Mundart-Lesung mit Texten von und über Prof. Franz Huth
Referent: Karl Ernst
Sonntag, 8. November, 14:00 Uhr im Museum642
Mit der Sonderausstellung „Sieh dir diesen Huth an!“ ehrte das „Museum642 - Pößnecker Stadtgeschichte“ in diesem Jahr den gebürtigen Pößnecker Maler und Ehrenbürger Prof. Franz Huth zu seinem 150. Geburtstag. Während seines Schaffens reiste der Künstler in zahlreiche Länder und wirkte in verschiedenen deutschen Städten, blieb seiner Heimatstadt aber stets eng verbunden. So sind es nicht nur die idyllischen Winkel Pößnecks, welche er vor allem mit Pastellkreide im Bild festhielt, sondern es waren auch die Menschen selbst, mit denen er auf Du und Du stand, da er auch ihre ganz eigene Sprache verstand und sprach: die Pößnecker Mundart.
In dieser setzte Franz Huth zwei die Stadt Pößneck prägenden Orten auch selbst ein literarisches Denkmal. 1934 veröffentlichte er im Selbst-Verlag zwei kleine Heftchen mit Illustrationen zu Mundartversen: Das eine hieß „Unse Altenborg“ und das zweite „Unser Boch“. Mit Verstand, Witz und Humor drückte Franz Huth darin nicht nur genau die Empfindungen und die Heimatverbundenheit der Pößnecker Einwohner zu ihrer schon damals als Hausberg der Stadt angesehenen Altenburg aus, sondern beschrieb im zweiten Bändchen unter dem Titel „Unser Boch“ treffend auch den Zustand der Kotschau nach der Industrialisierung der Stadt: „Wie‘r Huths Franzen sei Bichel iewer unse Altenborg gelasen hotte“ schrieb damals Wilhelm Greiner eine Rezension in Form eines Mundartgedichts: „Un drum gab’ch Huths Franzen racht, / dar weeß, wos lus is halt, / denn iewer unse Altenborg, / gieht doch nischt uff d’r Walt“.
Am Vortag seines 150. Geburtstag am 9. November liest Karl Ernst neben kurzen Rückblicken aus Franz Huths „Lebenserinnerungen“ auch den Originaltext der beiden Mundartgedichte. In einem zweiten Teil können sich interessierte Besucher zusätzlich noch einen Film mit einem Theaterstück über Leben und Werk von Prof. Franz Huth vom Team der früheren Museumsnächte des Vereins für Heimatgeschichte Pößneck anschauen. Dieser war anlässlich der Festveranstaltung zum 140. Geburtstag vor zehn Jahren entstanden. Die Veranstaltung ist im Museumseintritt enthalten. Zur besseren Planung bitten wir um Voranmeldung:
| • | direkt in der Tourist-Information |
| • | telefonisch unter 03647 504769 bzw. 03647 412295 (Museumskasse) oder |
| • | per E-Mail an museum@poessneck.de. |