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Stadt Wadern
Ausgabe 15/2026
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Fasten und Klimaschutz: Dranbleiben zählt

Darauf kommt’s an: Wohlgemut weitermachen!

Sowohl persönliche Vorsätze als auch Klimaziele geraten ins Stocken – doch kleine Fortschritte sind ein guter Grund, weiterzumachen und Alltagsgewohnheiten zu ändern.

Die Fastenzeit ist vorbei. Die meisten werden in ihrer Fastenbilanz einräumen: „Meine Abnehmziele habe ich nicht erreicht.“ Apropos Rauchen und Alkohol, sagen einige: „Ein paar Ausrutscher waren dabei.“ Mehr Bewegung? „Ich wollte ja, aber dann hatte ich doch keine Zeit oder einfach keine Lust.“ Ähnlich mutet die Klimaschutzbilanz der Bundesregierung an, die Umweltminister Carsten Schneider und Dirk Messner, Chef des Umweltbundesamt, vorgelegt haben. Im Resümee der Tagesschau vom 14. März heißt es: „Der Ausstoß klimaschädlicher Gase ist im vergangenen Jahr nur marginal gesunken - um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Anders formuliert: Die Entwicklung stagniert. Die Werte verharren und gehen nicht zurück“ (https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/klimaschutz-bilanz-100.html, aufgerufen am 02.04.2026).

Parallelen bei den Bilanzen

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun? – Doch. Es gibt Parallelen. Eine Gemeinsamkeit ist die Befristung. Im Falle der Fastenzeit sind es 40 Tage. „Das sogenannte Klimaschutzgesetz gibt klar Klimaziele vor - bis hin zur Klimaneutralität im Jahr 2045. Dann soll Deutschland rechnerisch keine Treibhausgase mehr ausstoßen“, so die Tagesschau am angegebenen Ort. Solche Terminvorgaben bieten eine Orientierung und sollen vorbeugen gegen Aufschieberitis. Außerdem sind die Reaktionen ähnlich. Angesichts Ihrer Fastenbilanz regen sich vielleicht kaum andere Menschen auf, aber Sie gehen womöglich selbst hart mit sich ins Gericht und verschärfen ihre Vorsätze. Auf die Klimaschutzbilanz haben Umweltorganisationen mit Kritik und Forderungen nach schärferen Klimaschutzmaßnahmen reagiert. Vor allem ist Fasten und Klimaschutz Folgendes gemeinsam: Es wäre falsch, die Bemühungen zu beenden, weil die Ergebnisse noch nicht zufriedenstellend sind. Falsch wäre auch, die Ziele auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben. Ebenso wäre es auf keinen Fall in Ordnung, Ziele mit Gewalt durchzusetzen.

Auch kleine Fortschritte zählen

Nur auf das nicht Erreichte zu blicken, wäre ebenfalls verkehrt. Wenn Sie in der Fastenzeit weniger gegessen, getrunken und geraucht und sich mehr bewegt haben, dient dies ihrer Gesundheit. Fragen Sie Ihren Arzt! Zur Klimaschutzbilanz meldet die Tagesschau am angegebenen Ort unter anderem: „Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Summe 0,9 Million Tonnen Treibhausgase weniger ausgestoßen als im Vorjahr.“ (Klar, das liegt auch daran, dass die energieintensive Wirtschaft lahmt.) Kurzum: Auch bescheidene Ergebnisse gehen in die richtige Richtung und geben Anlass, weiterzumachen statt die Flinte ins Korn zu werfen.

 

Dranbleiben im Alltag

Die Fastenzeit wird ja auch seit jeher als eine Zeit der Besinnung auf das, was einem wichtig ist, verstanden. Damit sollte an Ostern nicht Schluss sein. So könnte zum Ärger über die eigenen Unzulänglichkeiten und zur Kritik an der Politik auch der Vorsatz kommen, sich persönlich nicht beirren zu lassen und die eigenen Anstrengungen bezüglich der persönlichen Lebensführung und zum Klimaschutz fortzusetzen. Das können einerseits eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung sein, andererseits ein sorgsamer Umgang mit Strom, Heizenergie, Treibstoff, Trink- und Grundwasser. Es geht darum, sich klarzumachen, was für einen selbst und für andere gut und wichtig ist. Dann kommt es darauf an, im Alltag (nicht nur in der Fastenzeit oder im Hinblick auf Klimaneutralität 2045) das entsprechende Verhalten einzuüben. So entstehen Gewohnheiten, die guttun.