So ähnlich könnte das Ideal eines Kühlschranks aussehen.
Der Kühlschrank sorgt nicht nur für kühle Getränke, sondern auch für eine längere Haltbarkeit von Lebensmitteln und Speisen. Aber nun hat eine Studie eines Forschungsteams der Universität Wien ausgerechnet in Kühlschränken eine große Zahl von Keimen gefunden. Offenbar vermehren diese sich nicht nur in feucht-warmer Umgebung, sondern auch sogar im Kühlschrank.
Viele Mikroben in untersuchten Kühlschränken
„Forum. Das Wochenmagazin“ veröffentlichte am 15. Mai 2026 einen längeren Artikel mit der Überschrift: „Mikroben-Alarm“ im Kühlschrank (nachzulesen unter https://www.magazin-forum.de/de/mikroben-alarm-im-kuehlschrank, aufgerufen am 21.05.2026). Unter Berufung auf die in Wien erstellte Studie wird mitgeteilt: „Insgesamt konnten die Wissenschaftler in den 45 Kühlschränken 2.184 Mikrobenarten ermitteln. Wobei die Bandbreite in den einzelnen Kühlschränken von gerade mal 26 Arten in einem Haushalt bis zu 589 Arten in einem anderen gereicht hatte. Dominiert wurden die Proben von kälteliebenden oder kältetoleranten Bakterien (die niedrige Temperaturen bevorzugen (…), die oft auf Lebensmitteln zu finden sind (…). Besonders alarmierend: In 60 Prozent der untersuchten Kühlschränke konnten potenziell krankheitserregende Bakterien nachgewiesen werden. Von den 45 Kühlschränken enthielten 27 mindestens eine als pathogen eingestufte Art.“ Die Stiftung Warentest nimmt auf dieselbe Studie Bezug und warnt: „Vorsicht, Keime im Kühlschrank“ (https://www.test.de/Lebensmittelhygiene-Vorsicht-Keime-im-Kuehlschrank-6286253-0/, aufgerufen am 21.05.2026). „In jedem Gerät fanden die Forschenden eine große Vielfalt an Bakterien. Einige stammen aus den Nahrungsmitteln selbst, gehören natürlicherweise in Käse oder fermentierte Produkte. Viele andere dagegen können schaden, sogar Vergiftungen verursachen. Besonders häufig fanden sich Bakterienstämme, wie sie in verdorbenen Lebensmitteln vorkommen – darunter solche, die Durchfall oder Erbrechen verursachen können. (…) In 60 Prozent der Kühlschränke fand das Team Keime, die krank machen können.“
Reinigung wichtiger als die Temperatur allein
Die Stiftung Warentest belässt es nicht bei dem „Alarm“, sondern ergänzt ihren Bericht wie folgt: „Überraschend ist, wie leicht sich die Bakterienlast senken lässt. Nicht die Temperatur spiele die wichtigste Rolle, schreiben die Studienautoren – sondern die Reinigung. Zwar herrschte in nur 38 Prozent der untersuchten Geräte eine Temperatur von höchstens fünf Grad. Rund 24 Prozent lagen sogar über sieben Grad. Trotzdem zeigte sich: Kühlschränke, die selten gereinigt wurden, enthielten deutlich mehr Bakterien – unabhängig von der Gradzahl.“ In dem genannten „Forum“-Artikel werden die Wiener Forscher zitiert: „Grundlegende Hygiene wird häufig vernachlässigt, und ältere Menschen, eine der am stärksten gefährdeten Gruppen, neigen am wenigsten dazu, neue Technologien und Reinigungsgewohnheiten anzunehmen (…).“ Weiter wird empfohlen: „Schon einfache Maßnahmen wie das regelmäßige Ausräumen und Reinigen des Geräts, das Trockenhalten der Oberflächen oder das Minimieren von Kreuzkontaminationen durch das Vermeiden der Ablage unverpackter Lebensmittel könnten viel ausrichten.“
Die Temperaturen im Kühlschrank sollten maximal 7 °C (im Hauptfach) betragen, das erwähnte Forscherteam spricht von maximal 5°C. Etwa einmal im Monat sollten Sie Ihren Kühlschrank mit Essigwasser oder einem milden Spülmittel auswischen. Wichtig ist außerdem, die richtige Lagerung von Lebensmitteln: Unten, wo es am kältesten ist: Fleisch, Fisch; Mitte: Milchprodukte; oben: Gekochtes, Speisereste; Tür: Getränke, Eier, Soßen. Außerdem sollten Sie keine offenen Dosen und andere Behälter in den Kühlschrank stellen, also Wurst, Käse und Essenreste immer abgedeckt bzw. in Boxen aufbewahren. Demnächst mehr zum Thema „Hygiene im Kühlschrank“.