Donnerstag, 20. August 2026, 17:00 Uhr| Bilkesaal
Nachdem im 18. Jahrhundert nur einzelne Verwegene sich auf den Weg nach Osteuropa, Südafrika oder Ostindien machten, schlossen sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Männer, Frauen, Familien aus Pößneck und Umgebung der großen Auswanderungswelle nach Übersee an. Es war ein großer Schritt ins Ungewisse und meist ein endgültiger Abschied von der Heimat. Oft waren wirtschaftliche Zwänge die Ursache für den Fortgang und die Hoffnung auf Verwirklichung persönlicher Lebensvorstellungen.
Die entfernten Länder boten Gelegenheit für berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, billiges Land, Besitz, ja vielleicht sogar Reichtum. Der Aufbruch in ein neues Leben wurde kommerzialisiert. Auswanderungsagenturen entstanden in Pößneck und organisierten für die Auswanderungswilligen die nicht ungefährlichen Überfahrten. Was danach kam, hing mehr oder weniger vom Zufall, Glück und großer persönlicher Einsatzbereitschaft und dem Durchsetzungsvermögen ab. Mittellos kehrten einige in die Heimat zurück, andere Pößnecker Auswanderer zählen zu den Pionieren der Gründung und der Entwicklung verschiedener Orte oder brachten es durch ihre besonderen Fähigkeiten zu Ruhm und Ehre. An die abenteuerlichen Umstände der Auswanderung, den Lebensweg und die Leistungen einiger dieser Pößnecker Persönlichkeiten erinnert Karl Ernst in diesem Vortrag.
Karten gibt es ab sofort in der Tourist-Information Pößneck und der Buchhandlung am Markt. Erwachsene: 5,00 Euro; Ermäßigt (11-16 Jahre): 3,00 Euro; Kinder unter 10 Jahren frei
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