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Überherrner Rundschau
Ausgabe 38/2026
Schulnachrichten
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Robotik-AG der Schule am Warndtwald bereitet sich auf den Vorentscheid vor

 

Von Mülltrennung bis Zahnarztbesuch: Beim zweiten Vorbereitungsworkshop zur RoboNight 2026 mussten die Schülerinnen und Schüler der Robotik-AG der Gemeinschaftsschule Schule am Warndtwald Überherrn am Samstag, dem 12. September, erneut ganz unterschiedliche Herausforderungen lösen.

Von 9.00 bis 12.30 Uhr arbeiteten die beiden Teams, begleitet von Schulleiter Christian Powilleit, an der htw saar in Saarbrücken. Nach dem ersten Workshop Ende August ging es diesmal darum, vorhandene Kenntnisse weiterzuentwickeln und sich auf den bevorstehenden Vorentscheid vorzubereiten.

Für Team „Apfel“ arbeiteten Florian Schäfer (Klasse 7.3), Marlon Steuer (6.2), Tayler Brait (7.3), Oliver Boßlet (6e, Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken) und Benedikt Kotsch (5a, Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken) zusammen.

Ihre Aufgabe drehte sich um die Mülltrennung. Ein Roboter sollte verschiedene Müllsorten erkennen und gleichzeitig mitzählen, wie viel der jeweiligen Sorte bereits im Fahrzeug war.

Zunächst mussten einige Probleme gelöst werden. Eine Kurve war zu Beginn zu eng gewählt und auch die verschiedenen Farben wurden nicht auf Anhieb zuverlässig erkannt. Nach mehreren Veränderungen und Testläufen gelang es der Gruppe jedoch, die Aufgabe zu lösen.

Am Ende konnte der Roboter beispielsweise ein blaues Feld erkennen und auf seinem Display „Blau 1“ anzeigen. Beim nächsten blauen Feld wurde daraus „Blau 2“. Das gleiche Prinzip funktionierte auch mit den anderen Farben. Anschließend meisterte die Gruppe sogar noch zwei weitere Aufgaben.

Technisch steckt dahinter bereits ein wichtiges Grundprinzip der Informatik: die Arbeit mit Variablen. Der Roboter muss Informationen speichern und später wieder verwenden. Was bei einer Wettbewerbsaufgabe zunächst spielerisch erscheint, hat einen unmittelbaren Bezug zu realen Anwendungen. Auch automatisierte Anlagen und Roboter in der Arbeitswelt müssen Sensordaten verarbeiten, Zustände speichern und auf dieser Grundlage Entscheidungen treffen.

Benedikt Kotsch vom Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken arbeitete an diesem Samstag erstmals den gesamten Workshop mit Team „Apfel“. Die Zusammenarbeit funktionierte sehr gut. Da Teilnehmer am RoboNight-Wettbewerb mindestens die Klassenstufe 6 besuchen müssen, kann der Fünftklässler beim Vorentscheid allerdings noch nicht starten. Dort werden für Team „Apfel“ Florian Schäfer und Oliver Boßlet antreten. Marlon Steuer und Tayler Brait sind beim Vorentscheid diesmal nicht dabei.

Für Team „Banane“ stand eine ganz andere Geschichte im Mittelpunkt. Janosch Hewer (7.3), Levin Cossutta (6.1) und Leonie Stephany (9.2) mussten ihren Roboter gewissermaßen zum Zahnarzt machen. Leonie ist neu in der Gruppe und fand beim gemeinsamen Arbeiten schnell ihren Platz im Team.

Die Aufgabe war ebenso anschaulich wie anspruchsvoll: Der Roboter sollte den Weg zu den Zähnen finden, den kranken Zahn erkennen und diesen schließlich entfernen.

Die besondere technische Herausforderung bestand darin, mit nur zwei vorhandenen Farbsensoren drei benötigte Funktionen abzudecken. Zwei Sensoren wurden für die Linienführung gebraucht, zusätzlich musste der Roboter einen Zahn untersuchen. Deshalb wurde einer der Sensoren so konstruiert und programmiert, dass er sich während des Ablaufs drehen konnte.

Bei der Umsetzung ergaben sich weitere Probleme. Zunächst ließ sich das Tablet nicht zuverlässig mit dem Roboter koppeln, später funktionierten einzelne Programmschritte noch nicht wie vorgesehen. So spielte im Laufe des Vormittags auch das sogenannte Debugging eine große Rolle: Fehler systematisch suchen, ihre Ursache eingrenzen, eine Veränderung vornehmen und anschließend erneut testen.

Bis zur letzten Minute arbeiteten Janosch, Leonie und Levin an ihrer Zahnarzt-Aufgabe. Am Ende konnte ihr Roboter bereits der Strecke folgen, an der richtigen Stelle anhalten, seinen Sensor drehen und erkennen, ob der betreffende Zahn weiß oder schwarz war. Bei einem weißen Zahn setzte er seine Fahrt fort. Nur der letzte Schritt – das tatsächliche Entfernen des schwarzen Zahns – gelang an diesem Vormittag noch nicht vollständig. In der nächsten Robotik-AG am Dienstag soll die Aufgabe abgeschlossen werden.

Auch hier zeigt sich der Bezug zur späteren technischen Praxis. Komplexe Programme und Robotersysteme funktionieren selten sofort fehlerfrei. Probleme systematisch zu analysieren, Fehlerquellen einzugrenzen und Lösungen Schritt für Schritt zu verbessern, gehört deshalb zu den zentralen Fähigkeiten in Informatik, Automatisierung und Robotik.

Neben der Arbeit an den Aufgaben blieb auch Raum für schulübergreifenden Austausch. Zu Beginn des Workshops konnte sich Christian Powilleit mit Daniel Meyer vom Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken, der dort die Robotik-AG betreut, über die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern und die Erfahrungen aus den AGs austauschen.

Trotz aller Konzentration auf Sensoren, Programme und Fehlersuche kam der Spaß auch beim zweiten Workshop nicht zu kurz. In beiden Teams herrschte eine gute Stimmung und es wurde gemeinsam ausprobiert, diskutiert und weiterentwickelt.

Nun richtet sich der Blick auf den Vorentscheid am 26. September. Bis dahin bleiben noch zwei Wochen, um letzte Details zu verbessern. Beide Teams haben sich dafür beim zweiten Workshop eine gute Grundlage erarbeitet.

Ein besonderer Dank gilt den Eltern, die die Schülerinnen und Schüler nach Saarbrücken gefahren und wieder abgeholt haben.

Christian Powilleit
Schulleitung