich wieder auf den Heimweg in Richtung Überherrn. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt den jungen Robotikern allerdings nicht: Bereits am 12. September steht der zweite Vorbereitungsworkshop an der htw saar an. Am 26. September folgt der Vorentscheid. Dort wollen sich die beiden Teams für das große RoboNight-Finale am 7. November 2026 qualifizieren.
Ein besonderer Dank gilt den Eltern, die den Transport nach Saarbrücken und zurück unterstützt haben.