Am vorletzten Schultag vor der Zeugnisausgabe fand an der Regelschule Remptendorf erstmals ein Sportfest der etwas anderen Art statt. Statt klassischer Einzelwertungen stand in diesem Jahr der Gedanke des Teamgeists im Mittelpunkt. Das neue Konzept sollte das Gemeinschaftsgefühl stärken und zeigen, dass jeder Schüler - unabhängig von seinen sportlichen Voraussetzungen - einen wichtigen Beitrag zur gemeinsamen Teamleistung beitragen kann.
Von den 140 Schülern nahmen trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle, welche sich als Stationshelfer einbringen konnten, insgesamt 107 Kinder und Jugendliche teil. Sie wurden klassenübergreifend in 18 Teams eingeteilt und von Schülern der 9. Klasse als Teamleader angeführt.
An sechs Stationen - Sprint, Weitsprung, Ballweitwurf, Zehn-Minuten-Lauf, einer Spielstation sowie einem Staffellauf - konnten die Teams Punkte sammeln. Die Disziplinen waren bewusst so gewählt, dass jeder seine individuellen Stärken einbringen musste und das Gesamtergebnis der Mannschaft im Vordergrund stand.
Neben den sportlichen Leistungen gab es eine Sonderwertung. Bewertet wurden dabei insbesondere Teamgeist, Kommunikation, Motivation und das Zusammenspiel innerhalb der Gruppen. Außerdem wurde der kreativste Teamname bewertet.
Den Sieg in der Sonderwertung sicherte sich das Team „Anti-Depressiva“ mit Kapitän Tobias Rüdiger. Die Gesamtwertung des sportlichen Wettkampfes gewann das Team „Kiesfresser 26“ unter Führung von Jannik Franz. Mit einem ersten, zwei zweiten und einem dritten Platz an den einzelnen Stationen setzte sich die Mannschaft knapp gegen die Konkurrenz durch.
Organisiert wurde das Sportfest durch Sportlehrer Robert Zimmermann. Das achtköpfige Kollegium betreute die verschiedenen Stationen. Nach einer gemeinsamen Erwärmung aller Schülerinnen und Schüler wurden die Teams eingeteilt und in die Stationen eingewiesen.
Von 08:30 Uhr und 11:30 Uhr absolvierten alle Gruppen das komplette Programm, sodass noch vor der Mittagspause die Siegehrung unter Federführung von Sportlehrer Zimmermann stattfinden konnte.
Die Teamleader der neunten Klassen übernahmen ihre Verantwortung mit großem Engagement, unterstützten die jüngeren Teilnehmer, motivierten ihre Gruppen und trugen entscheidend zum Gelingen des Tages bei, indem sie die Stationen gelegentlich auch außerhalb des Zeitplans abarbeiteten. Dadurch entstand eine Atmosphäre, in der sich leistungsstärkere und leistungsschwächere Sportler gegenseitig unterstützten.
Ein besonderes Highlight war die Spielstation. Hier sollten die Teams mit vorgegebenen Materialien auf einem halben Beachvolleyballfeld ein eigenes Spiel entwickeln und anschließend gemeinsam spielen. Alle 18 Teams meisterten diese kreative Aufgabe erfolgreich und präsentierten unterschiedliche Ideen.
Das Feedback der Schülerinnen und Schüler fiel insgesamt positiv aus. Gelobt wurden vor allem die abwechslungsreichen Aufgaben, die Zusammenarbeit in den Teams und die hohe Motivation während des gesamten Vormittags.
Natürlich zeigte das Pilotprojekt auch Verbesserungspotenzial. Einige Schülerinnen und Schüler hätten sich gewünscht, einzelne Stationen bereits im Sportunterricht kennengelernt zu haben. Auch der Zeitplan soll im kommenden Jahr weiter optimiert werden. Dennoch zeigte sich Organisator Robert Zimmermann mit dem Ablauf sehr zufrieden. Für die erste Durchführung einer völlig neuen Sportfestform verlief der Tag nahezu reibungslos und bestätigte das Konzept.
Zur Siegerehrung konnten dank der Unterstützung von Kunstlehrerin Halgard Stolte zwei Pokale in den beiden Wertungskategorien überreicht werden.
Das Fazit fällt eindeutig aus: Die Premiere des Team-Sportfestes war ein voller Erfolg. Das Ziel, Gemeinschaft zu fördern und sportliche Leistungen als Team zu erleben, wurde erreicht. Das Sportfest zeigte eindrucksvoll, dass Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Ziele mindestens genauso wichtig sind wie individuelle Bestleistungen - und es spricht vieles dafür, dass dieses Format im kommenden Schuljahr seine Fortsetzung finden wird.