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Saale-Sormitz-Kurier Amts- und Mitteilungsblatt der Gemeinde Remptendorf
Ausgabe 6/2026
Nichtamtlicher Teil
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Heimatverein Liebengrün

Die Liebengrüner Stammtischbrüder

Also, an einem Stammtisch geht es ja alles andere als ernsthaft zu. Alte Geschichten, das Neueste vom Dorf, das Ablästern über Mitmenschen und, und, und. Bloß die große Politik ist aus und vor, weil die uns derzeit auf den Seier geht und wir uns nicht streiten wollen. Ein bisschen SPASS MUSS SEIN ist das Motto des Zusammenseins.

Und dann kommt auch mal eine gute Idee. Eine alte Erzählung von früher brachte uns gedanklich auf den Essenkehrersteig, einem alten Handels- und Fußweg, der früher, als es noch keine richtigen Straßen gab, zwischen Liebschütz, Liebengrün und Walsburg intensiv genutzt wurde. Die bedeutendste Markierung, der Essenkehrerstein, war durch das Leben nicht mehr an seinem ursprünglichen Standort und der Weg im öffentlichen Gedächtnis nicht mehr richtig präsent.

 

 

Aber wir sind ja echte Liebster und Grüner. Heimatverbunden und bodenständig wollen wir die alte Geschichte für die Nachwelt erhalten und erlebbar machen. Und so wurde die Gruppe aktiv. Der Hans hat die Geschichte zusammengetragen und von Marie-Luise Tabor eine Schiefertafel beschriften lassen. Thomas hat eine Gedenktafel angefertigt und gemeinsam mit Hans, Peter und Maik an Ort und Stelle errichtet.

Dann war es so weit: Am Tag nach der Himmelfahrt fand der Testlauf statt. Die Gruppe wanderte den Essenkehrersteig, von Liebschütz immer am Asbach entlang bis nach Walsburg. Selbstverständlich mit Rast am Essenkehrerstein, bei der der Norman in seinem neu komponierten Lied zur Gitarre die tragische Geschichte vom Essenkehrer vortrug.

 

 

Die Tour führte uns bis an die Saale und endete mit einer gemütlichen Stunde bei einem schmackhaften Mittagessen im Fuchsbau.

Eine schöne Wanderung durch die frühlingshafte Natur, eine Erholung für Körper und Seele, hat unserem Klub gut getan und wir hoffen, dass sie weitere Nachahmer findet.

Na und, was hast denn Du dabei gemacht, fragt mich einer.

Ich, na ja, ich schreibe die Geschichte auf.

Jürgen Roth