Freitag, 30. Oktober, 17:00 Uhr
Kirche Schweinitz
Eine frisch sanierte Orgel, eine jahrhundertealte Dorfkirche und Musik von Barock bis Moderne: Zum Wochenausklang lädt die Schweinitzer Kirchgemeinde am Freitag, 30. Oktober, um 17 Uhr zu einem Benefizkonzert in ihre Kirche ein.
Im Mittelpunkt steht dabei ein beachtliches Instrument der deutschen Hochromantik. 1857 wurde die Orgel für 610 Taler von der Kirchgemeinde angeschafft. Erbaut hat sie Johann Friedrich Schulze aus Paulinzella, einer der bedeutendsten Orgelbauer seiner Zeit. Es war eines seiner letzten Instrumente, bevor er im darauffolgenden Jahr starb. Die weitgehend original erhaltene Orgel verfügt über ein Manual, Pedal und neun Register und wurde vor zwei Jahren grundlegend saniert.
Nun soll sie natürlich nicht nur schön anzusehen sein, sondern auch Zuhörer finden. Ingo Reimann aus Apolda wird ihr an diesem Abend mit Werken von Johann Sebastian Bach, Johann Pachelbel bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen von Matthias Nagel ganz unterschiedliche Klänge entlocken. Eine Besonderheit der kleinen Kirche: Anders als in vielen großen Gotteshäusern, in denen sich die Orgel auf der Empore befindet, können die Besucher dem Organisten beim Spielen gut auf die Finger schauen.
Auch nach dem Konzert lohnt es sich, noch etwas zu bleiben. Da die Kirche sonst in der Regel verschlossen ist, bietet sich an diesem Abend die seltene Gelegenheit, das alte Gotteshaus zu besichtigen und sich seine Besonderheiten erklären zu lassen. Seine Geschichte reicht bis in romanische Zeit zurück. Ein besonderes Kleinod ist der spätgotische Schnitzaltar aus der Zeit um 1500, der der „Saalfelder Schule“ zugerechnet wird.
Der Eintritt zum Konzert ist frei. Um Spenden für die weitere Renovierung der Kirche wird gebeten.
Foto und Text: Beate Sickel